Ein anderer Blickwinkel. Zum medizinisch betreuten Freitod

Claudia Klinger (@Humanvoice) hat gestern einen lesenswerten Blogpost veröffentlicht. Unter dem Titel Zum Recht auf einen medizinisch betreuten Freitod (Hart aber fair) schreibt sie zur tagszuvor gelaufenen TV-Diskussion “Hart aber fair”. Und Claudia Klinger vertritt aus einer individuellen Sicht das Recht auf einen medizinisch betreuten Freitod. Sehr anschaulich, sodass es mir schwer fällt ihr zu widersprechen.

Trotzdem muss ich ihr widersprechen. Nämlich aus einem gesellschaftlichen Blickwinkel, auch wenn ich aus dem Blickwinkel der Einzelperson kein Argument gegen den medizinisch betreuten Freitod sehe.

Analyse zur Sterbehile

Wo ärztliche Sterbehilfe legal ist, wird sie quer durch die Bevölkerung gleichmäßig in Anspruch genommen: nicht, wie befürchtet, überproportional oft etwa von chronisch Kranken oder Armen

Telepolis fasst einen Artikel des Journal of Medical Ethics zusammen und gibt einen kurzen Überblick über die Sterbehilfe in den Niederlanden und in Oregon (USA). Befürchtungen, dass bestimmte Randgruppen (wie z.B. ältere Menschen) die Sterbehilfe besonders in Anspruch nähmen, scheinen sich nicht zu bestätigen.