Pokerspam für kleine Blogbetreiber, aber ein netter Schnitzer …

Girly poker?, ursprünglich hochgeladen von mOOrango*

Auf leicht spammige E-Mails antworte ich eigentlich nicht. Eine recht unseriös aussehende E-Mail mit dem Angebot auf dieser Webseite Werbung zu schalten, flatterte in mein ansonsten spamfreies Postfach:

Böse aber kreativ – Warum Internetseiten nicht pauschal zuverlässig sind!

Was im Internet steht, ist richtig!

Mit dieser Einstellungen suchen und finden viele Leute im Internet. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Das Internet und die Suchmaschinen lassen sich manipulieren und geschickt für eigene Geschäftsinteressen einsetzen. Das ist die Aufgabe von Suchmaschinenoptimierern (SEOs). Sie sollen dafür sorgen, dass die Internetseite möglichst prominent gefunden wird. In bestimmten lukrativen Geschäftsbereichen ist dies wohl fast nur noch mit halblegalen oder gar illegalen Methoden möglich. Eine dieser Methoden soll hier einmal vorgestellt werden. Auf dass es helfe, die Vertrauenswürdigkeit von Internetseiten besser einschätzen zu können.

Pokern mit iQ: Spamt der schon oder SEO-ptimiert er noch?

COSMiQ (vormals LYCOS iQ) wurde zum 03. April 2018 eingestellt. Die Informationen auf dieser Seite werden nicht mehr aktualisiert, die Links funktionieren größtenteils nicht mehr und diese Seite wird nur aus melancholischen Gründen nicht gelöscht!

Vom Pokern lässt der kleine Affiliate lieber die Finger. Aber die private Krankenversicherung, ein kleiner Kredit, die Riester Rente, Horoskope und Ferienwohnungen gehen natürlich immer. Und zwar ohne große Probleme … Um es deutlich zu sagen, Lycos iQ hat ein Spammer-Problem, dass noch relativ unsichtbar für die Mitglieder der Community ist.

Affiliate? Kann man das essen?

Wer keine Lust auf einen langen Wikipedia-Artikel zum Thema Affiliate hat, dem erkläre ich es kurz am Beispiel Lycos iQ. Lycos möchte iQ bewerben und ist sogar bereit, dafür auch zu zahlen. Löblich, denn immerhin wollen sie ja etwas vermarkten. Ich möchte etwas Geld über meine Seite verdienen, also suche ich nach Werbung. Aber wenn Lycos mit allen kleinen Webseiten-Betreibern wie mir die Werbekonditionen aushandeln wollte, wären sie lange beschäftigt und ich käme wahrscheinlich nie auf die Idee, bei Lycos anzufragen. Diese Vermittlungsarbeit übernimmt nun ein Affiliate-Netzwerk. Im Endeffekt kann Lycos nun Werbung anbieten und ich kann mir aussuchen, ob ich Lycos iQ auf meiner Seite bewerben möchte. Geld gibt es für mich je nach dem angebotenen Vertriebsmodell, bei den meisten Modellen muss der mögliche gewinnbringende Besucher auf die Werbung klicken und oft auf der beworbenen Webseite auch noch etwas machen (z.B. eine Frage stellen).

SEO? Gibt es das auch für meinen Fernseher?

SEO bedeutet Suchmaschinen-Optimierung. Das sind meist Unternehmensabteilungen oder Agenturen, die dafür sorgen, dass die eigene Webseite auch gut von Suchmaschinen gefunden und möglichst weit oben in den Ergebnis-Listen steht. Für die momentan aktuellen Suchmaschinen bedeutet dies vor allem: Eine gute Webseite benötigt Links von anderen Webseiten. Und diese gibt es ja bei Lycos iQ kostenlos über den Linkkatalog. Mit etwas Geschick auch für eine kurze Zeit von der starken Startseite. Und auch dort klicken dann einige Leute, so hat der clevere SEO einige Besucher (viele sind es allerdings nicht) und einige Links bekommen.
Das grundsätzliche Problem ist hierbei nur, dass SEO Links setzen, weil sie dafür Geld bekommen. Und Suchmaschinen hingegen Links als Empfehlung für die Webseite begreifen.

Affiliate & SEO sind also …

Für den unbedarften Besucher sind die Links in Antworten und im Linkkatalog grundsätzlich eine Empfehlung. Hier zwischen Werbung für eine Webseite und ernst gemeinter Empfehlung eines anderen Lycos iQ-Mitglieds zu unterscheiden, gelingt meiner Auffassung nach nicht unbedingt allen. Und woran kann (und vor allem warum muss?) auch ein iQ-Mitglied nun diese Links bewerten? Bewerten als unnütz und reine Werbung? Bewerten als mehr oder unbrauchbaren Link zu einem weiteren Affialiteprogramm?

Andere Social Bookmarking-Dienste wie Mister Wong und delicious haben ähnliche Probleme. Und meines Wissens nach auch noch keine adäquaten Lösungen gefunden. Bei Lycos iQ fühlen sich aber die Affiliate-/SEO-Spammer auf alle Fälle gut aufgehoben. Denn einer der geschickteren Spammer kann diese Links auch noch in Antworten unterbringen. Quasi mit Garantie, dass der Link auch wirklich von Suchmaschinen gefunden wird und zudem Fragesteller und einige weitere Antwortenden zusätzlich noch auf den Link klicken.

Und wie viel Geld steht dahinter?

Über das Partnerprogramm, über das ich hier die Werbung für Lycos iQ eingebunden habe, kann man auch Werbung für die unterschiedlichsten Angebote machen. Für die Vermittlung einer privaten Krankenversicherung können bei einem Anbieter zwischen 15 und 135 Euro herausgeholt werden, zwischen 8 und 90 Euro und einer bietet sogar eine Provision von 2 bis 45 Euro alleine für die Anfrage eines potentiellen Kunden an.
Für einen vermittelten Kredit gibt es je nach Kreditvermittler mal zwischen 50 und 130 Euro, zwischen 100 und 140 Euro oder sogar eine Pauschale von 45 Euro plus 1,25% des vermittelten Kredits.

Hat noch jemand Fragen, warum so mancher die Registrierung und das lästige "Link hinzufügen" häufiger angeht?!

Dropping names

Wenn man einfach mal die iQ-Suche mit bestimmten Begriffen füttert, wird man schnell fündig. Kredite, Ferienwohnung, Preisvergleich, Riester Rente, Versicherung, private Krankenversicherung, Horoskope und natürlich auch Poker sind solche beliebten, weil gewinnträchtigen Begriffe.
Und dort sind auch gleich die ersten Spammer zu entdecken: dimi347, Theo17, MarianneW, peilsender1, hintuz, Fritzerle und Starsky1975. Das Kopieren der Namen in diesen Blogbeitrag hat länger gedauert, als das Herausfinden selbiger …

Geschickter sind dann diejenigen, die nicht nur Links speichern, sondern auch gleich Antworten zu ihren Gebieten geben. DudeQT aus dem Bereich Poker hat nur einen Link, aber dafür gleich zwei Fragen mit eben diesem beantwortet. Franke.Daniel sucht im Finanzgeschäft seine großen Verdienste, 37 Links zu 35 Antworten. Ulex71 macht Werbung für horoskope-direkt.de und fastcontent.de, 139 Antworten und 132 Links und auch noch 5 Fragen, von denen 4 mal gleich die Bedürfnisse und Gewohnheiten der iQ-Mitglieder nachfragen.

Und nun?!

Tja, sollten solche Nutzer von Lycos iQ nicht ausgeschlossen werden? Ich plädiere für ein deutliches "Ja!". Und wenn sie schon wie der Reviermeister deaktiviert werden, dann sollten wohl auch ihre spammy Links deaktivert werden, nicht?! Auch wenn es eine echt nervige Arbeit ist bei über 450 Links ( iq.lycos.de/lili/exp/Reviermeister/ ).
Und über den Umgang mit ansonsten aktiven Mitgliedern, die sich bei Lycos iQ Hilfen für ihre Spam-Seiten ( gk-gratisproben.de / GK-G ) holen, sollte sich jeder selbst Gedanken machen. Denn es gibt Internetseiten mit Werbung und Internetseiten, die ausschließlich aus Werbung bestehen.

Bookmarkt sozial!

Im August letzten Jahres habe ich meinen Beitrag zu Spam in der Social Search gepostet und war mir eigentlich schon im Klaren darüber: Social Bookmarking (und damit auch die Social News-Portale) werden zunehmend wichtiger. Zwar habe ich seitdem immer mal wieder bei Social Bookmarking-Dienste nach guten Links gesucht, aber auf die konventionellen Suchmaschinen wie Google und Yahoo habe ich eigentlich nicht verzichtet.

Spambots sind blöd …

… und füllen deshalb jedes Feld aus, das ihnen angeboten wird. Das ist die Idee hinter einem neuen Ansatz zur Bekämpfung von Kommentarspam.
Zusätzlich zu den gewohnten Feldern im Kommentarbereich, also Name, E-Mail und Webseite, gibt es ein weiteres viertes Feld. Wenn auch in diesem Feld etwas steht, dann wird der Kommentar als SPAM behandelt. Und weil Spambots ebenfalls kein CSS verstehen, kann für die menschlichen Besucher dieses Feld einfach unsichtbar gemacht werden.

Wie man diese Idee in WordPress einbindet, erläuterte der Nasendackel schon im Juni diesen Jahres: http://www.nasendackel.de/2007/09/17/endlich-spamfrei/

Veröffentlicht am
Kategorisiert in Allgemein Verschlagwortet mit ,

Spam-Schutz?!

Um (WordPress-) Blogs vor Spam zu schützen, gibt es mittlerweile nicht nur Anti-Spam-Plugins wie Spam Karma, die Spam-Kommentare und Trackbacks herausfiltern. Nein, auch kleinere Mathe-Aufgaben findet man immer häufiger als Spamschutz. Ich überlegte schon mal daran Math Comment Spam Protection Plugin zu verwenden, habe mich dann aber aufgrund des relativ geringen Spam-Aufkommens hier und der “Unannehmlichkeiten” für die Kommentierenden dagegen entschieden.

Richtige “Unannehmlichkeiten” dürften allerdings dieser Spamschutz den Otto-Normal-Nicht-Mathematiker bereiten.

Spam aus dem Hause Lycos

Ich habe ja in letzter Zeit einige Beiträge über Lycos iQ geschrieben, wovon ich immer noch begeistert bin. Einige der anderen Lycos-Produkte, nämlich die Jubiiblogs (ehemals www.jubiiblog.de), glänzen allerdings nicht so leuchtend.

Dort haben sich nämlich ungestört einige Spammer eingenistet, wie der popkulturjunkie richtigerweise bemerkt. Manchmal habe ich ja das Gefühl, dass sich Lycos nicht mehr richtig um seine Produkte kümmert, wenn sie erstmal gelauncht wurden.

“Geben sie mir bitte zur Sicherheit nochmal ihre Kontodaten. Unser System hatte da eine Fehlfunktion … “

heise online berichtete gestern über den aktuellen Bericht der schweizerischen Melde- und Analysestelle Informationssicherung.
Bei solchen Telefonanrufen sollte man also vorsichtig sein.