Schon mal einen Iraker in Deutschland gesehen?!

Und wenn von den irakischen Flüchtlingen in Europa immerhin jeder Dritte asylrechtlichen Schutz erhält, in Deutschland aber nicht einmal vier von hundert, dann wird vollends klar: Die hiesige Asylpolitik hat sich weit vom europäischen Standard entfernt, der nicht etwa großherzig ist, sondern der zu Recht vom UNHCR als unzureichend und den internationalen Verpflichtungen nicht entsprechend kritisiert wird.

aus Telepolis: Anerkennungsquote in Deutschland unter 1 Prozent, 28.09.2007 (Hervorhebungen jeweils von mir)

Die derzeitige Situation im Süd- und Zentralirak ist von allgegenwärtiger, extremer Gewalt, schwersten Menschenrechtsverletzungen sowie einem generellen Fehlen von Recht und Ordnung gekennzeichnet […] Aufgrund ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen religiösen oder politischen Überzeugung oder ihrer ethnischen Herkunft werden irakische Staatsangehörige regelmäßig Opfer von Gewalt durch verschiedene Akteure. Fortwährend wird von Folter und Misshandlung durch aufständische Gruppierungen, die irakischen Sicherheitskräfte und schiitische Milizen berichtet […]
Staatlicher Schutz vor den Verursachern der Gewalt ist derzeit grundsätzlich nicht verfügbar.

UNHCR: UNHCR’s Hinweise zur Feststellung des internationalen Schutzbedarfs irakischer Asylbewerber (PDF-Dokument, S.1), 26.09.2007 (Hervorhebungen jeweils von mir)

Kinder illegalisieren

Gegen Flüchtlinge erfinden deutsche Ämter immer wieder neue Schikanen:

In Deutschland leben nach Schätzungen von Flüchtlingsräten Hunderte Kinder ohne Namen. Die Existenz auf dem Papier wird dem Nachwuchs von Flüchtlingen häufig verweigert, um die Eltern unter Druck zu setzen. Doch die Praxis verstößt gegen internationales Recht.

Land der namenlosen Kinder (Spiegel online, 18.10.2005)

Recht auf Leben

Jede und jeder hat ein Recht auf Leben. Ein Leben ohne Krieg, mit Demokratie und in wirtschaftlicher Sicherheit. Seit Jahren (und seit einigen Tagen auch groß in den Medien) versuchen das einige durchzusetzen…

Stacheldraht gegen Flüchtlinge

Seit Ende August erlebten die beiden spanischen Afrika-Exklaven Ceuta und Melilla bereits zehn Massenfluchtversuche von marokkanischem Boden aus. Von mehr als 2150 Flüchtlingen schafften es etwa 715 über die Grenze und damit in die EU, wo sich viele ein besseres Leben erhoffen. Dafür nehmen sie schwere Verletzungen und sogar den Tod in Kauf: Bei einem Ansturm am 29. September auf Ceuta kamen fünf Flüchtlinge ums Leben. Alle wiesen Schußwunden auf.
Für diejenigen, die es geschafft haben, gibt es in Spanien in den meisten Fällen dann wider Erwarten keine Arbeitserlaubnis.

Quelle: jungeWelt, 05.10.2005