Muss man wissen! Sollte man lesen. Das Dr. Axel Stoll Interview

Ich habe beim Schreiben über dieses Buch etwas Angst. Dass ich wiederhole, was Holger (holgi) Klein bereits schrieb im Vorwort. Und um wenigstens meine eigenen Worte zu benutzen, lese ich vor dem Schreiben dieser kleinen Rezension das Vorwort nicht noch einmal. Ich hoffe, du weisst diese Professionalität zu schätzen. Und nun zum Buch. Oder besser gesagt zum Interview. Denn das Interview mit Dr. Axel Stoll nimmt nicht nur den Großteil des Buches ein, sondern ist auch dessen Grundlage.

Und wer zur Hölle ist Dr. Axel Stoll? Muss man das wissen?

Nur weil Stoll einen Wikipedia-Eintrag hat, muss man ihn nicht kennen. Auf YouTube mag der eine oder andere schon auf ein Stoll-Video gestossen sein. Stärker bekannt dürfte sein Mantra Muss man wissen sein (z.B. Google Bildersuche o. Bing Bildersuche). Mit diesem Satz beendet er, wenn man seinen YouTube Videos glauben mag, viele seiner vorgetragenen Verschwörungstheorien. Ein solches Mantra schützt vor Diskussionen seiner Thesen. Schließlich muss man (es) wissen und eben nicht diskutieren.

Im Interview und der Nachbetrachtung klären sich weitere biographische Daten. Muss man ja wissen, um wen sich das Buch dreht.

Geschirrtücher mit Hakenkreuz?!

Ich muss zugeben, der Artikel von Spiegel Online über die Räumung eines Zeltlagers der rechtsextremen HDJ irritierte mich etwas.

Die Kinder seien mit nationalistischem Gedankengut “regelrecht beschult” worden. Zudem fand die Polizei Geschirrhandtücher, Schriftstücke, Liedtexte und Tagebücher mit Hakenkreuzen. Wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen laufe ein Ermittlungsverfahren.

Kein guter Rückblick zum Topic Internet

Seit September 2005 blogge ich nun, wie ich gerade mal wieder festgestellt habe. Und im Laufe der Zeit geraten doch einige Beiträge in den Hintergrund und geraten in Vergessenheit.
Gerade für den Bereich Internet hatte ich aber einige Überlegungen, die ich immer noch für aktuell und weiterhin lesenswert halte. Denn von mehr oder weniger tagesaktuellen Postings, die die neuen Versionen von Firefox, WordPress oder diversen Linux-Distributionen ankündigen, habe ich mich mittlerweile doch verabschiedet. Denn ich bin weder schnell genug, um der erste mit solchen Informationen zu sein, noch könnte ich Interessantes außerhalb der jeweiligen Release-Notes beitragen.

volksverhetzende Videos im NPD-Landtagswahlkampf 08 [Update]

Ich war ja kurz in Versuchung, den Wahlwerbespot der NPD Hessen hier mit einzubinden. Der zeigt nämlich m.E. recht deutlich die politische Kompetenz der NPD (Hessen): absolut lächerlich.

Patrick Gensing hat im NPD-Blog den NPD-Spot zur Dokumentation eingebunden. Als durchaus fähigem Journalisten, der neben der Tagesschau auch noch beim neuen Blog Störungsmelder schreibt, traue ich ihm einfach zu, dass er weiß, was macht: NPD-Hessen schreibt Wahlkampfgeschichte [mit eingebundenem NPD-Wahlwerbespot]

Der Hessische Rundfunk hat übrigens geklagt, dass er die Wahlwerbung der NPD Hessen nicht ausstrahlen muss. Und der HR hat auch Recht bekommen und muss den Spot nicht senden, da er als volksverhetzend beurteilt [vormals: http://www.pr-inside.com/de/hessischer-rundfunk-muss-npd-wahlwerbespot-nicht-r369854.htm] wurde.

Für die niedersächsische NPD gibt es nicht so viel Medienaufmerksamkeit. Auch wenn ich persönlich deren Wahlwerbespots für weitaus volksverhetzender halte. Vielleicht weil sie auf mich einfach nur hetzend und kein bisschen lachhaft wirken. Einen Link zu diesen gibt es deshalb auch definitiv nicht. Nur einen kurzen Verweis auf das NPD-Blog, auch die niedersächsische NPD hat dem neuesten Rechtsschwenker von Hessens Roland Koch wohl zugestimmt.

Bei F!XMBR gibt es mehr zu Roland Koch und auch kreative Lösungsvorschläge, durchaus lesenswert …

[Update] Der Nachrichtendienst redok meldete gerade, dass der Hessische Verwaltungsgerichtshof das Urteil aufgehoben hat. Und damit der Hessische Rundfunk den Wahlwerbespot der NPD doch senden muss. Andere Quellen, die dies ebenso bestätigen habe ich bislang allerdings nicht gefunden.

Nazidemonstrationen ignorieren?! Rechtsextreme Demonstrationen als Normalzustand?!

Der Störungsmelder veröffentlichte heute einen Beitrag unter dem Titel Nazis ignorieren? und führt jeweils drei Argumente für bzw. gegen ein Ignorieren von Nazi-Aufzügen an. Das Ignorieren einer rechtsextremen Demo ist aber immer das falsche Mittel, hier vier weitere Argumente gegen ein Wegschauen:

Antisemitismus ist ein wesentlicher Punkt des heutigen Rechtsextremismus (Nachtrag)

Patrick Gensing liefert mit seinem Beitrag Hintergrund: Was bedeutet Rechtsextremismus eigentlich? eine gute Basis zur Auseinandersetzung mit der Frage, was Rechtsextremismus eigentlich ist. Zwei Unterschiede zu meinem älterer Artikel Ideologie des Hasses – Begriffsdefinition finde ich aber noch erwähnenswert und durchaus wichtig:

Melle unite!

Morgen abend scheint sich in Melle eine Bürgerinitiative zu gründen, wie Melle sagt Nein! schreibt. Unter dem Namen “Melle sagt Nein zu Nazis – im Bahnhof und anderswo! scheint sich langfristiger und kontinuierlicher Protest zu organisieren. Viel Erfolg!

Und die wehende Fahne scheint sich auch erstmal erledigt zu haben.

Ich habe schon schlechtere Nachrichten gehört … :)

[Nachtrag 20.10.2007] Es gibt mittlerweile einen kurzen Bericht darüber.

Eva Herman bei Kerner

Das Thema hat wohl einige beschäftigt, dass Herman bei Johannes B. Kerner rausgeflogen ist.

Hier einige Links zum Thema: