COSMiQ – ein Überblick über das Q&A-Portal COSMiQ

COSMiQ (www.cosmiq.de) ist ein Frage&Antwort-Dienst. Nach einer Registrierung kann jedermann Fragen stellen und Antworten geben. Unter dem Namen LYCOS iQ wurde das Portal am 12. Januar 2006 von LYCOS Europe gestartet.

LYCOS Europe, über Umwege zum Bertelsmann-Konzern gehörend, hat jahrelang rote Zahlen produziert, sodass im November 2008 die Auflösung des Konzerns beschlossen wurde. Geschäftsbeteiligungen und Produkte wurden verkauft. LYCOS iQ wurde an die Hubert Burda Media verkauft und im Media Innovation Lab (iLab) des großen Verlags- und Medienkonzerne angesiedelt. Der Verkauf wurde im Mai 2009 bekannt gegeben und ab dem 16. Juni 2009 wurde die Plattform durch das iLab betrieben. Am 28. Oktober 2009 erfolgte die Umbenennung von LYCOS iQ zu COSMiQ.

Noch nicht einmal anderthalb Jahre später, zum 01.01.2011 wurde COSMiQ erneut verkauft. Diesmal an die Ratgeber Netzwerk GmbH, die das Gute-Frage.net-Imperium umfasst.

Statische Informationen und Tools

Kontinuierliche Informationen

In der Kategorie COSMiQ berichtete ich über viele Geschehnisse rund um COSMiQ.

Disclaimer

Ich bin und war nicht bei LYCOS Europe, der Hubert Burda Media, der Ratgeber Netzwerk GmbH oder deren Tochterunternehmen angestellt. Vom November 2006 bis Oktober 2007 war ich bei LYCOS iQ als ehrenamtlicher User-Moderator tätig.

Die Funktionen von COSMiQ im Überblick

Die Kernfunktion: Fragen & Antworten

COSMiQ - Fragenstellen
Die wohl wesentlichste und bekannteste Funktion von COSMiQ ist das Stellen von Fragen. Dies ist gewöhnlich als registrierter Nutzer oder auch als sogenannter Gast mit seiner E-Mailadresse möglich. Nur registrierte Nutzer können diese Fragen auch beantworten.
Die Antworten werden im Anschluss von dem Fragesteller mit „top“, „hilfreich“ oder „nicht hilfreich“ bewertet.

Was niemand gebraucht: Links speichern & verwalten

Einen Link speichern
Meiner Erfahrung nach kaum benutzt wird der Linkkatalog von COSMiQ. Dort können Mitglieder ihre Lesezeichen abspeichern — öffentlich, für ihre Freunde auf COSMiQ oder gänzlich privat. Das erlaubt nicht nur die von anderen als interessant befundenen Webseiten zu sehen, sondern auch die Zugänglichkeit der eigenen Lesezeichen von jedem Rechner.

COSMiQ das Social Network der Tipps&Tricks

Freundesliste auf dem COSMiQ-Profil
COSMiQ bzw. schon das frühere LYCOS iQ hat sich zu einem Social Network entwickelt, das sich nicht nur um Fragen und Antworten dreht. Man kann Freundschaften schließen, sich gegenseitig Nachrichten schicken und wird im sog. Social Graph über die letzten Aktivitäten seiner Freunde informiert.
Bekannt dürfte die tägliche Guten Morgen-Frage sein. Dort begrüßen sich die Mitglieder und frühstücken auch gelegentlich virtuell zusammen.

Rund um COSMiQ …

Blogs & Foren

Knapp ein Dutzend Blogs und zwei Foren sind im Umfeld von LYCOS iQ bzw. COSMiQ entstanden. In den Blogs äußern verschiedene aktive Mitglieder ihre häufig sehr parteiische Meinung zu den Vorgängen auf der Plattform.
Ein Großteil der Blogs ist im Planet iQ gesammelt.

Usertreffen

Am 12. Mai 2007 fand das erste Usertreffen von LYCOS iQ statt. Es entstand auf Initiative zweier Mitglieder und wurde dann in Zusammenarbeit mit LYCOS Europe in deren Gütersloher Räumlichkeiten veranstaltet. Seither finden immer wieder von Mitgliedern organisierte Usertreffen in den verschiedensten Orten Deutschlands statt.

Der LYCOS iQ-Krimi

Im Juni 2007 startete Roberto Bardéz ein literarisches Experiment. Ein LYCOS iQ-Krimi bei dem die Mitglieder der Frage&Antwort-Plattform mitwirken können. Das Projekt wurde von LYCOS Europe unterstützt und viele Mitglieder haben bei dem Projekt mitgewirkt. Der LYCOS iQ-Krimi ist schließlich eingestellt worden.

Wissenschaft & LYCOS iQ

LYCOS Europe hat sich an dem von der Bundesregierung unterstützten Projekt Theseus beteiligt.

Zu den konkreten Ergebnissen gehörten die Tagvorschläge beim Stellen einer Frage. Diese Tagvorschläge wurden automatisch aus dem Fragetext entnommen und als entsprechende Tags für die Frage vorgeschlagen.

Ebenfalls unterstützt durch das Theseus-Projektes wurde das Buch „Web-2.0-Dienste als Ergänzung zu algorithmischen Suchmaschinen“ von Dirk Lewandowski und Christian Maaß. Das Buch enthält einen Vergleich zwischen sozialen Suchdienste und „normalen“ Suchmaschinen. Bei den sozialen Suchdiensten wurde u.a. LYCOS iQ untersucht. Das Buch kommt zu dem Ergebnis, dass Soziale Suchdienste nicht den Stand von algorithmen-basierten Suchmaschinen erreichen, sondern nur in Teilbereichen gleichauf ziehen konnten. Zudem gibt die Studie Ratschläge, wie LYCOS iQ überarbeitet werden müsste, damit die Fragen bereichernd in Suchmaschinen eingebunden werden könne.

Veröffentlicht von Marc

Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, politische und netzpolitische Themen. Auch über Gadgets, oftmals aus dem Hause Apple und immer wieder gibt es Fotos aus dem Leben. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Sozialpädagoge in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).