Honor 8. Es ist mir eine Ehre

Wer billig kauft, kauft zweimal! heißt es. Ob das wohl auch auf mein neues Honor 8 zutrifft? Honor ist bekanntermaßen die zweite Produktlinie von Huawei, die nicht wirklich in den Premiumbereich strebt. Mit einem kleineren Werbebudget und nur einem Onlinevertrieb könnte allerdings schnell ein solcher Eindruck entstehen.

Das Äußere des Honor 8

Das Honor 8 macht optisch doch etwas her. So besteht die Rückseite aus mehreren Schichten Glas, was einen coolen Spiegeleffekt bewirkt. Das sieht man auf dem unteren Foto recht gut, auch wenn ich ein älteres iPad aus Fotoapparat nehmen musste.

Spiegelnde Rückseite des Honor 8
Spiegelnde Rückseite des Honor 8

Die offizielle Produktseite des Honor 8 hat natürlich noch mehr Fotos auf Lager. Und selbstverständlich ist auf allen das Smartphone ordentlich geputzt. Denn die Glasrückseite ist ein starker Magnet für Fingerabdrücke. Und zusammen mit dem seitlichen Metallrahmen ist das Honor 8 schon ein rutschige Angelegenheit. Hier erscheint mir momentan ein Case der einzig gangbare Weg.

Fingerabdrucksensor

Über zwei Jahre war ich den Fingerabdrucksensor des iPhone 6 gewohnt. Dieser funktioniert grundsätzlich gut, hat aber mit feuchten Fingern ein Erkennungsproblem. Der Fingerprintsensor des Honor ist deutlich schneller, hat aber auch ein paar Probleme mit Nässe. Im Alltag funktioniert die Erkennung aber zuverlässig und rasend schnell. Den Sperrbildschirm sehe ich nur in seltenen Fällen.
Ungewohnt ist noch die Position des Fingerabdrucksensors auf der Rückseite des Geräts. Liegt das Honor 8 auf dem Tisch, muss man es erst umständlich anheben. Zieht man es aber aus der Tasche und möchte es in der Hand haltend bedienen, ist es einegelungene Positionierung.

Über die Einstellungs-App lassen sich dem Fingerabdrucksensor noch weitere Aktionen zuordnen. So bewirkt ein Wischen von oben nach unten, dass die Benachrichtigungsleiste herunter gezogen wird. Und ein einmaliges Drücken startet die Kamera-App.

Kamera / Fotos

Kameras in Smartphones sind mittlerweile eine Wissenschaft für sich. So hat Huawei eine Kooperation mit Leica und alle Topsmartphones übertreffen sich in der Qualität der Fotos. Waren früher die Megabyte eines Smartphonefotos sind nun Blendengröße, optische Bildstabilisation, 4K-Videos und zwei Linsen die Qualitätskriterien. Für meine Bedürfnisse reichen die Kameras des Honor 8 (ja, auch Dualkamera auf der Rückseite) vollkommen aus. Diese beiden bewirken einen netten Effekt: Über eine spezielle Einstellung lässt sich im Nachhinein der Fokuspunkt des Fotos beliebig verschieben. Das habe ich beispielsweise auf dem untenstehenden Bild gemacht:

Testfoto mit dem Honor 8: Das alte iPhone 6 steht zum Verkauf
Testfoto mit dem Honor 8: Das alte iPhone 6 steht zum Verkauf

Akku

Nach einer Woche Nutzung bin ich mit dem Akku zufrieden. Ich komme mit meiner aktuellen Nutzung, die noch aus sehr viel Herumprobieren etc. besteht, problemlos über den Tag. Weder muss ich zwischenzeitlich aufladen, noch geht am Abend das Honor 8 von alleine aus. Vielleicht reicht es dann bald auch für zwei komplette Tage, das wird sich aber erst zeigen. Denn ich bin gewohnt, das Smartphone über Nacht aufzuladen.
Honor hat eine Schnellladefunktion verbaut, die in einer halben Stunde ein Aufladen von >45% des Akkus ermöglichen soll. Das soll aber nur mit dem mitgelieferten Quickcharger möglich sein.

Android / EMUI

Um die Akkulaufzeit ohne Schwierigkeiten zu erreichen, hat die Huawei-Oberfläche EMUI einige Funktionen mitbekommen. Unter anderem wird der Benutzer über stromverbrauchende Apps informiert und alle möglichen Apps werden deaktiviert, wenn das Honor 8 gesperrt wird. Dadurch funktionieren bei vielen Apps die Benachrichtigungen nicht mehr und müssen erst aufwendig eingestellt werden.
Durch diese ganzen Einstellungen und Benachrichtigungen hatte ich in den ersten Tagen den Eindruck, dass sich alles -und zwar wirklich alles- um die Akkulaufzeit drehen würde.

Seit Ende Januar 2017 gibt es für das Honor 8 auch Android 7.0 mitsamt der Oberfläche EMUI 5.0. Das habe ich relativ direkt installiert, sodass ich keinen Vergleich zum alten Android &/EMUI 4.1 ziehen kann. Das System ist flüssig, Apps oder die Oberflächen sind bislang nie abgestürzt. Allerdings hatte ich bei zwei, drei Gelegenheiten den Eindruck, als reagiere der Touchscreen deutlich verzögert.

Optisch hat sich bei vielen Apps und beim System selber viel getan, wenn ich mich an meine Erfahrungen vor vier, fünf Jahren zurück erinnere. Das System sieht in den meisten Fällen aufgeräumt und ansehnlich aus, auch wenn es in Sachen Konsistenz an iOS nicht heranreichen kann.
Allerdings sind die Einstellungen vollkommen unübersichtlich. Denn es gibt die Einstellungs-App, die Designs-App, die Einstellungen des Launchers, den Telefonmanager und die HiCare-App. Und neben diesen ganzen Apps gibt es noch die diversen Google-Kontoeinstellungen und Einstellungen der einzelnen Google-Apps, die ja tief im System verankert sind. Zwischen den Apps gibt es manchmal Verlinkungen und durch das einheitliche Design ist mir nicht immer klar, in welcher App ich mich jetzt gerade befinde. Vielleicht hat ein Android-Experte nicht solche Probleme, für mich ist es undurchsichtig und unlogisch.

Die technischen Daten des Honor 8

OS: Android™ 7.0 (EMUI 5.0) ab Jänner 2017
Farben: Blau, Weiß, Schwarz – Premium: Blau, Gold
Display: 5,2 Zoll FHD (1920 x 1080 Pixel ,1080P)
Platform: Hisilicon Kirin 950 (4 x Cortex A72 2.3GHz + 4 x Cortex A53 1.8GHz)
Batterie: 3000mAh(Fix), 2900mAh(Nennleistung)
Kamera: Hauptkamera: 12 MP Dual-Kamera – Frontkamera: 8MP mit Blitzlicht
Speicher: 4GB RAM, 32GB ROM – Premium: 64GB ROM
Verbindungen: Wi-Fi 802.11ac/a/b/g/n, 2.4G/5G; Bluetooth 4.2, USB 2.0 mit USB Typ C Oberfläche
Maße: 145.5 x 71.0 x 7.45 mm
Gewicht: 153 g
SIM-Slot:
SIMKarte 1(Hauptkarte): LTE FDD/TD-LTE/WCDMA/GSM/EGSM/DCS/PCS
SIMKarte 2(Teilung mit microSD-Karte): GSM/EGSM/DCS/PCS
Fingerabdruck: Ja (Smart Key)
NFC: Unterstützt NFC (kein eSE)
Sensoren: Beschleunigungsmesser, Näherungssensor, Umgebungslichtsensor, Gyro-Sensor, Kompass, Hallsensor
Externes Interface: Standard USB Typ C, microSD Karten-Slot (Nutzung SIMKarte 2 Slot ), 3,5 mm Headset
Ladegerät Ausgang: 9V, 2A
Sonstiges: Infrarot-Fernbedienung

Preis / Leistung

Je nach Farbe und Speicherausstattung kostet das Honor 8 zwischen 360 und 450 Euro (Amazon). Ein iPhone 7 in der kleinsten Ausstattung kostet aktuell circa 680 Euro, also fast das Doppelte.

Nun werde ich in den nächsten Wochen und Monaten überprüfen, ob ich auf die (iCloud-)Integration mit meinem MacBook, meine gewohnten Apps verzichten und meine Bedenken gegenüber dem datenhungrigen Google stärker werden. Nach meiner ersten Erfahrung ist das Honor 8 ein sehr gutes Stück Hardware mit recht guter Software und einem wirklich guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fünf mal Speed? Das iPhone 5S ist bei mir angekommen

Nun ist es seit einigen Tagen da. Mein neues iPhone. Nach dem Abschied von meinem alten iPhone und einem Abstecher zu Android, bin ich wieder bei Apple gelandet. Nicht nur mit einem neuen Macbook Air, sondern nun auch mit einem neuen iPhone 5S.

Es wurden dann das Modell in weiß/silber mit 16GB. Denn auch wenn die Gold-Variante viel Aufmerksamkeit auf sich zog, fand ich die ersten Fotos nicht so ansprechend. Hässlich ist der milde Goldton sicherlich nicht, aber genauso wie die spacegrey-Ausführung (oder Weltraum-Grau auf deutsch) hat sie mich nicht überzeugt.

The Apple Way?! Und alles wird bunter dank Cyanogen, Jolla, Microsoft, Google, Samsung… ?

Apple macht es seit Jahren: Sie verkaufen Hardware und Software gemeinsam. Früher, als iPods, Smartphones und Tabletts noch niemand kannte, waren sie damit wenig erfolgreich. Das System PC funktionierte besser. Man konnte sich seinen PC selber zusammenbauen, ein Komplett-Angebot aus dem Technikmarkt kaufen und irgendwie bekam man Windows darauf installiert und alles war gut. Die waghalsigen Nutzer griffen zu Linux, aber wer die einzelnen Bauteile herstellte, war meistens recht egal. Hauptsache sie passten einigermaßen zusammen. Neben der auf Offenheit eingeschworenen Linux-Community gab es noch die reichen Designer, Filmschnitt-Typen und Profi-Fotografen. Die brauchten für ihr hippes Kreativzeug diese sündteuren Macintosh-Computer. Mit diesem Weltbild der Computerlandschaft wuchs ich auf. Und schmierte schon recht schnell meine eigene Silberpaste zwischen CPU und Lüfter.

Jedes Smartphone (iPhone, Android, Blackberry) kann von der NSA ausspioniert werden

Vor ein paar Tagen twitterte ich, dass ich nur auf die Meldung über den Vollzugriff der NSA auf Smartphones warte. Insbesondere beim iPhone hatte ich dies erwartet. Schließlich ist Apple eine US-Firma mit einem sehr hohen Marktanteil. Logisch, wenn der Geheimdienst auf dieses Smartphone einen genaueren Blick werfen wird:

Samstagabend war es dann soweit. Einen Tag nach meinem Tweet brachte der Spiegel die Meldung. Interessanterweise bezieht sich der Spiegel nicht explizit auf den Whistleblower Snowden, sondern spricht nur von internen Dokumenten, die sie einsehen konnten. Und es ist natürlich nicht nur das Apple iPhone, sondern es sind auch Android-Smartphones und Blackberry-Telefone. Die übrigens vor wenigen Monaten noch eine große Sicherheitsfreigabe des us-amerikanischen Verteidigungsministeriums bekommen haben.

iPhone 4S
iPhone 4S

Der Framework-Trick für ein schnelleres OTA Update auf Android 4.3 [Update]

Google verteilt das Update auf Android 4.3 nicht an alle Nexus-Benutzer gleichzeitig. Es wird nach und nach verteilt, damit auf mögliche Fehler schnell reagiert werden kann. Zwar fragt man sich schon, ob das nicht durch ein vorheriges ausgiebiges Testen schon erledigt werden kann, aber ändern wird Google dieses Vorgehen nun erstmal wohl nicht.

Durch einen Trick soll man sein Nexus-Gerät aber schneller dazu bekommen, das Update auf Jelly Bean 4.3 anzuzeigen. Bei mir hat es funktioniert, aber ich las auch mehrere Berichte, wo es nicht funktionierte.

[Update 23.11.2014] Google warnt vor diesem Trick, da er Probleme bereiten kann. Und erklärt, dass die Updates nach dem Zufallsprinzip verteilt werden.

Zusätzliches Datenvolumen bei A1 kündigen für Anfänger

Tarifoption Zusätzliches Datenvolumen in der A1 App "Mein A1"
Tarifoption Zusätzliches Datenvolumen in der A1 App “Mein A1”

Bequem kann der geneigte Kunde des österreichischen Mobilfunkers A1 zusätzliches Datenvolumen zu seinem Tarif hinzubuchen. Über die konzerneigene Mein A1 App braucht man nicht einmal eine Minuten für das Bestellen. Das habe ich vor einiger Zeit auch in Anspruch genommen und natürlich wieder vergessen zu kündigen. Was ja auch der Sinn von solchen Optionen ist, die sich dann monatlich von alleine verlängern.

Nach dem Rauswurf: Adaway ohne den Playstore installieren!

Vor circa einer Woche hat Google alle Adblocker-Apps aus dem Playstore geworfen. Adfree, Adaway, Adblock+ etc. wurden komplett entfernt. Sie lassen sich nun nicht mehr bequem mit dem auf jedem Android-Phone installierten Playstore herunterladen. Es ließ sich überall lesen, z.B. bei Heise, Venturebeat, Caschy und Linuxundich.