Lesetipp: Wirkungsorientierung in der Sozialen Arbeit – die fachliche Perspektive ist zentral

Aus der Beschreibung:
Unter Wirkungsorientierung wird zunächst allgemein betrachtet die Forderung zur Hinwendung zu Wirkungen sozialer Dienste verstanden (vgl. Polutta, 2013, S. 1108).

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Kindeswohlgefährdungen in Deutschland in 2012

Braucht noch jemand das ein oder andere Argument, dass der soziale Sektor ausgebaut werden muss? Das Jugendhilfeportal zeigt gerade einige Zahlen zur Kindeswohlgefährdung in Deutschland:

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 17 000 (16 %) eindeutig als Kindeswohlgefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Bei 21 000 Verfahren (20 %) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). In 68 000 Fällen (64 %) kamen die Fachkräfte zu dem Ergebnis, dass keine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Jedoch wurde in jedem zweiten dieser Verfahren ein Hilfe- oder Unterstützungsbedarf durch das Jugendamt festgestellt.

Und nur um es noch einmal deutlich zu sagen: Das sind die Zahlen eines Jahres (nämlich 2012).

Husten? Oder wollen sie nur einen billigen Rausch?

So wirklich hatte ich von diesem neuen Drogen-Trend noch nicht gehört. Hustensaft mit dem Wirkstoff Dextromethorphan (DXM) soll laut dem NDR eine neue, billige Droge sein. Und zwar anscheinend von Jugendlichen bevorzugt — verständlicherweise denn Hustensaft ist legal zu erwerben, einfach zu erwerben (jeder weiß doch, wo in seiner Nähe eine Apotheke ist) und anscheinend auch noch relativ billig. Nicht ganz unwichtig dürfte ebenfalls sein, dass Hustensaft ein zugelassenes Medikament ist. Also vielleicht als scheinbar ungefährliche Droge wahrgenommen wird. Scheinbar — Horrortrips, Panikattacken, Herzrasen, komatösen Zuständen, Krampfanfällen, Krankenhausaufenthalten und Nahtod-Erfahrungen sind nach dem NDR-Bericht auch nicht gerade unüblich.

In den USA ist dieser Medikamentenmissbrauch schon unter dem Namen Robotripping bekannt und es gibt dort schon Studien zu der Thematik: Of all CPCS dextromethorphan abuse cases, 74.5% were aged 9 to 17 years;. Der Spiegel berichtete Ende letzten Jahres ausführlicher.

Zum Mitnehmen oder hier essen?

world food day

Und wer jetzt beim Stichwort Welternährungstag an hungernde und verhungernde afrikanische Kinder mit Blähbauch denkt, liegt sicherlich nicht falsch. Sterben doch täglich um die 24.000 Menschen an Hunger und den Folgen. Aber auch ein Blick vor die eigene Haustür lohnt sich: Die staatliche Unterstützung Hartz IV reicht selbst in einem der reichsten Industrieländer nicht aus, um Kindern eine gesunde Ernährung zu bieten (siehe Der Tagesspiegel, Focus, Sozialhilfe 24 usw.).

Motto des diesjährigen World Food Days ist übrigens: The Right to Food

Grafik: FAO.org

Studieren ist nichts für Arbeiterkinder

Von 100 Akademikerkindern können immerhin 83 ein Hochschulstudium aufnehmen. Von 100 Kindern aus den sogenannten bildungsfernen Familien schaffen es nur 23. Wer aus einer Beamtenfamilie stammt, in der mindestens ein Elternteil eine akademische Ausbildung genossen hat, bekommt demnach eine fünfeinhalb Mal so hohe Bildungschance wie gleichaltrige und vielleicht talentiertere Kinder aus Arbeiterfamilien.

hält Thorsten Stegemann fest und stellt die aktuelle Studie des Deutschen Studentenwerkes dazu vor: Soziale Auslese für Fortgeschrittene

Modellprojekt in Niedersachsen für werdende Mütter

Ich habe zwar schon einmal etwas von dem Projekt Pro Kind – Wir begleiten junge Familien gehört, hatte es allerdings bislang immer wieder vergessen. Nun hat Telepolis das Modellprojekt in einem Artikel vorgestellt: Hausbesuche für einen guten Start ins Leben

Die Idee endlich mal präventiv aktiv zu werden, ist wohl schon längst überfällig. Nicht nur weil es sich wahrscheinlich langfristig auch monetär rechnet, sondern weil damit der Staat auch seiner Verantwortung beginnt gerecht zu werden.