Last.fm – einfach Musik hören

Mehr oder weniger Langeweile und ein Überdruss an den eigenen CDs trieb mich vor einigen Tagen in die Fänge von Last.fm. Man kann dort ganz einfach Musikhören übers Internet.

Jüst registrieren, Client herunterladen oder je nach Betriebssystem einfach Amarok anwerfen. Ich habe dann begonnen, indem ich nach einer eher unbekannten Hiphop-Gruppe, nämlich Microphone Mafia, gesucht habe. Die dann auch gefunden wurde. Der Witz ist nun, dass ich nicht einfach nur Lieder von Microphone Mafia anhören kann, sondern mir ähnliche Titel/Musiker vorgeschlagen bzw. einfach abgespielt werden. Diese kann man “Bannen”, “Lieben” oder auf die eigene “Playlist” setzen. Und dann bekam ich in den letzten Tagen immer wieder gute, weil ähnliche Musik zu hören. Es funktioniert einfach …

Der Tipp ist jetzt nicht wirklich neu, aber im Gegensatz zu so vielen mir bekannten Web 2.0-Produkten funktioniert Last.fm einfach ohne Probleme. Wenn man allerdings nicht ein öffentliches Profil mit seinem Musikgeschmack haben möchte, sollte man sich durchaus mit einem Synonym und einer ansonsten eher unwichtigen E-Mailadresse registrieren. Vielleicht ist die Chefin ja kein Hiphop-Fan ;)

Krimi goes Web 2.0

COSMiQ (vormals LYCOS iQ) wurde zum 03. April 2018 eingestellt. Die Informationen auf dieser Seite werden nicht mehr aktualisiert, die Links funktionieren größtenteils nicht mehr und diese Seite wird nur aus melancholischen Gründen nicht gelöscht!

Das ein Krimi geschrieben wird, ist nicht wirklich spektakulär. Dass ein Krimi von Roberto Bardéz geschrieben wird, ist auch nicht neu. Schließlich ist die Korfu-Krimireihe zwar meines Wissens nach nicht auf den Bestsellerlisten der deutschen Feuilletons, aber sie ist durchaus spannend und lesenswert.

In einem ausführlichen Konzept ist die Idee dargestellt: Unter Federführung von Bardéz liefert die iQ-Community Ideen für den Krimi. Für die weitere Handlung, für die Ausgestaltung der Charaktere und kritisiert die Rohentwürfe, die nach und nach veröffentlicht werden.
Neben dem Spaß an der Freud springt für die iQ-Mitglieder die Nennung als Mitautor raus. Und wenn dem Krimi auch ein kommerzieller Erfolg blüht, eine Party, die in die Annalen der Geschichte eingeht.

Die Fragen (und Diskussionen) zum Krimi findet man bei Lycos iQ unter dem Tag RendezvousmiteinemMörder. Denn “Rendez-vous mit einem Mörder” ist der Arbeitstitel dieses Krimis, indem eine junge Frau ermordet wird. Sie lebt abgeschieden von der Welt und ihr soziales Leben spielt sich scheinbar nur in einer Online-Wissenscommunity ab – Lycos iQ.

Fick die Cops

Das baden-württembergische Innenministerium hat bei der Generalstaatsanwaltschaft Berlin Anzeige erstattet wegen eines gewaltverherrlichenden Musikvideos. Das Video “Fick die Cops” der Berliner Gruppe DeineLTan verherrlicht -wer hätte es bei diesem Titel gedacht- Gewalt gegen Polizisten was völlig indiskutabel [ist] und darf nicht hingenommen werden, so die Pressemitteilung.
Wie heise online berichtet, ist das Video weiterhin bei Youtube und Myspace zu sehen, auch wenn es auf der Homepage der Band nicht mehr zu sehen ist.

Das Video und auch das oben verlinkte zweite Video “L-Bogen raus” sind meiner Meinung nach echt peinliche Videos. Alleine die Gewaltpropaganda scheint im Vordergrund zu stehen und die “Musiker” scheinen sich damit als Streetgang promoten zu wollen. Das ist ebenso peinlich wie der von Patronen umrahmte Totenkopf auf der Homepage der Band.

Ähnlich peinlich ist die mittlerweile anscheinend eingestellte Internetshow “große fische kleine fische”. Die haben ein Hitlerbild an der Wand hängen und die äußerst redegewandte Moderatorin, Lady Ray, wird andauernd von obzönen Handpuppen unterbrochen. Was aber nicht wirklich schlimm ist, denn die anscheinend studierte Germanistin schafft es kaum, einen vollständigen Satz zu formulieren. Wer sich diesen Schrott einmal antuen möchte, sollte sich den Besuch von Henning Wehland (H-Blockx) anschauen. Der hängt zu Beginn wenigstens das Hitlerbild ab.

Gangsta und dämmlich sein ist momentan wohl im Kommen …

Linux ist inakzeptabel!

Der Drucker will nicht, WLan lässt sich nur mit viel, viel Geduld und Glück installieren und beim Videoschnitt hat man außer Cinelerra keine Wahl. Zwar sind Amarok zur Musikverwaltung und Digikam als Photoverwaltung ungeschlagen, aber wenn dann auch noch Tor Schwierigkeiten macht …

Ich krame jetzt jedenfalls seit einer geschlagenen halben Stunde nach einer alten Klicki-bunti-OEM-DVD. Bis mir aufgefallen ist, dass es keine DVD, sondern wahrscheinlich doch eher Disketten sind, nach denen ich suchen muss …

Peinliche Farbtöpfe

Von zwei Seiten wurden die Neonazis unter Druck gesetzt: Auf dem Puschkinplatz, keine 100 Meter vom Versammlungsort der Braunen entfernt, demonstrierte ein antifaschistisches Bündnis mit Punkmusik. Gegenüber, ebenfalls in Sichtweite, nahmen Seelower Bürger mit Farbtöpfen den Kampf auf und ließen Kinder “bunte Bilder gegen braune Gedanken” malen.

schreibt die Frankfurter Rundschau. Wenn die tapferen Seelower Bürger doch wenigstens den Mut bewiesen hätten selber zu malen.

Und dann noch Wolfgang Heinze (MdL, Linkspartei):

Seelow braucht nicht den Ruf eines Nazi-Wallfahrtsorts. (nach FR)

Bei anderen Nazi-Aufzügen wird wenigstens postuliert, dass man nicht nur nicht den Ruf, sondern auch die Nazis selber nicht bräuchte.

Kopier mich!

Unter dem Titel “Pimp My Rights, Vol. I” gibt es vom Chaos Computer Club Regensburg eine komplette CD umsonst. Einfach so zum Herunterladen.

Um die Vorzüge freier Musik außerhalb des konventionellen Industriesystems vorzuführen, hat der CCC-R eine Musik-Kompilation mit dem Titel “Pimp My Rights, Vol. I” produziert. […] Dazu wurde eine bunte Mischung aus verschiedenen Musikrichtungen mit teilweise namhaften Interpreten zusammengestellt, die ihre Werke unter die Creative-Commons-Licence, die die unbeschränkte Weitergabe garantiert, stellen.

Boycott Musicindustry++ (Pimp my Rights)

Warum ist “Der Vorleser” so beliebt?

Bernhard Schlinks “Der Vorleser” war das erste deutsche Buch, das auf der Bestsellerliste der New York Times auf Platz 1 klettern durfte. Es ist in über 35 Sprache übersetzt worden, steht in einigen Bundesländern auf dem Lehrplan und machte den Richter des Verfassungsgerichtshof von Nordrhein-Westfalen zu einer Berühmtheit in der Literatur.

Zehn Nächte für eine Lebensperspektive

Jugendliche ohne Hoffnung, unbändigen Wut, meist aus muslimischen Einwandererfamilien aus Nord- und Schwarzafrika, keine Chance in Frankreichs Gesellschaft aufgenommen zu werden, 1295 Autos in Brand gesteckt in der letzten Nacht, außerdem ein Kindergarten, eine Mc-Donalds-Filiale, ein Einkaufszentrum, zwei Schulen, ein Postgebäude, Sachschaden bis Sonntag sieben Millionen Euro, 349 Leute festgenommen, Hubschrauber mit Videokameras, vielerorts abends der Busverkehr eingestellt, Ghettos, in denen Arme, Arbeitslose und Ausgeschlossene ein trübes Dasein fristen, der nationale Sicherheitsrat einberufen, Schweigemarsch gegen die Gewalt von 500 Einwohnern in Aulnay-sous-Bois (Pariser Vorstadt), Innenminister nennt Jugendliche aus Trabantenstädten “Gesindel”

Musiktipp: Microphone Mafia

Endlich mal Hiphop hören, ohne dass das Frauenbild dem einer Gummipuppe von Beathe Uhse entspricht?
Dann ist Microphone Mafia die richtige Wahl. Türkisch-deutsche Hiphopper aus dem Ruhrgebiet, die seit über 15 Jahren dabei sind. Bekannter wurden sie, als sie für die Kampagne der Gewerkschaftsjugend “Her mit dem schönen Leben” (2003) den gleichnamigen Song machten. Auf ihrer Internetseite gibt es einige Hörbeispiele (leider im .rm-Format).

>> Microphone Mafia

Dieser Beitrag entstammt meinem alten Blog und wurde hier nachträglich veröffentlicht.