Wiederentdeckt: Der Kindle

Ich habe ja seit einiger Zeit einen Amazon Kindle, mit dem ich auch gut zufrieden bin. Doch gegen die bunte, schnelle iPad- und iPhone-Konkurrenz konnte er sich anfangs schlecht durchsetzen. Schließlich gibt es keine Spiele, keine Apps und keine multimedialen Inhalte auf meinem Kindle. Denn es ist nicht der Kindle Fire. Dies ist das Android-Tablet von Amazon, was sich zum besten iPad-Konkurrenten mausert.

Podcast-Blogroll 3 – Noch mehr Audio-Podcasts, die du hören solltest

Vor circa zwei Wochen habe ich meine “Audio Podcast Blogroll” veröffentlicht. Und darin meine Empfehlungen für vierzehn Audio-Podcasts abgegeben. Nun habe ich Tipps bekommen, fleißig weiter gestöbert und in einige weitere Podcasts hinein gehört. Einige davon werde ich längerfristig weiterhin hören. Und diese hier ergänzend vorstellen.

Podcast-Blogroll 2 – Audio-Podcasts, ohne die du nicht mehr leben willst!

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Mein vorheriger Artikel zu Video-Podcasts fand doch einigen Anklang. Daher hoffe ich, dass auch diese Vorstellung meiner bevorzugten Audio-Podcasts sich auch einiger Beliebtheit erfreuen wird. Denn eigentlich finde ich Audio ein spannenderes Medium.

Podcast-Blogroll – Diese Video-Podcasts solltet ihr auch abonnieren!

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Ich bin ein großer Fan von Podcasts. Sie sind wie Fernsehen. Mit dem großen Unterschied, dass ich mir aussuchen kann, was ich sehen möchte. Und zusätzlich noch, wann ich dies möchte. Neben diesen Auswahlmöglichkeiten bin ich mit der Qualität der Podcasts besser zufrieden als des gewöhnlichen TV-Programms.
Deshalb will ich hier einige Video-Podcasts vorstellen:

Vor dem Abendprogramm noch zu schauen – Georg Schramm

Georg Schramm (www.georg-schramm.de) hatte ich schon seit längerer Zeit aus dem Blick verloren. Bewusst aufgefallen war er mir sicherlich Anfang letzten Jahres, als ich kleinen Beitrag über Satire Podcasts hier geschrieben habe. Durch einen Post bei Facebook bin ich erst wieder auf ihn aufmerksam geworden. Und nachdem ich bei Google+ etwas Werbung für ihn machte, will ich das hier natürlich auch.

So sieht Google Music (beta) aus! Und wie man die Android-App schon jetzt installiert

Google Music (beta) ist ein frisch gestarteter Cloud-Service, der eigentlich nur in den USA verfügbar sein sollte. Mit ein paar kleinen Tricks kann man ihn sich aber auch hier anschauen. Diese Tricks gibt es hier fein säuberlich aufgelistet. Ebenso wie einige Bilder der neuen Musik-Cloud. Viel mehr als ein Streaming-Dienst, in den man Musik hochlädt und dann auf allen Endgeräten (Smartphone, PC, Laptop) hören kann, ist Google Music noch nicht.

Ein Verriss – Jeff Jarvis: Was würde Google tun

Jeff Jarvis veröffentlichte Anfang 2009 sein vielfach diskutiertes Buch What Would Google Do?. Recht schnell eroberte es unter dem deutschen Titel Was würde Google tun die Blogs und Online-Feuilletons. Doch statt Lob verdienen Jarvis’ Blick & Ratschläge eine gehörige Portion Realismus.

(direkt zur Kritik springen)

Werbevideo von Jarvis zu seinem Buch

Bei deutsche-startups.de gibt es ein weiteres Video-Interview mit Jarvis über die Ideen seines Buches.

Selbstdarsteller?

In einer ansonsten absoluten langweiligen Bilder-Klick-Strecke unter dem Titel Die größten Selbstdarsteller im Netz schreibt die Süddeutsche über Jarvis:

Jarvis, der Prediger eines neuen Journalismus, produziert rund um die Uhr, ob er vom Erfolg Googles, seiner Krebserkrankung oder dem letzten Saunabesuch schreibt.
www.sueddeutsche.de/digital/internet-persoenlichkeiten-die-groessten-selbstdarsteller-im-netz-1.975087-7

Wenn sich die Süddeutsche nicht gerade durch den Verkauf von Nazi-Literatur selbst als seriöse Quelle disqualifiziert oder durch obige, wohl recherchierte Klickstrecken journalistische Qualität neu definiert, führt sie wie viele andere natürlich auch Interviews mit Jeff Jarvis. Ob man dem vermeintlichen Selbstdarsteller da bei seiner Selbstdarstellung doch etwas unter die Arme gegriffen hat?!

Die Ideen von “Was würde Google tun”

Natürlich gibt es auch eine Unmenge von weiteren Rezensionen, Interviews, Kommentaren und Veranstaltungen, die sich mit Jarvis’ Was würde Google tun beschäftigen.

Über die Wiedergabe von Werde eine Plattform, Gib den Kunden Kontrolle, Behandle sie als Partner kommt vieles nicht hinaus. Relativ übersichtlich bekommt man die Thesen in einer Präsentation von Jeff Jarvis selber:

Powerpoint-Präsentation der Thesen “Was würde Google tun”

Was würde Jarvis tun …

Auf die Thesen insgesamt will und kann ich gar nicht eingehen. Jarvis hat auf seinem Blog spannende Debatten angeregt und geführt. Der veralteten und verärgerten Medienwelt weist er auf Kongressen immer wieder neue Wege auf. Und Inkompetenz kann man Jarvis wohl kaum vorwerfen, wenn man seine Ideen, sein Buch, seine Thesen, Interviews und Vorträge betrachtet.

Was würde Google tun? - Geschrieben von Jeff Jarvis, gelesen auf dem Klo
Was würde Google tun? - Geschrieben von Jeff Jarvis, gelesen auf dem Klo

Kritik? Kritik!

Ist das realistisch?

Andere würde es utopisch oder visionär nennen, aber ich halte viele, wohlgemerkt nicht alle und nicht grundsätzlich, seiner Ideen für unrealistisch. Vor lauter Nischen und Plattformen in denen ich nach Jarvis aktiv, interessiert oder von denen ich auch nur Kenntnis erlangen soll, kann ich nicht mehr leben. Denn alle Empfehlungen, Ratschläge und Tipps, die ich mir auf den Plattformen der unterschiedlichsten Nischen holen kann, benötige ich meinem Alltag nicht. Ich werde vor dem Kauf eines Weines kein Empfehlungsvideo von Gary Vaynerchuk anschauen. Und ich werde in drei Jahren auch nicht im Supermarkt mein Smartphone zücken und mithilfe irgendeiner App die Onlinereputation der günstigen Reissorte im Regal vor mir erkunden.

Aber die Fabrikhallen und Maschinen …

Firmen sollen Lösungen bieten und keine Produkte schreibt Jarvis. Und führt ein recht eindrucksvolles Beispiel an: Wie kann ein Hersteller von Toilettenpapier zu einem Problemlöser werden, der nicht mehr nur Toilettenpapier herstellt? Er sollte sich doch bewusst machen, dass er kein Hersteller von Klopapier ist, sondern Lösungen zur Reinigung nach dem Toilettengang anbietet, so Jarvis. Und nach einem Loblied auf japanische Toiletten mit Wasserreinigung etc. empfiehlt er doch hier das künftige Geschäftsmodell zu sehen und nicht auf dem Toilettenpapier sitzen zu bleiben.

Stellt sich doch nun nur die Frage, ob es für Toilettenpapierhersteller X wirklich so einfach ist, sein Produktportfolio komplett umzuwerfen? Und mal eben eine Entwicklungsabteilung für automatische Toiletten aus dem Boden zu stampfen und dann die alten Fabrikhallen einzustampfen … Und selbst wenn Hersteller X dies erfolgreich bewältigt, wo ist dann der Unterschied zu Hersteller Y, der nun das gewünschte Toilettenpapier produziert?

Versicherung? Sozial? Mitnichten!

Nischen statt sozialer Verantwortung lautet die Devise? Nicht dass ich mich mit den unterschiedlichen Versicherungsmodellen, Angeboten, Tarifen etc. gut auskenne oder gar einen vernünftigen Überblick hätte. Doch Jarvis Ideen von Nischen-Versicherungen scheinen mir durchaus eine gesellschaftliche Verantwortung und die Idee eines Sozialstaates zu negieren. Vielleicht ist es meine Unkenntnis, vielleicht eine falsche Sichtweise aber Jarvis scheint das Konzept der Nischen-Versicherungen, in denen sich die Menschen nach ihrer Gesundheit, Bereitschaft zur Vorsorge u.ä. selber organisieren, nicht auf ihre gesellschaftlichen Auswirkungen untersucht zu haben. Die vollständige Auflösung aller sozialstaatlichen Prinzipien scheint die Folge zu sein. Denn schließlich muss bei Krankenversicherungen nicht das Ende sein. Und was sich auf den ersten Blick noch für alle im Großen und Ganzen irgendwie auszugleichen scheint, wird für die Schwächsten der Gesellschaft zu einer kaum zu bewältigenden Herausforderung.

Oder ist das nur ein nicht-visionärer Blick, verhangen in alten Moralvorstellungen? Ermöglicht vielleicht eine weitere Vernetzung in unterschiedlichen, individuelleren Plattformen und Nischen eine gesellschaftliche Weiterentwicklung für alle?

Kaufen & Lesen?

Was würde Google tun? ist eine spannende Frage, die sich nicht nur in Geschäftsmodellen und Internetplattformen erschöpfen sollte. Jarvis betont immer wieder, dass Google aufgrund von Zahlen, Daten und Fakten handelt. Unabhängig von Wunschvorstellungen und unbewiesenen Prognosen bezeichnet er sie als Ingenieure, die nicht vermuten sondern messen. Politisches Wertvorstellungen und Hoffnungen die nun klaren Fakten weichen, sind sicherlich eine spannende Utopie. Soweit geht Jarvis aber noch nicht, er bleibt erstmal in der Wirtschaft, im Medienbereich, bei dem Verhältnis von Firmen zu Konsumenten.

Jeff Jarvis: Was würde Google tun?
Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert, 2009
Deutsche Ausgabe bzw. englische Ausgabe bei Amazon

Podcasts rund um Medien, Internet und Computerthemen

Podcast Logo von Peter Marquardt

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Hauptsächlich mit Medien, Internetthemen und Computern beschäftigen sich die Podcasts, die ich heute kurz vorstellen möchte. Oftmals ist ein Thema mit dem anderen verbunden, es gibt Themensendungen u.ä. Die in diesem Beitrag vorgestellten Sendungen sind tendentiell nicht sehr technisch. Die techniklastigen Podcasts behalte ich mir für einen weiteren Beitrag vor. Ironie ist allerdings auch bei einigen Sendungen zu finden. Aber nicht in dem Maße, wie in den hier vorgestellten Satirepodcasts.

Golem.de Videopodcast

Der Golem.de Videopodcast bietet Videos, die die News und Artikel von Golem.de untermalen. Sie sind selten lang, dauern meist nur wenige Minute und visualisieren die Topics von Golem selber. Der Podcast ist für mich interessant, weil auch Spiele vorgestellt werden. Die ich ansonsten selten zu Gesicht bekomme.
Und zwischendurch finden sich auch echte Perlen, vornehmlich Interviews, im Feed.

Medienradio.org

Die Podcasts befassen sich auf einem hohen Niveau mit Medien und deren aktuellen, aber auch langfristigen Entwicklungen. Die vier Moderatoren Jana Wuttke, Markus Heidmeier, Philip Banse und Thomas Jaedicke haben in jeder Sendung einen hochkarätigen (oder wenigstens hochinteressanten) Interviewgast. Die mehrstündigen Podcasts erscheinen zweiwöchentlich und sind meine absolute Empfehlung für Medieninteressierte.

  • RSS-Feed: http://feeds2.feedburner.com/Medienradio_Podcast_rss
  • Homepage mit zusätzlichen Informationen zu den einzelnen Sendungen. (iTunes-Link)

Computerclub Zwei

Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph gehören wohl zu den Urgesteinen der Computerjournalisten in Film und Funk. 1983 erschien im WDR Fernsehen die Sendung zum ersten Mal. Die Sendung wurde dann eingestellt und seit 2006 podcasten die beiden im Internet. Der Audiopodcast macht die langjährige Erfahrung der Moderatoren deutlich, bleibt aber auch für den Otto-Normal-Hörer auf einem verständlichen Niveau. Gewisse Ähnlichkeiten zu Statler und Waldorf aus der Muppetshow sind sicherlich nicht beabsichtigt.

  • RSS-Feed: http://www.cczwei.de/rss_issues.php
  • Homepage mit vielen zusätzlichen Sendungsinfos, einem Forum, Wiki und einem Shop. Alternative Downloadformate, aber kein iTunes-Link.

dctp – Meinungsmacher

dctp war mir bislang immer suspekt. Doch die Interviewreihe mit deutschsprachigen Bloggern ist absolut sehenswert. Der Videocast hat bislang acht sehenswerte Folge, weitere sollen folgen. Philip Banse, der auch im Medienradio mitwirkt, interviewt in dem halbstündigen Format bekannte Blogger.

Trackback (Radio Fritz)

Die wöchentliche Sendung wird von Marcus Richter moderiert, der jeweils samstags zwei Stunden über Internetthemen plaudert. Untermalt wird die Sendung immer mit Musik von Netzlabels, die die Musik unter Creative Commons Lizenz freigegeben haben. Der Podcast fasst die Themen der Woche zusammen und ist ideal, sollte man in der Woche einen Trend verpasst hat. Zudem gibt es immer ein Kurzinterview mit ansonsten eher unbekannten Bloggern.

  • RSS-Feed: http://trackback.fritz.de/?feed=podcast
  • Homepage mit Links zu den Themen der Sendung und vielem mehr (kein iTunes-Link).

Law-Podcasting – Anwalts-Audio-Blog

Etwas spezieller sind die Themen des Anwalts-Audio-Blogs. Wie der Name schon erahnen lässt, geht es um rechtliche Belange rund um das Internet und Medien. Der Podcast ist informativ, aber absolut unpersönlich. Eine Frauenstimme liest, wohl akzentuiert, den vorgegebenen Sendungstext vor. Und das ist dann schon der ganze Podcast. Alleine die Inhalte machen ihn hörenswert.

  • RSS-Feed: http://www.law-podcasting.de/podcast.php
  • Homepage jeweils mit kurzem Sendungsüberblick (iTunes-Link)

Gesucht: Eure Podcasts rund um Medien und das Internet!

Ich bin immer auf der Suche nach neuen Podcasts. Vielleicht habt Ihr ja ein paar Vorschläge?

Das Podcast-Logo stammt von Peter Marquardt (Weitere Varianten und Lizenz-Informationen)

Satirische Podcasts – Einige ernstgemeinte Empfehlungen für Satiresendungen

Podcasts gibt es zu vielen, vielen Themen. Einige meiner Favoriten möchte ich in den kommenden Wochen vorstellen, jeweils nach Bereichen geordnet. Ich hoffe dabei natürlich auf Eure Ergänzungen!
Anfangen möchte ich die Reihe mit Podcasts zum Schmunzeln. Wobei der Großteil der Vorstellungen sich satirisch mit Politik beschäftigen.