Oury Jalloh bekommt Menschenrechts Filmpreis

Selbst heise online war es eine Meldung wert, dass der Deutsche Menschenrechts Filmpreis an den Film “Oury Jalloh” ging.

Oury Jalloh war ein Asylbewerber, dem es im Januar 2005 im Dessauer Polizeigewahrsam gelang sich selbst zu verbrennen; auf einer feuerfesten Matratze, an Händen und Füßen gefesselt und nachdem er von der Dessauer Polizei durchsucht worden war.

Nach 46 Prozesstagen verstricken sich zwei Polizisten immer wieder in Widersprüche. Es scheint wohl ein komplizierter Fall gewesen zu sein …

Ähnliche Beiträge

Hier schreibt exklusiv für Dich

Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).

2 Kommentare

  1. Und heute schreibt MDR.DE, dass der Prozess endet …

    Nach fünf Brandversuchen steht nun offenbar auch fest, dass es für Jalloh möglich war, den feuerfesten Bezug der Matratze selbst aufzuschlitzen und das Innere anzuzünden, obwohl er an Händen und Füßen gefesselt war.

  2. Ich finde es empörend, dass so etwas in deutschen Gefängnissen passieren kann. Ich will auch nicht sagen, dass die Polizisten unschuldig sind.

    Aber, auf der anderen Seite finde ich irgendwie beruhigend, dass die deutsche Justiz sich schwer damit tut, jemanden zu verurteilen, wenn nicht sicher ist, dass er schuldig ist. Ich hätte angst, wenn sie, nur weil dieser sich in Widersprüche verstrick, entscheidet, er sei schuldig.

    Immerhin muss nicht der Angeklagte muss seien Unschuld beweisen, sondern der Staat muss beweisen, dass der Angeklagte schuldig ist.

    Das ist nicht gegen Deinen Beitrag gesagt, denn der ist ja sehr neutral gehalten ;-)

    Gruß
    Dirk

Kommentare sind geschlossen.