Tipp: Wenn die Menüleiste von Filezilla plötzlich verschwindet

Filezilla: Zeile mit dem Menü

Eigentlich wollte ich nur ein paar Dateien hochladen mit Filezilla. Und ich wurde doch überrascht, dass mein geliebtes FTP-Programm nun ohne Menüleiste startete. Nach einigen Recherchen fand ich drei unterschiedliche Lösungen.

Filezilla ohne Menü-Leiste – Ubuntu spezifisches Problem?

Filezilla: Menüleiste fehlt
Filezilla: Menüleiste fehlt

Einig scheint man sich bei allen drei Lösungsansätzen zu sein, dass das Fehlen der Menüzeile nicht an Filezilla selber liegt. GTK+ im Zusammenspiel mit Ubuntu Unity Libraries werden als mögliche Problemquellen bezeichnet. Bei den drei verlinkten Lösungen unterhalb gibt es jeweils eine genauere Erklärung. Oder wenigstens einen Ansatz davon.

#1 – Thema wechseln bitte!

In einem Thread im offiziellen Filezilla-Forum wird das Wechseln des Ubuntu-Themes empfohlen. Und zwar nicht dauerhaft. Nur ein anderes Theme auswählen (über Rechtsklick auf den Desktop > Hintergrund ändern > Thema) und dann wieder auf das eigene, gewünschte zurückwechseln.

#2 – Zur Konsole bitte!

OMG! Ubuntu veröffentlichte vor einigen Tagen einen Blogpost, indem sie das Problem bei Filezilla, Audacity und auch einigen anderen Programmen thematisierten. Gemeinsam mit einer temporären Lösung.

Man öffnet ein Terminal, führt die Zeile 1 aus und startet dann das betreffende Programm ohne das Terminal zu schließen. In den Kommentaren zu dem Blogpost wird über eine dauerhafte Einstellung diskutiert.

export UBUNTU_MENUPROXY=0
filezilla

#3 – appmenu-gtk entfernen

Das Blog TechyTalk empfiehlt die Deinstallation des Pakets appmenu-gtk. Das Paket soll unter Ubuntu 10.10 keinen wirklichen Zweck erfüllen und könne problemlos deinstalliert werden.
Am Einfachsten über die Kommandozeile:

sudo apt-get remove appmenu-gtk

Meine Lösung – deine Lösung?

Filezilla mit Menüleiste
Filezilla mit Menüleiste

Ich habe zuerst die Lösungsmöglichkeiten 1&2 ausprobiert, beide Male ohne Erfolg. Dann habe ich mit Synaptic mehrere Pakete deinstalliert, nicht nur appmenu-gtk sondern auch andere Pakete des Unity-Desktops. Den hatte ich vor einigen Tagen kurz ausprobiert, ohne dass ich ihn überzeugend fand.
Und nach einem Neustart (alte Windows-Angewohnheit!) erschien nun auch wieder die Menüleiste von Filezilla.

Ubuntu: Das Gnome Panel komplett deaktivieren

Gnome Panel (Ausschnitt)

Docky, Cairo-Dock, Avant Window Manager und sicherlich noch einige andere sind momentan der letzte Schrei. Auf unzähligen Linux-Desktops scheinen sie mittlerweile vertreten zu sein. Und oftmals ersetzen sie die beiden Standard-Gnome-Panels fast komplett. Doch das komplette Deaktivieren des Gnome Panels bedarf des Konfigurationseditors von Gnome.

Konfigurationseditor: Das Gnome Panel löschen für alle Sessions
Konfigurationseditor: Das Gnome Panel löschen für alle Sessions

Damit das Gnome-Panel nicht beim Starten von Gnome geladen wird, muss man eine kleine Einstellung im Konfigurationseditor vornehmen. Diesen startet man über die Tastenkombination ALT + F2 oder über die Konsole mit dem Befehl:

gconf-editor

Dort arbeitet man sich durch das linksseitige Menü:
desktop / gnome / session / required_components

Und löscht nun im rechten Fenster den Eintrag gnome-panel. Nun muss man sich einmal bei Gnome abmelden und wieder neuanmelden, das Gnome-Panel wird nicht mehr gestartet.

Aber Vorsicht!

Vor dem Abmelden sollte man aber darauf achten, dass ein Dock automatisch gestartet wird. Denn ansonsten steht man ohne Menü da.

Möchte man das Gnome-Panel wieder zurücksetzen, wird dieser Eintrag übrigens nicht automatisch gesetzt. Man muss wieder den Konfigurationseditor bemühen.

Tweetdeck-Icon farblich passend zum Ambience-Theme

Weißer Rand von Tweetdeck in der notification area

Twitter unter Linux ist schon ein Graus. Gwibber funktioniert nicht wirklich, Hotot ist noch in der Entwicklung, Choqok passt zu KDE aber nicht zu Gnome und Tweetdeck benötigt Adobe Air und setzt ein absolut hässliches Icon in die notification area unter Ubuntu/Ambience. Wenigstens für letzteres Problem habe ich eine Lösung gefunden: Ein farblich passendes Tweetdeck-Icon für das Ambience-Theme.

Weißer Rand von Tweetdeck in der notification area
Weißer Rand von Tweetdeck in der notification area

#1 Gelbes Tweetdeck-Icon mit Ambience Hintergrund

Gelbes Tweetdeck-Icon mit passendem Hintergrund
Gelbes Tweetdeck-Icon mit passendem Hintergrund

#2 An Ambience angepasstes Tweetdeck Symbol mit Hintergrund

Icon an die Ambience-Farben angeglichen
Icon an die Ambience-Farben angeglichen

Download & Installation

Installation

Die neuen Icons müssen mit Root-Rechten die Standardicons überschreiben.

  1. Tweetdeck beenden
  2. Tastenkombination ALT + F2
  3. Dort Nautilus mit Root-Privilegien öffnen: gksu nautilus
  4. Zu den Standardicons navigieren: /opt/TweetDeck/share/icons
  5. Diese in deinen Backup-Ordner kopieren, denn ein Backup schadet nie
  6. Die gerade heruntergeladenen Icons entpacken und nach /opt/TweetDeck/share/icons kopieren
  7. Tweetdeck starten
  8. Sich freuen, diese Seite bookmarken und bei Twitter, Facebook oder so weiterverbreiten ;-)
opt > TweetDeck > share > icons

Elegant Gnome: Farbdarstellung bei OpenOffice.org korrigieren

Korrekte Openoffice.org-Farbeinstellungen für Elegant Gnome

Das Elegant Gnome Pack ist ein dunkles Theme. Für Ubuntu gibt es ein PPA und Elegant Gnome bringt ein kleines Konfigurationstool mit. Es ist ein sehr vollständiges Theme mit vielen Icons etc. Und es konfiguriert auch andere Programme in den passenden Farben. Doch bei Openoffice ist dies nicht gerade gut gelungen: Wer möchte einen längeren Text auf einem fast schwarzen Hintergrund mit weißer Schrift schreiben? Ich jedenfalls nicht …

Farbeinstellungen korrigieren

Korrekte Openoffice.org-Farbeinstellungen für Elegant Gnome
Korrekte Openoffice.org-Farbeinstellungen für Elegant Gnome

Damit Openoffice wie auf dem obigen Bild wieder besser benutzbar wird, muss man ein paar kurze Einstellungen vornehmen:

  1. Man starte Openoffice.org
  2. und öffne über Extras > Optionen die Openoffice-Optionen
  3. In der linken Seitenleiste wählt man nun OpenOffice.org und dann den Unterpunkt Darstellung aus.
  4. Nun macht man im rechten Fenster diese Änderungen:
    • Dokumentenhintergrund auf Weiß
    • Textbegrenzungen auf Grau 80%
    • Hintergrund der Anwendung auf Grau 10%
    • Schriftfarbe auf Schwarz
  5. und das Fenster mit OK schließen.

Gefunden habe ich diesen Tipp bei ubuntu-art.org.

Elegant Gnome installieren

Die Installation von Elegant Gnome unter Ubuntu beschreibt übrigens WebUpd8 sehr übersichtlich.

Tipp: Das Gnome-Panel zurücksetzen auf Standardeinstellungen

Gnome Panel (Ausschnitt)

Wer das Aussehen seines Gnome-Desktops anpassen möchte, wird es kennen: Irgendetwas ist falsch gelaufen, man hat die falschen Applets entfernt, versucht sich erfolglos an den Namen des alten zu erinnern und probiert schließlich alle möglichen Applets im Gnome Panel durch.

Wer nun wieder mit den Standardeinstellungen beginnen möchte, kann die Gnome Panel mit zwei Befehlen auf der Konsole wieder auf die Starteinstellungen zurücksetzen:

gconftool-2 --recursive-unset /apps/panel 
pkill gnome-panel

Voraussetzung ist natürlich, dass die jeweiligen Softwarepakete noch nicht deinstalliert wurden. Der erste Befehl setzt die Standardeinstellungen für die Panels wieder, der zweite Befehl beendet den Prozeß gnome-panel, sodass er neu gestartet wird. So umgeht man ein Aus- und Einloggen.

Gnome Panel  (Ausschnitt)
Gnome Panel (Ausschnitt)

Windicators für Ubuntu?!

Idee von Windicators?
Idee von Windicators?
Idee von Windicators?

Mark Shuttleworth, der Name hinter Ubuntu und Canonical, eröffnet mit einer innovativen und durchaus umstrittenen Designänderung die Diskussion: Window indicators oder kurz windicators heißt die neue Idee.

Nach der Umstellung der Schaltflächen in Lucid Lynx auf die linke Seite des oberen Fensterrahmens, ist auf der rechten Seite viel Platz frei geworden. Dieser soll nun durch anwendungseigene Elemente gefüllt werden. Vorrangig durch Elemente, die bislang in der unteren Statuszeile ihren Platz hatten.

Mockup: Windicators
Mockup: Windicators

Dadurch könnte Platz gespart werden, was gerade bei Netbooks wichtig ist. Die Statuszeile müsste nur bei Bedarf eingeblendet werden, wie man es schon von Google Chrome kennt.

I’m on a “less is more” kick with our design efforts, and one of the things I want to banish is wasted vertical space. For netbooks, that’s particularly important. And a lot of applications have status bars at the bottom, for no good reason other than it was that way in Windows 3.1.
Mark Shuttlewoth: Window Indicators

Das kommende Ubunturelease Maverick Meerkat soll die mit Lucid Lynx begonnen Designänderungen weiterführen. Ob auch die Windicators dort schon eingeführt werden, ist noch nicht klar. Schließlich steht die Entwicklung von Ubuntu 10.10 noch am Anfang, nachdem gerade vor einigen Tagen (Ende April) die Version 10.04 veröffentlicht wurde.

Windicators sind praktisch!

Mir sind direkt einige Vorteile von Windicators aufgefallen:

  • Windicators schaffen Platz auf dem Bildschirm
  • Steuerungen sind einheitlich alle in der Titelleiste bzw. mit den Menüs im oberen Teil eines Fensters zu finden
  • Konsistenteres Verhalten zwischen Anwendungen & Fenstermanager: Im oberen Panel sind bei Ubuntu schon jetzt fast alle Steuerungselemente enthalten (z.B. die Menüs Anwendungen, Orte, System, die Applets wie das neue MeMenu usw.)

Windicators sind unlogisch!

Doch bislang habe ich vor allem negative Einschätzungen gelesen. Der aktuelle Artikel Die Welt der Fensterdekorationen (freiesMagazin 05/2010), eine Diskussion bei ubuntuusers.de und gerade auch der Blogartikel Why you should not use client-side window decorations… machen auf Probleme aufmerksam. Und bei genauerem Hinsehen werden weitere deutlich:

  • Anwendungen greifen in den Aufgabenbereich der Fenstermanager ein:
    • dafür müssen sie alle mit entsprechenden Patches versehen werden, was Mehrarbeit bedeutet
    • die Programme werden dadurch unnötig größer
    • und es entstehen durch Windicator-Implementierungen neue Fehlerquellen
    • gerade wenn der Benutzer nicht das Standardtheme verwendet, kommt es wahrscheinlich zu einem uneinheitlichen Aussehen
    • Hilfstechnologien zur Barrierefreiheit (wie vergrößertere Fensterrahmen, Icons etc.) könnten nicht, schlechter oder nur teilweise implementiert werden
  • Ein einheitliches Erscheinungsbild wird schwieriger: Schon jetzt fehlen für viele Programme einheitliche Icons im Indicator-Applet. Das stelle man sich nun für die tausende Firefox-Addons vor, die auch alle bearbeitet werden müssten.
  • Gequetscht statt übersichtlich? Bietet ein Programm viele Informationen in der Statuszeile an, könnte der Platz nicht ausreichen. Schließlich sind der Fenstertitel und die Schaltflächen zum Schließen, Minimieren und Maximieren des Fensters auch im oberen Fensterrahmen

Alles in allem bin ich gespannt auf die weitere Diskussion. Auf weitere Entwicklungen und Argumente für oder gegen Windicators. Der Vorschlag von Shuttleworth zeigt aber deutlich, dass Ubuntu mit dem Image des hässlichen Linux kräftig aufräumen möchte. Und dabei auch bereit ist, innovative Wege zu beschreiten.
Ich hoffe allerdings, dass die Entscheidung pro oder contra Windicators nicht alleine durch Canonical sondern durch eine Diskussion in der Ubuntu-Nutzerschaft getroffen wird.

Zum Abschluss noch ein kleiner Exkurs, warum wir die Schaltflächen bislang auf rechten Seite kennen:

Choqok – der vielleicht beste Twitter-Client für Linux

Screenshot: Choqok EinstellungenChoqok ist ein kleiner und äußerst praktikabler Twitter-Client für Linux. Choqok ist, wie das K schon andeutet, ein für KDE ausgelegtes Programm. Unter meinem Standarddesktop Gnome läuft Choqok problemlos.

Auch wenn natürlich einige zusätzliche KDE-Libs installiert werden müssen. Und sich die Anzeige neuer Tweets nicht so harmonisch in das neue Benachrichtigungssystem von Ubuntu 9.04 einfügt, ist es meine erste Wahl unter den verschiedensten Twitter-Clients unter Linux.

Im Gnome-Menü einen Starter für den Firefox-Profilmanager anlegen

Firefox. So sieht der Browser mit meinen Erweiterungen aus

Den Profilmanager von Firefox kann man über die Konsole mit dem Befehl firefox -ProfileManager starten.

Möchte man dies dem Menü von Gnome hinzufügen, gehe man auf System » Einstellungen » Hauptmenü. Dort wählt man das passende Menü aus und wählt Hinzufügen. Dort gibt man unter Befehl wiederum firefox -ProfileManager ein. Der Rest sind eigene Beschreibungen.

Gnome: Starter für das Hauptmenü für den Firefox-Profilmanager anlegen

Eine kleine Erinnerung für mich, die sicherlich auch andere interessieren könnte: So aus der Kategorie "Linux-Kleinigkeiten, an die man sich in zwei Wochen nicht erinnert und genervt im Gnome-Menü sucht" …