Apple und die Innovationen – Einmal lästern bitte

Gestern veröffentlichte Apple seine Quartalszahlen. Die waren nun besser als erwartet, obwohl die Gewinne doch gesunken sind. Denn es wurden wohl anscheinend mehr iPad Minis verkauft, bei denen die Gewinnmarge nicht so hoch ist. Aber es stiegen die Verkäufe der iPhones. Ausführlicher berichtet die futurezone. Und fängt dann auch noch an, über Apple zu lästern. Unglaublich, aber wahr ;-)


Die Börsenmakler schienen sich wohl nicht an diesen Ergebnissen zu stören, der Kurs der Appleaktie stieg mal wieder. Ein Technikmagazin wie die Futurezone konzentriert sich aber verständlicherweise nicht auf irgendwelche Börsenkurse, sondern schreibt über die Technik. Und da monieren sie die fehlenden Innovationen Apples in den letzten Jahren:

Es ist mittlerweile drei Jahre her, dass Apple ein revolutionäres Produkt auf den Markt gebracht hat: den Tablet-Computer iPad. Das iPhone wurde vor sechs Jahren vorgestellt. Seitdem pflegte Apple die Baureihen lediglich.

Über eine iWatch wird spekuliert, aber ob die Futurezone diese als Innovation von Apple bezeichnen würde, bezweifle ich. Schließlich gibt es mit der Pebble schon ein ähnliches Produkt. Apple würde da nur eine Idee eines anderen benutzen und vielleicht verfeinern. Vor einiger Zeit schoss ich in dieselbe Richtung: Keine Widgets & kein gutes Sharing in iOS, iCloud und iMessages Probleme und natürlich ein grandioses Disaster mit Apple Maps. Mittlerweile bewerte ich das doch etwas anders.

Bugfixes & Stabilität statt Innovationen bitte!

Echt überrascht war ich über die Installation eines neuen Programmes in Mac OS X. Viele Programme haben nämlich keine nervige Installationsroutine, die man durchklicken muss. Meistens muss man die Programmdatei einfach in den Programme-Ordner legen. Einfach so. Simple & bequem. Und die meisten Programme fragen beim ersten Start noch einmal kurz nach, ob sie selbstständig nach Updates suchen sollen. Bitte, ja! Unter Windows kannte ich ein solches Verhalten nur von den populären Browsern und einigen anderen Programmen.

Ebenfalls bequem ist auch die Installation von neuen Programmen über den Mac Appstore. Kannte ich schon von Ubuntu und mochte ich damals schon. Beiden ist gemein, dass die Installation schnell und ohne Benutzereingriffe erfolgt. Und dass man bei der Installation nicht irgendwelche Toolbars o.ä. wegklicken muss.

Und es sind solche Innovationen, die ich suche. Kein Google Glass mit einer Stunde Akkulaufzeit. Und auch kein iPhone 5 mit zweifelhafter Laufzeit.
Aber mit guter Akkulaufzeit, flüssiger Bedienung, Stabilität, dem Verzicht und Schutz vor Adware/erzwungene Toolbars etc., Übersichtlichkeit und einfacher Bedienung gewinnt man kaum Testberichte. Hoffentlich erinnere ich mich bei meinem nächsten Technikeinkauf an diese Kriterien. Denn ich will kein Betatester sein, sondern ein ausgereiftes Produkt kaufen…

Ähnliche Beiträge

Hier schreibt exklusiv für Dich

Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).