Ein Virenscanner für den Mac?!

Es ist wohl eine Glaubensfrage, ob man für einen Mac überhaupt einen Virenscanner braucht. Es scheinen sich aber alle einig zu sein, dass man eine Antivirus-Lösung benötigt, wenn man enge Kontakte zu Windows-Rechnern hat. Denn hier würde ein Mac-Computer so mehr oder weniger als Verteiler fungieren, während ein Mac-Virenscanner eine Verbreitung im Umfeld doch stören, verlangsamen, stoppen kann.

Für mich war das weniger wichtig. Einfallstore sind bei meiner aktuellen Nutzung weniger selbstgebrannte DVDs, USB-Sticks oder SD-Karten. Es ist eher der Browser. Also das böse Internet. Und hier darf man einmal Java und Adobe Flash grüßen. Und vielleicht auch noch JavaScript, wobei die meisten aktuellen damit wohl recht gut klarkommen. Java hingegeen lässt sich einfach komplett deaktivieren in Safari, meinem aktuellen Lieblingsbrowser unter Mac OS X. Und gegen Flash hilft das kleine Plugin ClickToFlash.

Trotzdem stellt sich mir die Frage, ob ich nicht einen Virenscanner benutzen sollte, der auch gleich Web-Inhalte scannt. Avast wäre ein solches Programm. Aber das ist mir dann doch etwas zu gruselig. Muss man doch davon ausgehen, dass dann mein gesamter Browserverlauf nicht nur bei irgendwelchen Geheimdiensten, sondern auch noch bei dem Antivirus-Hersteller ist. Das muss ja nicht sein.

Und eigentlich brauche ich nur einen simplen Antiviren-Schutz: Bei Bedarf soll die App scannen. Und ansonsten soll sie sich ruhig verhalten und keine Ressourcen verbrauchen. Ich bin dann auf ClamXav aufmerksam geworden. Es erfüllt meine Anforderungen, ist kostenfrei und wird auch immer wieder empfohlen in diversen Internetforen. Wenn ihr andere Empfehlungen habt, bin ich ganz gespannt auf eure Antworten bei ADN oder Twitter.

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Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).