Ein iPhone 8.

Apple iPhone 8

Apple iPhone 8

Ich habe durchaus lange überlegt, ob ich mir ein neues iPhone kaufen sollte. Oder genauer – ob es das iPhone X, iPhone 8, iPhone 8+ oder gar ein iPhone 7 sein soll. Kriterien waren für mich natürlich der Preis und das Erscheinungsdatum. Denn eigentlich ist es nicht allzu clever, nun ein neues iPhone zu kaufen – schließlich wird in vier Monaten wohl wieder ein neues Modell von Apple herausgebracht. Und dann werden mittlerweile die Modelle des Vorjahres (leicht) verbilligt angeboten. Bisher allerdings immer mit nur 32 GB internem Speicher, was für mich nicht ausreichend ist.

Nun ist natürlich die Kamera bei allen iPhones eines der wichtigeren Alleinstellungsmerkmale. So hat jedes neue Modell immer qualitative Verbesserungen und weitere Funktionen. Das iPhone 8+ und das iPhone X ausgenommen, die beiden haben dieselbe Kamera verbaut. Allerdings kam das iPhone X aufgrund seines Preises (ab 1.150 Euro) nicht in Frage. Gut – es war nicht der Preis des iPhones X sondern mein Kontostand, aber lassen wir das…

Ob ich wirklich qualitative Unterschiede zwischen einzelnen Modellen erkennen würde, wage ich mittlerweile schon zu bezweifeln. Das 8er hat aber eine Bildstabilisation eingebaut, was ich im Alltag wohl bemerken werde. Ein Plus-Modell würde ich hinsichtlich der Fotoqualität bemerken, aber diese iPhones sind mir einfach zu groß. Wobei ich natürlich keine religiöse Debatte über iPhone-Größen hier beginnen möchte…

Die stetige Verbesserung des Displays sieht man im aktuellen iPhone 8 wirklich. TrueTone soll das Feature heißen, dass den Weißabgleich auch an die jeweilige Umgebung anpasst. Jedenfalls bin ich sehr vom Display, der Helligkeit und Brillanz überzeugt. Das neue iPhone X hat ein Amoled-Display bekommen, bisherige iPhones sind mit einem LCD-Display ausgestattet. Vor einigen Jahren hatte ich ein Samsung-Smartphone mit Amoled und bin seither großer Prediger für die iPhone-LCD-Displays. Ob das immer noch berechtigt ist, mag ich gar nicht beurteilen. Aber ein iPhone X kommt wegen des Preises und weil es das erste Modell dieser neuen Baureihe ist, nicht in Frage. Auch wenn das X und viele Modelle andere Hersteller die Bezel-Debatte sicher anführen.

Beim iPhone 8 sollte man aber nicht alleine über die Kamera und das Display reden. Auch der Sound der integrierten Lautsprecher ist richtig gut. Laut und in keinster Weise scheppernd, sind Podcasts, Hörbücher und YouTube-Videos sehr gut zu verstehen. Auch ein Stereo-Sound soll hörbar sein, bislang habe ich aber nichts Entsprechendes getestet.

Zu den weiteren Features des iPhone 8 gehören drahtloses Laden, schnelles Laden, Bluetooth 5 und LTE Advanced. Für drahtloses Laden benötigt man Qi-Geräte und kann dann ohne Kabel z.B. in einer Ladeschale das Smartphone aufladen. Ich sehe darin kein so lohnenswertes Features, das Lightning-Kabel finde ich nicht wirklich umständlich; schließlich lässt es sich beliebig herum einstecken und wackelt auch nach jahrelanger Benutzung nicht.
Für das schnelle Laden (Apples Werbung: In 30 Minuten bis zu 50 % laden) fehlt mir die entsprechende Hardware, die sich Apple zusätzlich teuer bezahlen lässt. Für den Alltag komme ich auch mit dem normalen Akku aus. Über Nacht wird der Akku wieder aufgeladen und für Notfälle habe ich eine Powerbank.

Touch-ID der 2. Generation, also der Fingerabdrucksensor ist deutlich schneller geworden. Göttlich schnell, möchte ich meinen. Viel faszinierter bin ich allerdings von 3D Touch. Der berühmte Home-Button ist physikalisch unbeweglich und das gesamte Display ist druckempfindlich. Die Sensoren ermöglichen auch den force tap, also die Möglichkeit unterschiedlich stark tappen zu können. Dadurch werden Vorschauen und diverse Schnellaktionen auf dem Home-Screen ermöglicht. Ein force tap auf die Kamera-App bringt die Wahlmöglichkeit, direkt mit einem Selfie oder Video zu starten. Ich bin noch nicht ganz sicher, was sich davon in meiner alltäglichen Benutzung etablieren wird. Es fühlt sich wirklich an wie die Zukunft, wie das Jahr 2018.*
* Eingeführt wurde es 2015 mit dem iPhone 6S, aber das besaß ich nie

Schwarzes iPhone 8 mit Verpackung

Schwarzes iPhone 8 mit Verpackung

Selbstverständlich ist das iPhone 8 rasend schnell. Die 64 Gigabyte der Standardvariante reichen für mich gut aus, höchstwahrscheinlich weil ich keine Videos mit dem iPhone drehe und sich meine Musiksammlung mit ein paar hundert Liedern als relativ klein erweist. Aber ist das iPhone 8 eine Kaufempfehlung? Natürlich nicht – im Herbst kommt nämlich wieder ein neues Modell heraus!

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Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).