Fingerabdrücke des Browsers?!

Bundesarchiv, B 145 Bild-F000065-3072 / Arntz, Prof. / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Fingerabdrücke wurden in den letzten Wochen und Monaten häufiger diskutiert. Es war aber nicht immer nur der Fingerabdrucksensor des neuen iPhone 5S, sondern immer öfter tauchten die browser fingerprints in den Schlagzeilen auf. Beide haben wenig gemeinsam. Außer vielleicht dem dahinter liegenden Gedanken, dass Fingerabdrücke eher mit einem Nutzernamen als einem Passwort zu vergleichen sind.

Henning Tillmann, ein frischgebackener Informatiker, hat festgestellt, dass sich Browser mehr oder weniger eindeutig einem Benutzer zuordnen lassen:

Bei Facebook mit einem Pseudonym vor den Kollegen verstecken?

Viele benutzen Facebook nur für sehr persönliche Kontakte und wollen ArbeitskollegInnen möglichst nicht auf ihrer Freundesliste haben. Das ist verständlich und vollkommen legitim. Hat man aber seine private Telefonnummer einmal weitergegeben, seine private Emailadresse oder benutzt man gar die dienstliche Emailadresse oder das Diensthandy für Facebook, ist es mit der Privatsphäre nicht mehr weit her. Denn die automatische Adressbuch-Synchronisation bieten fast alle Smartphones an. Und da tauchen dann schon einmal die privaten Facebookprofile auf.

Willkommen bei Facebook
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Google Standortverlauf. Irgendwie beängstigend

Besuchte Länder - Google Standortverlauf
Besuchte Länder – Google Standortverlauf

Hast du ein Android-Smartphone? Und dort nicht das Teilen des Standortes mit Google ausgeschaltet? So wie ich? Dann solltest du dir mal den Standortverlauf bzw. die Zusammenfassung im Dashboard anschauen. Die Übersicht über besuchte Länder (vgl. Screenshot) sieht noch recht harmlos aus. Die graphische Darstellung der am häufigsten besuchten Orte, samt Aufenthaltsdauer, macht mich ein wenig unruhig. Ich habe die Standort-Erfassung dann erstmal ausgeschaltet.