“Studie: Zu viel Medienkonsum macht dick, dumm und traurig” ja, wirklich?!

Golem.de gab heute morgen einen Beitrag unter dem Titel “Studie: Zu viel Medienkonsum macht dick, dumm und traurig” die ersten Ergebnisse einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (KfN) heraus. Auf der Projektseite der Studie “Mediennutzung und Schulleistung” sind diese Ergebnisse veröffentlicht.
Die Studie an sich bzw. die nun herausgegebenen Ergebnisse sind sicherlich interessant, weisen sie doch nach, dass Kinder und Jugendliche, die viel fernsehen und computerspielen, schlechtere
Schulleistungen haben als Kinder und Jugendliche, die wenig fernsehen bzw. computerspielen und stattdessen mehr lesen, sich in Sportvereinen u.ä. engagieren.
Die grundlegende Frage, warum diese Kinder und Jugendlichen soviel fernsehen bzw. computerspielen, wird (noch) nicht beantwortet. Aber diese ist doch m.E. die wichtigste aller Fragen. Auch interessant dürfte sein, ob nur alleine oder doch mit mehreren Fernsehen geschaut
wird. Sind vielleicht die in der Schule schlechten Kinder und Jugendliche Einzelgänger mit wenig sozialen Kontakten? Und hat das Einfluss auf schulische Leistungen?
Hoffentlich werden diese Fragen noch weiter beantwortet, die Studie hat immerhin eine Laufzeit bis Mai 2008.

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Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).