Modellprojekt in Niedersachsen für werdende Mütter

Ich habe zwar schon einmal etwas von dem Projekt Pro Kind – Wir begleiten junge Familien gehört, hatte es allerdings bislang immer wieder vergessen. Nun hat Telepolis das Modellprojekt in einem Artikel vorgestellt: Hausbesuche für einen guten Start ins Leben

Die Idee endlich mal präventiv aktiv zu werden, ist wohl schon längst überfällig. Nicht nur weil es sich wahrscheinlich langfristig auch monetär rechnet, sondern weil damit der Staat auch seiner Verantwortung beginnt gerecht zu werden.

1.142.600 Arme in Niedersachsen

Das sind 14,5% der Menschen in Niedersachsen, die unter der Armutsgrenze (weniger als 50% des Durchschnittseinkommens) leben.
Und in Osnabrück, dem Landkreis Osnabrück, dem Emsland, der Grafschaft Bentheim, Diepholz, Cloppenburg und Vechta sind es geschätzte 2.400 Menschen, die kein Obdach haben.
Quelle: Abseits?!blog und auch: Evangelischer Pressedienst (mittlerweile beide offline)

Ach ja, die Bundesgartenschau 2015 in Osnabrück soll übrigens über 185 Millionen Euro kosten. Jedenfalls wenn 2 Millionen BesucherInnen kommen und wenn während der Bauzeit von 2010 bis 2015 die Preise sich nicht verändern… Quelle: Stadt Osnabrück

Bildung braucht Geld

Einmal brauchen die Institutionen Kohle für ihre Bildungsangebote und andererseits brauchen die “KundInnen” jetzt wieder mal Kohle. So hat Niedersachsen nun die Einführung von Studiengebühren beschlossen.
In voller Übereinstimmung mit der berühmten PISA-Studie, die ja herausgefunden hat, dass Bildung vom Bankkonto abhängt…

In meiner Schule (einer Berufsbildenden Schule) ziehen sie den SchülerInnen auf andere Weise die Kohle aus der Tasche: Über die Ausleihe von Schulbüchern.

Stacheldraht gegen Flüchtlinge

Seit Ende August erlebten die beiden spanischen Afrika-Exklaven Ceuta und Melilla bereits zehn Massenfluchtversuche von marokkanischem Boden aus. Von mehr als 2150 Flüchtlingen schafften es etwa 715 über die Grenze und damit in die EU, wo sich viele ein besseres Leben erhoffen. Dafür nehmen sie schwere Verletzungen und sogar den Tod in Kauf: Bei einem Ansturm am 29. September auf Ceuta kamen fünf Flüchtlinge ums Leben. Alle wiesen Schußwunden auf.
Für diejenigen, die es geschafft haben, gibt es in Spanien in den meisten Fällen dann wider Erwarten keine Arbeitserlaubnis.

Quelle: jungeWelt, 05.10.2005