Windows vs. Linux – ein realistischer Vergleich

Nachdem ich mich vor einiger Zeit enttäuscht von Linux (konkret einer OpenSUSE-Installation) verabschiedet habe, schreibe ich diese Zeilen nun mit einem frischen Kubuntu. Zurück zu den Zeiten von OpenSource und kryptischen Shell-Kommandos à la mit tar xzvf windows-xp-2.10-3.1.network.i386.tar.gz.
Unabhängig von moralisch/ethischen Gesichtspunkten und von Betriebssystem-Ideologien befreit ist hier nun ein möglichst realistischer Vergleich von Linux und Windows.

Closed Source vs. Open Source

Bei Linux liegt der Quellcode offen. Das betrifft den Kern des Betriebssystems (Kernel) als auch den Großteil der Software. Hingegen ist der Quellcode von Microsoft Windows nicht offen einsehbar. Bei den Programmen für Windows gibt es keinen wirklichen Standard, wenn man sich die unzähligen Programme im Internet anschaut. Ein offener Quellcode bedeutet, dass sich jeder die Funktionsweise eines Programmes anschauen kann und sie ggf. auch verändern kann.
Realistisch betrachtet: Kein normaler Anwender schaut sich den Quellcode eines Programmes oder gar seines Betriebssystems an. Will man an einzelnen Komponenten oder Eigenschaften Änderungen vornehmen, werden die meisten Anwender auf Software zurückgreifen, die entweder dafür mitgeliefert oder dafür erhältlich ist.

Hardwareunterstützung: WLan, Drucker, Scanner, TV-Karte u.ä.

Die verschiedenen Geräte benötigen Treiber, um richtig zu funktionieren. Für Windows werden sie bei den neuen Geräten auf CD vom Hersteller mitgeliefert. Für Linux gibt es oftmals keine Treiber direkt vom Hersteller, sie müssen selber von der Linux-Community programmiert werden. Sicherlich eine Heidenarbeit, gerade wenn die Unterstützung der Hardwarehersteller nicht groß ist. Trotzdem ist diese Arbeit meiner Erfahrung nach nicht mit dem gleichen Erfolg gekrönt, wie die originäre Unterstützung durch die Hersteller selber unter Windows. Und ein nicht funktionierendes Gerät ist einfach nicht akzeptabel. Auch wenn dies vornehmlich im Verhalten/der Geschäftsphilosophie der Hersteller begründet liegt.

Bürosoftware: MS Office gegen den Rest der Welt

Jeder, der einmal in einem größeren Betrieb gearbeitet hat, weiß, dass MS Office die Standard-Textverarbeitung ist. Gegen Excel und Powerpoint kommt kaum eine Software an und Word gibt den Standard vor, was eine Textverarbeitung können soll. Zwar muss MS Office noch extra kostenpflichtig erstanden werden, wer aber auf seinem privaten Laptop vor- oder nacharbeiten muss, wird selten darum kommen. Für den reinen Privatanwender reicht allerdings eine kostenlose Version wie KOffice oder OpenOffice.org durchaus aus.

Profi-Software: Adobe Photoshop, Videoschnitt (Pinnacle, Vegas)

Profis haben keine Wahl, wenn Linux oder Windows zur Auswahl stehen. Das kostenfreie OpenSource Grafikprogramm GIMP mag für den Privatanwender ausreichen. Für Profis muss es aber Photoshop sein, das unter Windows (und natürlich Mac) läuft. Im Bereich Videoschnitt sieht es ähnlich aus.
Für den normalen Heimanwender stellt sich natürlich die Frage, ob und wann er ein Video schneidet. Oder ob er überhaupt die vielfältigen Möglichkeiten von Photoshop und anderer Profisoftware ausnutzen kann.

Normale Software für den täglichen Gebrauch

Wer weiß, dass der Internet Explorer ein Browser ist, der kommt auch mit freien Alternativen wie Firefox oder Konqueror zurecht. Und wer es schafft, sein Outlook (Express) einzurichten, kann auch Thunderbird, Evolution oder KMail benutzen. In der Bedienung unterscheiden sich die unterschiedlichen Programme für Linux oder Windows wirklich nur marginal. Sicherlich hat jedes seine Besonderheiten, seine Tücken und Vorteile, das ist aber vom Betriebssystem unabhängig.
Allerdings holt hier Linux bzw. die meisten Linux-Distributionen seinen Vorteil. Ein Paketmanager erleichtert nicht nur das Entfernen von Software —wie es die Windows-Systemsteuerung macht— sondern hilft auch beim Suchen nach neuer Software. Eine Internetverbindung vorausgesetzt, findet man schon mit einem einfachen Stichwort wie mp3 eine Liste von MP3-Spielern für den eigenen Rechner. Der Windows-Benutzer hingegen muss sich durch Suchmaschinen quälen und findet oftmals nur vereinzelt MP3-Player. Schon gar seltenst eine Liste, aus der er auswählen kann und die er immer an gewohnter Stelle wiederfindet.

Aktuell bleiben

Bugs, Fehler und Neuerungen gibt es in allen Betriebssystemen und in eigentlich jedem Programm. Unter Linux können nicht nur die Aktualisierungen des Betriebssystems bequem über den Paketmanager eingespielt werden, wie dies auch die Updatefunktion ähnlich macht, nein auch gewöhnliche Programme können so aktuell gehalten werden.
Für den simplen Anwender ein Quell der Bequemlichkeit, um neueste Features und Fehlerbereinigungen frei Haus geliefert zu bekommen.

Viren & Datenschutz

Dass für Linux eigentlich keinen Virengefahr besteht, sollte sich schon herumgesprochen haben. Die relativ geringe Verbreitung von Linux und der grundsätzlich sicherere Aufbau (die Unterscheidung in User und Administratoren mit unterschiedlichen Rechten als Standard) sorgen dafür. Und wessen Urlaubsfotos einmal von einem Virus dahingerafft wurden, weiß diesen Vorteil zu schätzen.

Immer mal wieder tauchen Schlagzeilen in den Medien auf, dass Windows bestimmte Daten an Microsoft sendet. Wohlgemerkt unsichtbar und meist auch nicht nachvollziehbar für den Benutzer. Die unterschiedlichen Linux-Distributionen nehmen es da meist etwas genauer mit dem Datenschutz und der Erhebung von Daten.

Die Kosten

Eigentlich kostet Microsoft Windows Geld. Genauso wie Microsoft Office. Aber realistisch betrachtet, dürften wohl die wenigsten Privatanwender für eines der beiden jemals direkt bezahlt haben. Windows ist bei den meisten neuen Computern als sogenannte OEM-Version mit dabei und wenn nicht gerade auch ein Office-Paket mitgeliefert wird, dann leiht man sich beim Nachbarn dieses kurz aus. Dass Letzteres illegal ist, dürfte durchaus bekannt sein. Aber interessiert sich wirklich ein Privatanwender dafür? Meiner Meinung nach ist dies in 90% der Fälle nicht so.
Die meisten Linux-Distributionen sind umsonst aus dem Internet herunterzuladen. Also legal und kostenfrei.

Wer das illegale Kopieren von Software nicht mit seinen ethisch/moralischen Grundsätzen vereinbaren kann, sollte also einmal seine Softwarequellen überprüfen.

Ich will spielen!

Tja, Spiele unter Linux sind ebenso ein weites Feld für mich wie unter Windows. Die modernen Ego-Shooter, Jump’n Run und Strategiespiele kenne ich nicht. Es gibt einige für Linux, aber die modernen Spiele dürften ebenfalls in fester Windows-Hand sein. Für das kleine Minesweeper oder Solitaire zwischendurch sorgen auch die meisten Linux-Distributionen. Aber Linux ist dann doch eher zum Arbeiten und Internetsurfen als zum Spielen der neuesten, grafisch aufwendigen Spiele.

Feeling & Bequemlichkeit

Die wenigsten werden wohl Interesse an dauerndem Arbeiten an ihrem und eben nicht mit ihrem Betriebssystem haben. Es soll laufen und zwar fehlerfrei. Das Aktuell-Halten der verwendeten Software ist ein Schritt, der am Einfachsten mit einem guten Paketmanager von Linux funktioniert. Und meiner Erfahrung nach laufen Linux-Systeme auch weniger problematisch als Windows-Betriebssysteme.

Das äußere Erscheinungsbild von Windows lässt sich nur schwer vollständig ändern. Mit KDE und Gnome —den zwei vorherrschenden Linux-Oberflächen— ist dies sehr einfach möglich. Sie warten auch schon zu Beginn mit unscheinbaren und hübschen Desktop-Hintergrundbildern auf, die die typische Windows-Blumenwiese um Längen schlagen.
Und wie der Computer nun aussieht, ist wichtig. Schließlich streicht man ja auch in seinem Büro und seinem Hobbyraum.

Und nun? Linux installieren?

Linux-Distributionen wie Ubuntu (bzw. Kubuntu), OpenSUSE und Fedora bieten bei der Installation an, dass Windows installiert bleibt und gleichzeitig Linux installiert wird. Ein schöner Kompromiss, um Linux zu testen.
Jedenfalls wenn man zu den Glücklichen gehört, die Drucker, WLan, Scanner etc. haben, die von den Linux-Distributionen unterstützt werden. Und wenn man nicht regelmäßig mit MS Office oder anderen kostenpflichtigen Programmen arbeiten muss bzw. bestimmte Spiele spielen will. Für einen sicheren Rechner war und ist Linux eine überlegenswerte Alternative, wenn auch oft noch wenigstens rudimentäre Englischkenntnisse von Vorteil sind.

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Hier schreibt exklusiv für Dich

Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).

98 Kommentare

  1. Christian

    Es freut mich, dass Du Linux wieder ein Chance gibst.

    Deinen Artikel finde ich (mal wieder) sehr gelungen. Er ist schön neutral gehalten und klar geschrieben.

    In der Hoffnung, dass Du diesmal lange Freude hast mit Linux.

    Gruß
    Christian

    • xway

      Hallo,

      schön neutral gibt es nicht! Entweder neutral, oder nicht neutral. Kann überhaupt ein Mensch neutral in seiner Sprache, in seinen Worten usw. sein? Wenn man neutral sein will, muss man Bezug zu seiner Person vermeiden. In den Behauptungen fehlen jede Menge Quellen.

      Es sollte nicht vergessen werden, dass die Entwicklung von Linux auch Geld kostet. Ganz ohne Geld kann die Linux-Community nicht existieren, da z.B. Server Geld kosten und manche Entwickler einfach von etwas leben müssen.

      Grüße xway

  2. Danke. Mal schauen, was so die üblichen Verdächtigen (aka Drucker etc.) demnächst dazu sagen ;)

  3. Andrea

    Interessante Gegenüberstellung, die mich dazu bringt, meinen Entschluss (nach Jahren wieder von Linux zurück zu Windows zu wechseln), zu dem ich mich gerade durch gerungen hatte, doch nochmals zu überdenken. ;-)

    Gruß
    Andrea

  4. Wie wäre es mit einem Kompromiss? Zwei Betriebssysteme also Windows und Linux sind ja nun nicht das Problem …

    Aber die große bekehrende Offenbarungs-Predigt sollte es auch nicht werden ;)

  5. Ja Marc,

    Du hast die Nägel auf die Köpfe getroffen.
    Ich denke ebenfalls, dass Dir hier eine saubere und neutrale Gegenüberstellung gelungen ist, und mir wird wieder mal klar, warum ich mich nicht für eins der Systeme entscheiden kann… :-(

    Wenn es um Betriebsysteme geht, sitzt man (ich) immer zwischen den Stühlen:
    Es gibt nicht das Betriebssystem, höchstens das am besten passende. Eben das, mit dem man sich zufrieden gibt. Oder Notlösungen, wie z.B. verschiedene Partitionen mit verschiedenen Betriebsystemen. Zumindest ist Letzteres bei mir der Fall, da ich nicht ganz auf Ubuntu verzichten will, aber ohne das wesentlich einfachere Windows für den täglichen Bedarf und das „mal eben doppeltklicken installieren und ausprobieren“ nicht leben mag.

    Gruß
    Dirk

  6. @Mambo.Kings: Danke für den Tipp mit Medibuntu. Das kannte ich noch nicht und werde es mir mal anschauen.
    Vmware etc. benutze ich nicht, so viel probiere ich meist auch nicht herum. Obwohl das natürlich dadurch gerade sehr reizvoll klingt ;)
    Und mir in der Vergangenheit einige Neuinstallationen erspart hätte.

    @Dirk: Ich sehe es ähnlich. Obwohl mir ein OpenSource-System lieber wäre, weil ich solche für grundsätzlich vertrauenswürdiger halte, ist die Umsetzung eines einwandfrei funktionierenden OS halt schwerer: Vor allem meine anscheinend ungewöhnliche Hardware ist mein Problem. Und halt die Bequemlichkeit bei MS Office bzw. den Problemen von Openoffice.org etwas adäquat zu im/exportieren.

    Auch wenn sich da schon viel getan hat in den letzten Jahren … Aber ich warte vielleicht doch noch etwas auf die eierlegende Wollmilch-Sau ;)

  7. Vielleicht muss ich doch meine Meinung zur Hardware-Unterstützung revidieren. Gestern fand die Live-CD von Ubuntu problemlos einen USB-WLan-Stick, der an einem internen USB 1.0 zu USB 2.0 proprietären Hub hing, einen bislang niemals unter diversen Linux-Distributionen laufenden Drucker und einen ebenfalls bislang niemals unterstützen, älteren Scanner. Nach dem jeweiligen Anschalten funktionierten die Geräte problemlos.
    Eine definitiv überzeugende Vorstellungen der Fähigkeiten von Ubuntu Linux.

  8. Toll Marc,

    endlich hatte ich mal Gelegenheit den Artikel in Ruhe zu studieren. Nachdem Linux mein altes Laptop verlassen hatte, werde ich vielleicht doch ein wenig schwach…

    Nur eines: Zitat: “Eine Internetverbindung vorausgesetzt,…”
    Und hier würde mich Deine Meinung zum WLAN interessieren. Konntest Du bei diesem Thema etwas eruieren? Mein Problem lag ja immer beim WLAN, mal klappte es – mal nicht :-)

    Auf jeden Fall ein sehr gelungener Beitrag, den ich sogar in einem anderen Forum schon empfohlen habe, sorry.. ;-)

    Grüße Matze

  9. Ich habe bei zwei PCs eine out-of-the-box-Unterstützung für WLan-Sticks von AVM gesehen. Jeweils ohne die geringsten Probleme und WPA bzw. WPA2-Verschlüsselung.

    Wenn du es nicht ganz einfach mit der Live-CD austesten möchtest, kannst du vorher einen Blick ins Ubuntu-Wiki werfen.

    Und wenn ich mich gegen Empfehlungen schon nicht wehren kann, dann heiße ich sie natürlich willkommen ;)

    Gruß Marc

  10. Andrea

    Hey Marc,

    am Wochenende installierte ich nun tatsächlich wieder zwei Betriebssysteme auf meinem Rechner. Ich wechselte von Windows XP Home zu Windows XP Professional und von SuSE zu Ubuntu [gutsy gibbon].

    Dass ich zu dieser Entscheidung kam, hing auch mit Deinem Beitrag hier zusammen, machte mir dieser doch die Vorteile von Linux prinzipiell noch mal klar und mich auf Ubuntu einfach neugierig.

    Bis jetzt bereue ich das nicht und kann nur bestätigen:

    Ubuntu ist wirklich klasse.
    Ich bin sehr zufrieden.

    Gruß
    Andrea

  11. Pingback: ein-uwe.de » Warum Windows zum spielen und Linux zum Arbeiten ist.

  12. `bin grad über das blog gestolpert, sehr nett.

    Ich muss Dir allerdings in einem Widersprechen:
    >>Bei den Programmen für Windows gibt es keinen wirklichen Standard, wenn man sich die unzähligen Programme im Internet anschaut.

    Das sehe ich gerade umgekehrt:
    Der Standard bei Windows wird quasi schon durch die Programmiersprache oder das framework vorgegeben- der grundsätzliche Aufbau eines C#-Programmes ist eigentlich immer gleich. Auch kann man bei Windows sicher sein, dass das Programm eine GUI hat, diese auch immer läuft, etc…
    Bei Linux kann es schonmal sein, dass ich keine GUI habe, diese TCL benötigt, oder sonstwas.
    Daher finde ich geht dieser Punkt (auch unabhängig von “der user schaut eh´ keine code an”) an Windows. Der Wildwuchs bei Linux-Applikationen in den letzten Jahren finde ich schlimm…

    Trotzdem ein sehr guter Artikel!

  13. Danke schön! Wiederkehrende Besucher und Kommentatoren sind natürlich immer herzlich willkommen ;)

    Ich überlegte zuerst, ob ich wirklich Punkte verteilen sollte. Doch die Gewichtung wäre mir sehr schwer gefallen …
    Ein großer Wildwuchs an Linux-Programmen ist mir nicht wirklich aufgefallen, weil ich meist den einfachen Weg des mehr oder vorkonfigurierten Linux-Desktops (sei es Gnome, KDE oder XFCE) nutzen kann. Und ich auch meist keine ausgefalleneren Programmwünsche an Linux habe.
    Trotzdem ist die Verfügbarkeit als OpenSource oder eben nicht, für mich kein Punkt für Linux. Denn wenn man es realistisch vergleicht, ist dies dem Anwender vollkommen egal. Er profitiert nur von einer ähnlich aussehenden GUI, wie du schon sagtest.
    Der Punkt ginge an Windows, ethische (und meist auch finanzielle) Überlegungen mal beiseite geschoben.

  14. joe

    also ich finde diesen beitrag sehr hilfreich. Jedoch muss ihc hinzufügen, dass linux sehr oft auch zu problemen führen kann. hießt im KLartext:
    – dein altes windows ist auf einmal weg und nicht mehr im bootmenü
    -es gibt nur schlechte musikplayer für linux (z.B. kein iTunes)
    – dein iPod ist auch nunmehr nicht mehr kompatibel (gegebenfalls kann man aTunes benutzen ist aba ein schlechtes programm)
    – gnome hängt sich auch schon mal gerne auf
    -und die designs bei ubuntu sind bis auf das neue (ubuntustudio) eigtl nicht besonders anspruchsvoll

    –> probiert linux (ubuntu) trotzdem mal aus, es lohnt sich:-)

    • hsitt

      Also sorry es soll kein iTunes für linux geben, das stimmt nicht so ganz es heißt aTunes und Läuft sehr gut.

      Ich nutze Linux seit der 6.2 und die Probleme die ihr hier habt habe ich noch nie gehabt, ich habe auch alle AudioCodecs man man man euro Probleme kann ich nicht nachvollziehen.

      Okay kann auch daran liegen das ich Dipl. Informatiker und System und Netzwerk Admin bin, in Linux,Unix,OS/2 und Windows bin.

      und mir auch hier und da selber was Schreibe, aber die Codecs sind alle zum downloaden verfügbar.

      Und Drucker Probleme hatte ich noch nie, weder bei Parallel Drucker noch Netzwerk oder Wlan IP Drucker.

      Sorry aber bei einem bin ich mir sicher bei, gut eingestellten Linux kommt kein Hacker oder Virus rein das kann man ganz einfach Blockieren mit Port maping.

      Oder mal so Beispiel mit einem Bekannten Port: extern 80 und Intern 8081 der geht dann erst mal in einen Sicherheits Container und wir überwacht.

      Wenn man es richtig macht, kommt er nicht weit und geht zurück zum absender.

  15. Wobei Amarok ein unvergleichlich gutes Musikprogramm (Player+Verwaltung) ist. Nur dass man viele KDE-Abängigkeiten auch erfüllen muss, stört den Gnome-Benutzer etwas. Aber Banshee ist eine gute und kleinere Alternative für Gnome. Und iTunes finde ich einfach nur schlecht, super träge für die simple Funktionalität …

  16. joe

    naja washeißt träge??? also auf meinem pc läuft iTunes wunderbar, bzw lief…ich habe Ubuntustudio draufgemacht, weil ich probleme mit cubase SX4 hatte. Dabei ist ein kleiner fehler mir wohl unterlaufen, als ich die Partitionen erstellt habe, und jetzt hab ich laut bootmanager kein windows mehr…ist mir momentanaber auch eigtl egla. Hattesowieso andauernd probleme mit microschrott^^. und für meine Anwendung fürs studiorecording reicht ardour GTK2 völlig aus. vielen dank, hab amarok noch gar nicht gesehen, werd’s gleich mal ausprobieren. Hoffe nur, dass das mit der bibliothek nicht so lange dauert, hab nämlich so ungefähr 50 GB musik auf meinem pc…nunja werd ich ja sehen…

  17. Es mag vielleicht an meinem etwas betagten Computer liegen …

    Bei Amarok solltest du bei der Menge sicherlich die MySQL-Datenbank benutzen. Erfordert zwar etwas Aufwand beim Konfigurieren, soll aber doch schneller sein.

  18. joe

    ok hab ich jetzt aba der kann kein mp3 abspielen und jetzt???

  19. joe

    der akzeptiert aber echt gar kein format, welches ich benutze. gibt es iwo plugins für Amarok??

  20. Hmmm … Davon habe ich eher wenig Ahnung, muss ich ja zugeben. Hast du MamboKings Kommentar zu den Codecs gelesen?

    Vielleicht hilft auch das Metapaket “Ubuntu Studio Desktop”. Der Desktop ist auf Audiobearbeitung unter Ubuntu Linux ausgelegt.

  21. joe

    ich weiß, ich benutze ja derzeit ubuntu studio desktop. Ich habe jetzt erstmal Automatix2 installiert. Der müsste mir dann wohl die wichtigsten plugins downloaden. Momentan benutze ich einfach audacious, der ist einfach zu bedienen und kann fast alle formate abspielen. aber amorak ist wirklcih um einiges besser als iTunes: Verwaltung ist besser, er frisste nicht so viele systemressourcen, sieht ganz gut aus, hat sehr viele Funktionen…spielt nur leider nur 1/1000 meiner musik ab^^.

    aber trotzdem vielen dank! :-)

  22. joe

    hi nochmal,
    ich hätte da noch eine frage: wenn ich audacity öffne, um etwas aufzunehemn, dann zeigt es mir folgenden fehler an:

    “Fehler beim Öffnen des Audiogeräts. Bitte prüfen sie die Einstellungen für das Audiogerät und die im Projekt eingestellte Abtastrate (Samplefrequenz).”

    Wo kann ich diese “Samplefrequenz” abrufen?? was genau soll ich machen.

    ich benutze HDA intel (alsa mixer)und audacity 1.3.2.beta.

  23. Ja, habe ich. Aber außer dass es ohne große Probleme läuft und ein hübsches Hintergrundbild für den Gnome-Desktop gibt, kann ich nicht wirklich etwas sagen.

  24. matsch

    @joe: Da mp3 kein offenes Format ist, kann Ubuntu die entsprechenden Codecs nicht von Haus aus mitliefern, im Gegensatz zun .ogg beispielsweise.
    Um die restrictiven Sachen wie mp3, flash java etc nachträglich zu installieren, musst du einfach das paket: “ubuntu-restricted-extras” installieren.
    Danach sollte alles laufen.

    PS.: Amarok ist wirklich Klasse! :-)

  25. cooffee maaasteer

    Ich finde das diese seite nicht veröffentlicht werden sollte da sie krankhafte kämpfe zwischen linux und windows anzeigt!!! =)

  26. blabla

    Naja. Der Beitrag wählt seine Kriterien doch schon in einer Art und Weise, die eindeutig von der Windows-Welt her geprägt ist.
    Fast so, als würde man schauen, welches Betriebssystem eher Windows entspricht, Linux oder Windows?.
    Konkret meine ich z.B. den Punkt “Bürosoftware”. Das scheint mir die Frage danach zu sein, welches Betriebssystem eher für Sekretärinnen geeignet ist. Ansonsten könnte diese Frage niemals so gestellt werden. Denn: schreiben, Präsentationen machen usw. kann man ganz unabhängig vom Betriebssystem am besten mit LaTeX, da kommen Word (bei Texten) und PowerPoint (bei Präsentationen) nichtmal ansatzweise mit.
    Gleiches gilt für den einleitenden Punkt zur Frage der Offenheit der Quellen sowie zum daran anschließenden “Treiberproblem”. Dass die meisten Anwender nicht die Kenntnisse haben, einen Quellcode zu bearbeiten, kann man kaum einem Betriebssystem vorwerfen.
    Das, was an Linux positiv hervorgehoben wird, sind die üblichen Phrasen, die nur naiv nachgeplappert werden.
    Die wirklichen Unterschiede und Vorteile (Konsole, irgendwer???) werden gar nicht betrachtet.
    Unbrauchbarer Artikel.

  27. Für diejenigen, die Tex benutzen, ist der Artikel auch wirklich nicht gedacht …

  28. Ubuntuuer

    ich finde den beitrag sehr gerecht geschrieben.
    dennoch muss ich ein wenig kritik ausueben, wegen der treiber
    wlankarten sind seit 8.4 ubuntu yu 98 proyent abgedeckt , dies gilt auch fuer usb scanner und drucker

    mgf david

  29. Danke schön. Mit den Treibern gebe ich dir bei Ubuntu grundsätzlich recht. Allerdings gibt es auch immer wieder Probleme. Das gibt es zwar bei allen Betriebssystemen, aber oft (!) ist unter Windows nur das Ausführen einer .exe notwendig, um solcherart Probleme zu beheben.

  30. Tim W

    Hallo, also der Vergleich ist wirklich gut! Da für mich Spiele sehr wichtig sind und ich eh bereits legale Lizenzen für WinXP und Office habe, wäre Linux nur ein Zweit-Betriebssystem. Da interessiert mich aber brennend eine Frage, nämlich ob die angesprochenen Distributionen auch problemlos mit einem 64-Bit Prozessor klarkommen (tun sie vermutlich) aber noch wichtiger: ob es mit 6 bzw 8 GB RAM zu Problemen ähnlich wie unter Windows XP (32 Bit) kommt…

  31. Soweit ich informiert bin, kommt 64bit auch in großen Schritten im Linuxbereich. Problematisch sind wohl noch wie unter Windows die wenig 64bit-nativen Anwendungen.
    Und was solche Massen an RAM angeht, stellt es wohl unter Linux kein Problem dar, man muss bloß den Kernel selber kompilieren, damit er auch vollständig erkannt wird. Einige Linuxkenntnisse bzw. das Einlesen in einige Linuxdokumentationen sind wohl notwendig dann.

  32. Tim W

    Hmm.. selber kompilieren dann. Ich glaube, das gehe ich mal in Ruhe an, wenn ich Urlaub habe. Danke für die Info! :)

  33. In den diversen Linuxforen findet man auch immer gute Threads bzw. Hilfe bei solchen Problemen. Für Ubuntu ist ubuntuusers.de eine sehr schöne Adresse, die mir schon bei zahlreichen Linuxproblemen geholfen hat.

  34. wenox

    Bitte?
    Es gibt keine ansprechenden Gnome Designs?
    Gnome übertrifft in Sachen Design Windows um längen. Entweder man sucht sich unter Gnome-look.org das perfekte Design für sich oder man steigt auf Fluxbox, Kde oder einem anderen Fenstermanager um und sucht sich dort entsprechende Themes. Es kommt ganz auf die Einrichtung an. Klar ist Gnome out-of-the-box nicht so Schön Blau / bzw. Schwarz wie XP / Vista, aber man kann alles seinen Wünschen entsprechend anpassen.

    Die Zeiten, dass Linux und die dazugehörigen Fenstermanager altgebacken und langweilig aussehen sind lange vorbei – da erblassen selbst Mac User bei so vielen Spielereien vor Neid.

    Und ihr könnt mit entsprechenden Programmen auch euren iPod auf Linux verwenden. Da gibt es inzwischen sehr viele Software Alternativen. Google hilft.

    Man muss für ein neues Betriebssystem bereit zum Lernen sein – und wer das nicht will, der sollte bei Windows und die nächsten Versionen bleiben.
    Mir stinken die ständig wachsenden Hardware Anforderungen von Microsoft, als auch die Preise & die ständigen Explorer.exe Abstürze und bin seit 2006 Ubuntu User. Werde das weiterhin bleiben und bin rundum glücklich. Klar hatte ich unter Linux auch abstürtze – aber bei weitem nicht so viele wie unter Windows.
    Windows Apps die ich unbedingt brauche laufen unter WINE. Ein bisschen Know-How, engagement und alles sollte klappen.

    Viel Erfolg an alle !
    Never Change a running system & nichts ist perfekt.

  35. Jay

    Hallo,

    grundsätzlich finde ich einen solchen Vergleich gut, denn ich bin sicherlich kein extremer Verfechter eines der beiden Lager.
    Allerdings: Ist Dein Vergleich lediglich für den Privat PC relevant, da hier keine Vergleiche der Serversysteme/Features gemacht werden. Was ist wenn Unternehmen angewiesen sind auf Support ? Was ist mit der Wiederherstellungszeit von Systemen ? Was ist mit der Fernwartbarkeit ? etc….

    Sicherheit: Viren kann es unter Linux genauso geben. Eine Trennung von Admins und Usern gibt es auch unter Windows.
    Datenschutz: Microsoft sendet Daten ? Welche denn, das sind ja nun mal keine Mythen, sniff mal mit!

    Ich denke, es kommt einfach darauf an, was man mit seinem Computer macht. Wenn jemand Windows benutzt, weil er in einfachen Problemstellungen des Lebens schneller zu Ziel kommt, oder wenn jemand Linux nutzt weil er die Tiefen der Informationstechnik erforscht… Beide haben recht !

  36. Ja, mein Vergleich zwischen Linux und Windows bezieht sich nicht auf Server o.ä. Und ich versuchte die Vor- und Nachteile beider Betriebssysteme darzustellen, dass die Wahl des Betriebssystems möglichst nach den individuellen Kenntnissen und Ansprüchen erfolgen sollte, dürfte klar sein.
    Selbst eine Entscheidung zwischen Debian und Ubuntu kann in eine Diplomarbeit ausarten. Hier sind es Grundsätzlichkeiten, die ein erfahrener Linux-Benutzer wohl kennen und einschätzen dürfte. Aber nicht unbedingt ein Otto-Normal-Benutzer, der bislang nur Microsoft Windows kennt und vielleicht von Linux mal irgendwo gelesen hat.

  37. Da beide Distributionen eine Live-CD anbieten, kannst du es relativ bequem testen. Auch wenn Live-CDs wohl immer etwas langsamer sind als ein installiertes Linux.
    Meine persönliche Empfehlung ist aber Ubuntu, das mir einfach gut und problemlos zu funktionieren scheint.

  38. guten tag erstmal, wenn ich das richtig verstanden habe, bist du nicht wirklicher langzeit benutzer von linux? als freund von qualitativ kritischem blogging muss ich sagen, fehlt es mir hier leider an tiefe. du gehst nur sehr peripher auf die möglichkeit ein, linux auf nahezu jedem system zum laufen zu bringen, von mangelnder kompatibilität kann man nicht reden, die fehler müssen nur richtig angegangen werden.
    die einschätzung von MS Office halte ich für überbewertet. die neueste version hat nicht nur weniger funktionen als die vorgänger, sondern hängt in der einfachheit der bedienung für große wissenschaftliche projekte deutlich hinter open office in anbindung an latex (wer schreibt seine doktorarbeit in ein .doc? das täte mir leid). die wertung von linux als spiele konsole ist sicher korrekt, aber das ist auch nicht die intention des systems, eher ein missbrauch;) Form follows function. linux ist produktiv und effizient, nicht geeignet für ein spiel das schlichtweg spaß bringt. eine installationsempfehlung: nur an leute die viel platz (desktops etc.) und variabilität brauchen:)

  39. Dusty Crossing

    Interessanter Artikel, interessante Kommentare. Das verleitet mich nun auch etwas zum Thema zu sagen. Ich bin erst kürzlich vollständig zu Linux (openSUSE 11.1) umgestiegen. In den vergangenen Jahren haben ich immer wieder mal mit verschiedenen Distributionen experimentiert und letztlich immer wieder Linux zuunsten Windows verworfen. Jedenfalls bis vor kurzem. Mittlerweile überzeugt mich openSUSE mit KDE4.2 (habe über Factory von 4.1 upgegradet) total. Ich bin kein Bastler und – die Linux-Profies mögen mir das verzeihen – langes wühlen in Configs oder gar das händische Kompilieren befriedigen mich nicht wirklich. Trotzdem habe ich jetzt ein System hier, das nicht nur funktioniert, sondern sogar echt edel aussieht. Ein wenig musste ich experimentieren und sicher sehr viel in diversen Foren nachlesen. Doch es hat sich gelohnt. Ich habe alles was ich brauche und das auch noch durchdacht gelöst. KONTACT will ich nicht mehr missen und es macht mir Spass wie nie zuvor meinen Computer auch zu nutzen. Ich bin übrigens aus einem sehr emotionalen Grund gewechselt. Bei heise.de gab wurde kürzliche ein Artikel veröffentlicht, wo wieder über angebliche Software-Piraterie gejammert wurde. Diese ständigen Unterstellungen seitens der kommeryiellen Softwareanbieter, die meines Erachstens nach tatsächlich von den Privat-Piraten eher profitieren als von diesen geschädigt werden, ging mir gehörig auf die Nerven. Ich meine, dass die illegale Nutzung von kommerzieller Software im Privatbereich erst den Weg für den Vertrieb an Geschäftskunden geebnet hat. Ich könnte mir vorstellen, dass es so manchem Anwender, der eher klassisch einfache Ansprüche an seinen PC hat (Internet, Mail, Briefe schreiben, Chatten und Musik anhören), ähnlich wie mir geht. Sie geben wegen der ständigen Droh-Rethorik der Anbieter doch mal Linux eine Chance und lassen sich überzeugen, mehr noch, erfahren dass ihnen nichts abgeht unter Linux. Natürlich, auch mein openSUSE ist nicht Windows. Ich muss schon etwas tun, damit alles rund läuft. Aber der Aufwand hält sich in Grenzen, Tools (z.B. Yast) helfen mir und auch die Community ist nicht so schlecht. Belohnt werde ich mit Stolz, dem guten Gefühl, dass Microsoft mir jetzt den Buckel runter rutschen kann und vor allem einem Gesamtsystem, das mir alles Notwendige bietet. Wenn ich mir überlege, dass ich das alles für lau bekommen habe, dann alle Achtung und meinen Respekt an die zweifellos talentierten Entwickler all dieser begeisternden Tools und natürlich des OS selbst!

  40. Danke für deinen ausführlichen Kommentar!
    Spannend ist natürlich die Frage, wann und ob sich Unternehmen, Behörden etc. eine Unabhängigkeit von Microsoft leisten wollen bzw. können. Und natürlich, ob sie überhaupt dies müssen …

  41. Dusty Crossing

    Ein Muss im Sinne von neuer Funktionalität, womöglich einer regelrechten Killer-Applikation unter Linux, wird es wohl nicht geben. Aber unter dem Eindruck der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und dem daraus resultierenden Kostendruck könnten Geschäftskunden der großen Softwareanbieter womöglich doch hinterfragen, ob es nicht auch billiger geht und ob zum Öffnen eines MS-Word-Attachements wirklich ein MS-Office für knapp 400,- Euro erforderlich ist. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass Firmen auch mal die Nase voll haben, von den widerkehrenden und zeitraubenden Softwarelizenz-Audits …

  42. Es stimmt, dass Lizenzgebühren anfallen. Aber sicherlich auch Schulungskosten für die “Normalbenutzer”, die von Linux noch nie etwas gehört haben. Oder von OpenOffice …
    Da fällt schonmal der Umstieg von der originalen ICQ-Software zu Pidgin schwer.

  43. Dusty Crossing

    Ja, der Schulungsaufwand spielt sicher ein Rolle, bei solchen Überlegungen. Jedoch schulen Firmen schon heute nicht mehr ausreichend und die meisten Anwender kämpfen sich mit learning by doing durch immer komplexere Softwareprodukte. Zudem egalisiert die Einführung von Microsoft Office 2007 diesen Einwand in meinen Augen komplett, da das Ribon-Interface ein wahre Zäsur darstellt und im Vergleich dazu OpenOffice geradezu selbsterklärend ist. Jedoch könnte der verstärkte Einsatz von freier Software im privaten Umfeld dein Argument erst recht entkräften, weil die Benutzer immer mehr mit OpenOffice vertraut werden. Ich höre von und sehe immer mehr Benutzer, die zwar nicht Linux nutzen, wohl aber OpenOffice installieren. Vielleicht könnte das eine Bewegung auslösen, die sich langfristig als Trend zu Linux auswächst. Vergessen wir dabei nicht, dass zum Beispiel mit dem Mozilla Firefox auf anderem Gebiet Microsoft ebenfalls spürbar an Boden verliert. Was nun Pidgin angeht … lach … ich würde eh mehr zu KDE und Kopete raten ;) .

  44. In meinem Umfeld ist Zahl der OpenOffice.org-Benutzer doch recht gering. Da wird noch eher zu Firefox gegriffen, als eine Alternative zu MS Office gesucht. Zumal in Schulen auch hauptsächlich die Microsoft Office Suite noch verwendet wird.
    Das könnte noch ein langer Weg werden … Wünschenswert wäre etwas ernstzunehmende Konkurrenz natürlich schon.

  45. nortca

    Nun erstmal lob, dafür dass überhaupt versucht wurde „ohne vorurteile“ zu vergleichen.

    Trotzdem, ein test von paar stunden, tagen, Monate ist nicht dasselbe wie wenn man beide systeme, sowohl privat als auch firmenintern (Kundensupporter), tag für tag erleben kann (leider auch muss!).

    Was ich damit sagen möchte ist: beide Systeme haben vorteile – aber die nachteile können nicht mit unterschiedlichen (besser / schlechtere) Programmen, gui’s, Support etc begründet werden. Dies deswegen weil weder MS noch SuSe u.a. in irgendeiner form darauf direkten Einfluss nehmen die „Programme“ im sinne des Benutzers zu entwickeln. Der weg ist immer der gleiche: schnelle Fertigstellung um Marktanteile zu sichern, das gilt leider für beide Seiten, den auch SuSe muss Brötchen verdienen!

    Wenn also was „noch nicht verfügbar ist“ liegt das sehr oft daran das die Mehrheit es einfach nicht verwendet. Außerdem welcher Desktop nun schöner ist, ist wirklich sch.. egal – den was will man mit einem PC den nun genau können müssen?! Gamen? Arbeiten? Sich die zeit mit sinnlosen Flickereinen vertreiben? Permanent nach Updates suchen?

    Je länger ich (nun sind es fast schon ¾ meines Lebens!) mich mit der Hardware und OS beschäftige, desto mehr sehe ich das nicht der Benutzer den bedarf definiert, sondern die OS Hersteller, speziell MS. Bei 99% aller Kunden herrscht die Meinung das MS Office DAS Office überhaupt ist, so als wäre jedes Auto ein Space- Shuttle und es gäbe keinerlei alternativen. Das gleiche gilt auch für das OS, mind 80% aller privat User haben nie was anderes gehört.

    Was aber nur die wenigsten von denen wissen: nur ein geringer % Anteil von firmen benutzt reine MS Software, und die Server laufen praktisch alle auf Unix / Linux Derivaten. Mag sein das in unserer Gegend (Schweiz) die Verbreitung größer ist, aber wenn MS hier mehr als 10% der Server, und 40- 50% der Desktops bedient – dann würden die nur noch tanzen. In der presse und unter den Anekdoten der Folks- User sind oft zahlen von überragender MS vorherschafft zu hören…. Na ja, wie gesagt für mich und meine Kollegen sind das nur schöne Märchen, von denen aufrecht erhalten die tag für tag den größten teil der zeit damit verbringen nicht durchzudrehen weil wider was nicht geht. Und der andere teil (Business bereich) schürt dies noch, den man verdient ja so nun mal besser. Sogar viele meiner Auftraggeber holen sich ne goldene Nase genau deswegen, denn der Kunde ist am ende „süchtig“ resp. Abhängig und hilflos.

    Linux ist aber trotz aller vorteile immer noch ein Kind, MS dagegen liefert nur noch kosmetisch aufgepeppte Opas. Und die Leute – jubeln! Sobald wider stimmen laut werden, macht MS wie immer die werbe Trommel an, und die Leute – jubeln!
    Unterdessen ist aber unser Linux schon etwas reifer geworden, bietet sehr viel – braucht aber trotzdem noch eine weile um erwachsen zu werden. Also bitte nicht gleich urteilen, jeder von uns war klein und musste lernen :-)

    Um endlich zum punkt…
    Linux ist nicht Windows, kann nicht das gleiche und wird niemals so sein. Wäre es so wie Windows, dann wäre die gesamte arbeit vieler bis jetzt für die Fux (Katz!) gewesen. Und wir hätte eine weitere MS Version. Der einzige Vorteil dann: das OS wäre für alles schuld, nicht der OS Hersteller LOL
    Ich weis nur eines, ich bedauere den tag an dem ich mich für Win95 entschieden habe. Heute sehe ich es so, als hätte ich Ja zur spritze gesagt und gedacht es wäre die „beste“ Lösung. Nun dieser Meinung sind die meisten süchtigen, am Anfang. Heute weis ich das jede Minute die ich in die MS Produkte generell investiert habe „verlorene zeit“ ist. Hätte ich für Linux nur 1/10 „geopfert“, hätte ich ein Vielfaches an nerven sparen können, und angenehmer arbeite wäre mir schon vor Jahren möglich gewesen. Nur als Erinnerung: meine Desktops laufen alle mit Ubuntu. Der vor ca. 8 Jahren installierte SuSe Pc ist heute genauso schnell wie am ersten tag! Wurde nur aktualisiert sonst nix, etliche Programme unterdessen die ich verwende und keinerlei Probleme. Ironischerweise sind viele meiner PC’s die 5-8 jahre alt sind immer noch schneller (während der arbeit) als mancher neu PC mit zb Vista. Klar die MIPs sind da Trumpf, aber worauf es doch ankommt ist, wie schnell erledige ich meine Arbeit – oder?

    Danke fürs lesen und Gruß aus der schweiz

  46. Andrea

    Hallo, ich finde einen wichtigen Vorteil von OpenSource Software im Vergleich zu geschlossenen Codes hat hier noch keiner angesprochen.
    Wenn ich OpenSource Software installiere, kann ich mir nahezu 100%ig sicher sein, dass diese Software nichts tut, was ich möglicherweise nicht wünsche und zur Erfüllung des eigentlichen Zwecks auch überflüssig ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich den Quellcode selber lesen kann oder nicht. Es gibt genug, die dieses können und bei einem gefährlichem Code Alarm schlagen würden. Übrigens der Hauptgrund, warum in Spanien in der öffentlichen Verwaltung nur noch Open Source Software installiert werden darf.

    Ein anderer Gesichtspunkt ist das die häufig installierten Raubkopien unter Windows zumindest ein potenzielles Scheunentor für Schadsoftware darstellen. Denn wer einen Crack schreiben kann, der kann auch einen Windowsinstaller manipulieren. Es ist aber noch lange nicht klar, ob der, der diese Raubkopie erzeugte es mit denen die diese downloaden gut oder böse meinte. Von daher gehört aus meiner Sicht auf keinen Rechner, mit dem ich mehr als nur spielen möchte auch nur eine einzige Raubkopie oder Freeware aus nicht absolut vertrauenswürdiger Quelle. Möchte ich mit meinem Rechner mehr machen möglicherweise gar bei einem Onlinekauf mit Kreditkarte oder PayPal bezahlen, sollte ich von solchen Programmen oder gar Betriebssystemen die aus eher unseriösen Quellen stammen dringend einen Bogen machen.
    Von daher relativiert sich aus meiner Sicht auch arg der Windows-Pluspunkt, dass unter diesem System die meisten Spiele laufen. Denn da mache ich einfach folgende Rechnung ein wirklich aktueller Spielecomputer kostet locker 400 Euro mehr als ein Rechner der für alles andere was der private Nutzer braucht mehr als leistungsfähig genug ist. Er verliert auch deutlich schneller an Wert als der preiswertere Rechner. Für die Differenz kriege ich aber auch schon Konsolen, die meisten mit schon einigen Spielen, welche deutlich stabiler im Wert sind und zum Teil erheblichen Mehwert bieten (Blueray-Player, Multimedia-Netzwerk-Player,…).
    Für das kleine Spiel zwischendurch finde ich auch unter Linux reichlich Spiele.
    Open-Source-Software hat freilich noch einen anderen Vorteil, fehlt mir eine Funktion, kann ich sie, wenn ich programmieren kann schnell selber integrieren. Aber auch wenn ich dieses nicht kann, habe ich gute Chancen, dass wenn ich diesen Wunsch auf der Projektseite im Internet äußere, diese Funktion in einem der nächsten Updates tatsächlich vorhanden ist.

    Dazu kommt die Situation, dass die Frage der Kompatibilität eigentlich eine sehr unfaire ist. Denn selbstredend kann jedes Linux etwas mit fat oder ntfs formatierten Medien anfangen. Umgekehrt kann ein Windowssystem ohne teure Zusatzsoftware nichts mit den zum Teil deutlich besseren Linuxstandards anfangen. Ähnliches gilt auch für Anwendungssoftware.

    Auch ist die Hardwareunterstützung ein Punkt bei dem nicht immer nur Linux unterliegt.
    Das beste Beispiel ist sind hier alte Handhelds auf Microsoft Basis. Mit der Begründung, dass diese Geräte eh nur eine Lebenserwartung von zwei Jahren hätten, werden ältere leider unter Vista nicht mehr unterstützt. Ein anderes Beispiel wäre manch Handysoftware unter Windows, welche sich z.B. alle jar Dateien (Java) schnappt ohne darrauf Rücksicht zu nehmen, dass manch ein Anwender ein Javaprogramm tatsächlich auch auf seinem Rechner laufen lassen möchte und es eben nicht auf seinem Handy installieren will. Die Linuxalternativen verbauen einem diese Möglichkeit hingegen nicht und können meist eh mehr als die Orginalsoftware.
    Ein Beispiel welches z.B. auch für IPod’s gilt. Unter einer aktuellen Ubuntuversion ist es kein Problem von einem IPod auch die Musik auf den Rechner zu schieben etwas was Apple so nicht vorgesehen hat.
    Klar ist es sinnvoll beim Kauf neuer Hardware mal in den Linuxforen nach zu schauen ob und wie sie unterstützt wird, was aber eine Anschaffung nicht wirklich teurer macht und bei alter Hardware, die kann auch bei einem Umstieg auf eine neuere Windowsversion plötzlich nicht mehr unterstützt werden.

    Lieben Gruß
    Andrea

  47. Danke für die ausführlichen Antworten! Dass mittlerweile Spielekonsolen eine gute Alternative sind, ist mir bisher nicht in den Sinn gekommen. Wahrscheinlich weil ich weder unter Linux noch Windows wirklich an Computerspielen interessiert war und bin.
    Und weder privat noch beruflich kann ich mit großer Supporterfahrung glänzen; ich konnte es bislang erfolgreich vermeiden ;) Die Tücken und Vorteile scheinen sich m.E. aber nicht nur auf die Auseinandersetzung Windows vs. Linux sondern auch auf die jeweiligen Versionen zu beziehen. So möchte das WLAN eines Freundes bei Ubuntu 8.10 nicht funktionieren, funkt aber problemlos unter 8.04. Und dass viele ihr neues Vista gegen ein mit drei Servicepacks gepatchtes XP gerne eintauschen, scheint mir auch häufiger der Fall zu sein. Da wird never change a running system zur Maxime; möglicherweise zuungunsten neuer Features.

  48. minimalistix

    Also, im großen und ganzen ist der artikel sehr gut, aber wenn man jetzt nur 2009 und sidux anschaut, welche fortschritte (kde4/3-Würfel) laufen, ist ms sicher neidisch. Das Geräte problem kenn ich eigentlich nicht, linux ist nichts für schlechte hardware, drucker probleme kenne ich nur von noname bzw. lpg druckern (lgp “sind nur unter ms zu betreiben, stimmt aber nicht wirklich, oft funktionieren für diese geräte andere freie druckertreiber, forum hilft hier weiter. Spiele: Die playstation 3 läuft auf linux und linux ist leicht darauf zu installieren, pc und konsole in einem. Es gibt viele 3d spiele unter linux, nvidia treiber sind relativ stabil unter linux und ati hat den quellcode größtenteils freigegeben, seit dem entwickelt sich der freie radeonhd sehr gut, der leider nur noch aktuelle karten unterstützt. für ältere muss der freie radeon treiber herhalten. Die Sicherheit muss ich gar nicht vergleiche, genauso die stabilität und geschwindigkeit eines systems. Auch mit profisoftware kann linux mithalten, prof. videoschnitt unter linux mit cinelerra http://www.netzwelt.de/screenshot/7309-cinelerra.html macht ein kumpel von mir und der beschwert sich nicht. mir würde noch einiges einfallen, vielleicht einfach, weil ich schon seit 10 jahren mit linux arbeite und schon mit atari commodore usw. aufgewachsen bin.

    grüße an alle

  49. Und wie würdest du die Hürden von Linux für Einsteiger, PC-Neulinge beschreiben? Da scheint mir Windows mit Computerbild doch eine nette Kombination.

  50. minimalistix

    welche hürde? Habe gestern meinen 60 jährigen onkel linux installiert / sidux. Keine probleme. Gut, die Systemprogramme z.b. knetwork usw, oder auf gnome heißen anders, aber die einstellung sind übersichtlicher und leicht einzustellen. Dies alles war bis vor ca. 2 jahren noch mehr akt. Wer mit ms umgehen kann, kann auch mit linux umgehen, wenn ich als ms user nicht weiß wie ich programme installiere oder konfiguriere, muss ich auch nach schauen (forum, zeitschrift usw.) genau so bei linux. allerdings sind die handbücher immer dabei oder zum nachladen im gegensatz zu ms.

  51. Vielleicht bin ich da auch etwas zu pessimistisch. Handbücher sind m.E. oftmals nicht eingedeutsch und erklären recht kompliziert. Und ich kenne kaum gute Seiten, geschweige denn Zeitschriften, die Hilfe für Linux anbieten.

  52. minimalistix

    kurz: bei vielen linux-distris ist direkt ein irc-chat dabei, hier kann man direkt die entwickler fragen und die antworten auch umgehend. Und noch was, google mal zu welchen system du was willst und auch was du haben willst z.b. sidux ati xmobile 1200 installieren und schon hast du eine weitere hilfe wenn du den chat nicht willst.

    jeder hat seine meinung, aber alleine schon wegen der sozialen dienste lehne ich ms ab. Linux ist für jeden frei und kostenlos zu beziehen.

  53. also mal zum allgemeinen, ich finde diesen beitrag recht gelungen. ich bin ein windows freund und das schon seit jahren. habe mich auch viel mit linux beschäftigt und habe immer irgendeine kiste mit linux drauf (zur zeit unbuntu, für mich die beste linux version)

    was mich ein bisschen stört sind die kommentare. daher hier mal meine meinung. es gibt bei jedem system vor und nachteile, die debatte von open source ja oder nein hängt mir langsam auch zum halse raus. open source hat seine berechtigung und auch ich als .net programmierer (senior developer) schreibe teilweise open source, jedoch für kunden und firmen schreiben wir explizit keine open source programme nicht weil wir unseren code schützen wollen sondern weil die kunden von uns erwarten das wir sie auch supporten.

    solche überlegungen macht sich niemand wirklich. linux ist open source, klarer vorteil wie von andrea angesprochen man kann seine wünsche offen kund tun und wenn man glück hat bekommt man diese auch. jedoch ist der support solcher software meistens nur mässig über communitys und wenn es support dazu gibt, dann sind die kosten dafür einiges höher als auf nicht open source. wenn ich allgemeine berechnungen und vergleiche win vs. linux lese fällt mir immer wieder auf, dass es um die anfangs kosten geht und nicht um die kosten über mehrere jahre, den da punktet linux nur sehr schwer. bestes beispiel mysql enterprise, einzige version welche mit dem sql server oder oracle mit halten kann kostet pro server und jahr 3999.- euro, bei ms ab 6000 euro pro cpu. was bei einem doppel prozessor 12’000 ergibt einmalig was wiederum bedeutet das der sql server nach dem dritten jahr gleich teuer ist wie der mysql enterprise server und ein jahr später sogar teurer.

    und zudem gibt es für windows genügend open source software. nur mal ehrlich wer ausser programmierer suchen danach? oder hat jemand von euch mal windows open source gesucht?

    auch die von andrea angesprochene fehlende unterstützung ipod und zurück kopieren gibts bei windows schon seit jahren… und das tool ist open source ;) wie es auch librarys für programmierer gibt mit denen wir den ipod ohne probleme anzapfen können.

    und was auch noch kommt, auch wenn linux open source ist, welcher programmierer würde schon den gesamten quellcode von linux anschauen wenn jemand etwas böswilliges rein programmieren würde? ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand dauernd den gesamten quellcode anschaut. oder hat sich jemand schon mal die mühe gemacht alles zu lesen? also ich nicht…

    nichts desto trotz auch wenn ich windows freund bin mag ich linux und ich finde das beide systeme ihre berechtigung haben, ihre vorteile und ihre nachteile, stärken und schwächen etc.

  54. Hallo,
    obwohl der Beitrag schon ein wenig älter ist, hier mal ein Beitrag von einem (fast) nur Linux-Nutzer zu einigen Punkten.

    Motivation: für Linux sprechen bei vielen Anwendern nicht (nur) technische sondern vor allem nicht-technische Gründe wie Offenheit und Unabhängkeit bzw. negative Erfahrung mit Marktmacht von Monopolen.
    An technischen Gründen zählen f. mich Flexibilität, hohe Langzeit-Stabilität, Konfigurierbarkeit bis in den letzten Winkel des Systems (praktisch jede Komponente ist austauschbar oder modifizierbar), Paketemanagement, gute Tool-Ausstattung, sehr gute Netzwerk-Einbindung, hohe Flexibilität in heterogenen Umgebungen (Fremd-Partitionen, verschiedenste Netzwerk-Techniken, Zugriff auf verschiedenste Medien) und inzwischen teilweise sogar einfachere und flexiblere Einbindung von Hardware wie z.B. Drucker und USB-Zubehör.

    Hardware: sich vorher informieren hilft, man muss es nur tun.
    Die meisten Problem treten bei spezieller oder “billiger” bzw. ganz neuer Hardware auf, wo der Hersteller – oft ohne Not – mal wieder alles geändert hat.
    Wo man generell aufpassen muss: Hardware f. WLAN, UMTS & Co., Scanner.
    Zu mancher – besonders hochwertiger – Hardware (Netzwerktechnik, Drucker, RAID-Adapter) gibt es inzwischen auch Treiber von Herstellern direkt.

    Software: OpenSource-Software schützt natürlich nur prinzipiell vor Fallen.
    Es gibt aber tatsächlich eine Reihe von Leuten, die sich die Quelltexte, besonders bei Server- und Sicherheitssoftware ansehen. Denn diese wird in Unternehmen oft eingesetzt (Apache, Squid, MySQL, PostgreSQL, Exim, Nessus uvm.) bzw. Linux selbst als Basis (z.B. von VMWare) f. eigene Produkte oder f. embedded systems verwendet (der Laie würde Staunen, wie viel Linux-Geräte er täglich nutzt…).
    Auf jeden Fall können bei offenen Quellen im Verdachts- und Fehlerfall solche Probleme gefunden und selbst behoben (!) werden (natürlich nur von Fachleuten).

    Es gibt inzwischen auch sehr viel kommerzielle, auch branchenspezifische, Software f. Linux.

    Linux-Einsatz in der Praxis: Komplette Unternehmen oder Einrichtungen haben inzwischen nicht nur die Server sondern auch die Desktops teilweise zu 100% auf Linux umgestellt. Mir bekannt sind z.B. die Debeka (Versicherung) oder das deutsche Aussenamt.
    Das so etwas nach jahrelanger MS-Nutzung und teilweisem Wildwuchs von (selbst-)gebastelten Anwendungen und Makros einer sorgfältigen Planung bedarf ist wohl klar.

    Support: es gibt zahlreiche Unternehmen, die Support für Linux – zumindest die gängigen Distributionen – leisten. Ebenso für viele Anwendungen.
    So gibt es eine ganze Reihe von Anwendungen, die offen und kostenlos sind, aber trotzdem (mit) von Unternehmen entwickelt werden, welche bei Bedarf sofort Support leisten können. Oder es gibt freie Einstiegsvarianten, und bei Bedarf leistungsfähigere kostenpflichtige.

    Generell gilt: Wenn man (im kommerziellen Bereich) etwas Geld (z.B. f. passende Hardeare oder Support) in die Hand nimmt, kommt man zu sehr stabilen und zufriedenstellungen Lösungen.

    Beauftragung von Entwicklern ist dank der Open Source ebenso möglich. Das betrifft besonders die Einbindung in vorhandene Infrastruktur.

    Für Heimanwender: Wer nicht auf bestimmte Windows-Programme angewiesen ist und keine problematische Hardware hat, kann auf Linux umsteigen.
    Für alltägliche Aufgaben sind aktuelle Distributionen mehr als geeignet.
    Für den Einstieg: Live-CDs/-DVDs, Virtualisierung (es gibt viele fertige Linux-Images z.B. f. VMWare Player im Web), Parallelinstallation, Installation auf externer Festplatte oder USB-Stick (Linux startet fast überall ;-) )

    Nachsatz: Linux ist ein anderes System mit einer anderen Philisophie.
    Umdenken / Umlernen ist einzuplanen.
    Und eine ganze Menge “unverzichtbarer” Windows-Programme kann mithilfe von Wine (oder dessen kommerziellen Ablegern) zum Laufen gebracht werden (manchmal besser laufend als im Originalsystem, wie mir ein Spieler mal erzählte).

  55. @Micha: Ich benutze mittlerweile ausschließlich Ubuntu auf meinem Rechner zuhause. Und ich bin durchaus zufrieden, auch wenn Bluetooth und der eingebaute UMTS-Adapter leider nicht so problemlos laufen.
    Unter Windows hätte ich wahrscheinlich keine Probleme, müsste aber immer die Treiber selber installieren und auf dem Laufenden halten. Und müsste mich wohl auch mit einem Dutzend verschiedener Programme auseinandersetzen, die keine gleichartige Benutzerführung aufweisen. Für mich ist das ein guter Kompromiss, auch wenn vielleicht manchmal etwas Kommandozeile und Recherche im Internet notwendig ist.

    Für mich als reinen Anwender ist die Philosophie aber doch recht egal. Ich möchte einen funktionierenden Rechner haben, der alles macht, was ich möchte. Und aktuell ist das mit Ubuntu Linux für mich am Besten zu realisieren …

  56. Jacob

    Hallo Marc,

    eins vorweg: Ich finde den Artikel gut, aber nicht sehr gut. Und hier kommt schon meine Kritik:

    Du vergleichst Linux mit Windows. Das ist so wie der Vergleich zwischen BMW und dem VW Polo, also eine große Menge gegen ein einzelnes Ding (ja, auch mein Vergleich hinkt, es gibt ja verschiedene Windowsversionen, aber die gelten als untereinander kompatibel – theoretisch). Hilfreicher wäre es eine bestimmte Linuxdistribution zu wählen und die gegen eine bestimmte Windowsversion zu vergleichen, also etwa Ubuntu 10.04 LTS im Vergleich zu Windows 7 Home Premium. Während ich zum Beispiel mit Ubuntu einschlägig gute Erfahrungen gemacht habe, standen mir mit KDE (für Mitleser: Ubuntu mit anderer Oberfläche -> Kubuntu) die Haare zu Berge.

    Vor wenigen Jahren war Ubuntu noch relativ hässlich, es fehlten eine Menge Treiber usf., aber dieses Bild ist nicht mehr aktuell. Ich habe Ubuntu 10.04 nun auf dem x-ten Rechner, darunter auch ganz frisch gekaufte, installiert und brauchte die Kommandozeile nicht zu bemühen. Es lief einfach out-of-the-box. In diversen Foren in denen ich auch lese gibt es ähnliche Erfahrungen, also vermute ich mal vorsichtlich, dass sich da einiges getan hat. Ich schließe auch einfach per USB einen Drucker an, der wird erkannt und der passende Treiber installiert – schon läuft’s. Bei mir zu Hause, im Büro auf der Arbeit, beim Kollegen.

    Vor einigen Tagen kam 10.10 heraus, mit einem ganzen Karren weiterer Verbesserungen. Jetzt kann man auch kommerzielle Software im Software-Center erwerben und installieren. Es ist ganz frisch, deshalb gibt es dort zur Zeit nur ein DVD Programm, aber es ist definitiv der richtige Weg. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass es ein wenig das “Schnorrer-Image”(“bloß nichts bezahlen”) der Linux Welt bekämpft und die Akzeptanz von Open Source in den Firmen deutlich verbessert. Vielleicht überlassen dann auch einige Firmen ihre Produkt der Ubuntu-Gemeinschaft, wenn der Verkauf sich nicht mehr rentiert oder eröffnen sogar neue Märkte durch Wartung und Pflege auf Ubuntu.

    Den Punkt mit dem Open Source hast Du leider etwas missverstanden. Es geht im Kern nicht darum, dass sich jeder Endanwender den Quelltext durchliest. Das Ziel ist eher, das Wissen darum, wie Software entstanden ist und wie sie funktioniert nicht absterben zu lassen. Als Programmierer habe ich schon öfters den Quelltext heruntergeladen, weil mich ein bestimmtes Feature interessiert hat, ich aber keinen blassen Schimmer hatte wie man es selbst entwickelt. Quelloffenheit verwehrt das Wissen also nicht der Nachfolgegeneration, wie es geschlossene Software tut. Dass Linux an sich quelloffen ist, ist der Grund dafür, dass es so gut dokumentiert ist. Das Schlüsselwort lautet hier also: Nachhaltigkeit.

    Desweiteren gibt es natürlich weitere schöne Nebeneffekte: Jeder der es nutzt und halbwegs Ahnung hat, kann selber eben kurz schauen, wenn es einen Bug gibt. Er muss niemanden um Erlaubnis bitten (was sicherlich aufwendiger wäre als eben einfach kurz gucken – Profis haben immer wenig Zeit) oder Absturzberichte zusammenstellen lassen und an Microsoft senden, bei denen man nie weiß, was da so alles übermittelt wird.

    Ein weiterer wichtiger Punkt: Dadurch, dass es kostenlos ist, wird auch ärmeren Kinder der Zugang zu modernen Medien nicht verwehrt. Sicherlich, auch die Hardware kostet ihr Geld, eine konstante Stromversorgung und ein Internetzugang in vielen Teilen der Erde auch nicht gegeben. Aber es leistet einen Beitrag. Stichwort: Bildung. Viele Programme für Ubuntu sind bildungsorientiert angelegt. Die Quelloffenheit ist also im Grunde ein sozialer Aspekt mit “nützlichen Nebeneffekten”. Leider erkennen viele den Kern eben nicht – und dann wird’s auch unlogisch.

    Dagegen spricht überhaupt nicht, dass auch kommerzielle Interessen unter Ubuntu vertreten werden können. Ein bestimmtes Spiel zu spielen oder gewisse hochgezüchtete Profisoftware zu betreiben ist sicherlich kein Grundbedürfnis im Sinne der Nachhaltigkeit und Bildung, sondern ein rein konsumorientiertes Verhalten, bzw. eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Leider fehlte Ubuntu bisher die Plattform dafür, also im Sinne einer einheitlichen Schnittstelle. An diesem Punkt versucht man nun das Eis zu brechen.

    Du hast am Anfang moralische/ethische Gesichtspunkte ausgeschlossen, aber Du ignorierst dass auch die Effekte von moralisch korrektem Handeln auch ganz pragmatische Effekte hervorrufen. Ich denke da zum Beispiel an eine Art “Good Practices”, sie sind zwar technisch gesehen nicht erforderlich, erleichtern aber trotzdem die Arbeit erheblich im Nachhinein – weil es Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit sind. So ähnlich verhält es sich hier auch. Das steht natürlich in keinem Benchmark, aber “mit Liebe gemacht” ist manchmal ganz groß.

    Eine gewisse Moral hinter einem Produkt ist auch nicht direkt vom Produkt selbst abzukoppeln. Stell’ Dir bloß vor, im Supermarkt stünde Milch zum halben Preis wo groß draufsteht “von ausgebeuteten Bauern!” oder Schuhe mit der Aufschrift “extra billig von hungernden Kindern geklebt!”. Das sind natürlich übertriebene Beispiele, aber so etwa funktioniert das. Ich persönlich nehm dann zum Beispiel auch eine kleine Unannehmlichkeit in Kauf (z.B. dass ich mal in einem seltenen Fall einen Treiber per Hand installieren muss oder einem nicht so versierten Freund dabei helfe) um freies Wissen zu unterstützen. Ich würde auch nie per-se zur billigsten Milch greifen. Es wird unseren Nachfahren zugute kommen. Jeder bekommt etwas und gibt etwas zurück, was er eben zu geben vermag. Das ist doch ein schöner, sozialer Gedanke. Das ist auch das schöne an Wissen, es verdoppelt sich, wenn man es teilt.

    Mich freut es aber, dass es von Dir thematisiert wird, das ist das Wichtigste. Dass große Interesse daran zeigt, dass sich da etwas bewegt. Ich habe jetzt bestimmt die Hälfte vergessen, aber nagut, lassen wir es mal so :P

    Schöne Grüße,
    Jacob

  57. Hallo Jacob,

    danke für deine ausführliche Kritik.

    Der Artikel ist ja nun schon etwas älter und ich denke, dass ich ihn mittlerweile anders schreiben würde. Ich benutze mittlerweile auf meinem private Laptop nur Ubuntu und habe fast überall keine Probleme mit Treibern o.ä. Außer bei Bluetooth und dem UMTS-Modem … Die haben sich zwar in den letzten Monaten/Jahren echt gemausert, aber mit Hersteller-Treibern für die passende Windows-Version können sie noch nicht mithalten.

    Der OpenSource-Gedanke ist so eine Sache: Dass Programmierer von quelloffener Software profitieren können, ist klar. Aber der Privatanwender, Nicht-Programmierer hat m.E. dennoch nichts direkt von OpenSource-Software. Und auf diesen bezog ich meine Ausführungen alleine. Vielleicht etwas kurzsichtig, das will ich gerne zugeben.

    Die Moral ist m.E. auch etwas Besonderes. Kauft jemand Eier von freilaufenden Hühner, weil die Hühner glücklicher sind. Oder weil damit die Erwartung an bessere Qualität, weniger Pestizide etc. verbunden ist? Und Lidl ist trotz der Bespitzelung der Mitarbeiter, der vielen Versuche Betriebsräte zu verhindern und den Praktiken ggü. Lieferanten (Wallraffs neuestes Buch handelt von einem solchen Fall) noch nicht Pleite gegangen.
    Vielleicht bin ich da auch nur etwas desillusioniert …

    Viele Grüße
    Marc

  58. Jacob

    Hallo Marc,

    um nochmal kurz auf Deine Frage einzugehen: Sicherlich nicht jeder. Ich habe übrigens gerade heute Freiland-Eier eingekauft, wo Du es ansprichst :P Das eine schließt das andere ja nicht aus, oder? :) Also ich kaufe zum Beispiel Eier von freilaufenden weil ich damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlage: Bessere Qualität UND glückliche Tiere. Es gibt sogar Bereiche, da gibt es keinen spürbaren Mehrwert und die Menschen kaufen es – man denke etwa an Ökostrom oder dergleichen.

    Zu Lidl: Man darf nicht vergessen, dass die überwiegende Zahl der Lidl-Kunden nichteinmal begriffen hat was da vor sich gegangen ist. Da hat man zwar mal was gehört, aber wenn der Lidl für Großmutter nunmal um die Ecke ist, dann ist der halt da. Solche Skandale kommen und gehen, man denke an den Fleischskandal in den Real-Märkten (abgelaufenes Fleisch mit Dosenspray nachgefärbt und verkauft), dem Personalskandal bei Schlecker (Schlecker schließt Märkte und eröffnet unter anderem Namen neue, kündigt dabei höherbezahltes Personal und stellt es zu einem geringen Kurs wieder ein) und was ich sonst schon alles vergessen hatte. Aber ich schweife hier ab.

    Zurück zum Thema: Mit Ubuntu bekommt man ein Produkt der ersten Liga UND tut sogar noch eine Menge Gutes, indem man es nutzt und unterstützt. Quelloffenheit ist sicherlich keine Ressource aus der der Privatanwender im direkten Sinne schöpft, aber auf indirektem Wege durch bessere Qualität der Software schon.

    Das Problem ist eher, dass der durchschnittliche User Windows mit einem Computer identifiziert, weil sich Windows als Marke etabliert hat. Man sagt ja auch “gib mir ein Zewa”, wenn man das Küchenpapier meint. Windows kommt vorinstalliert einher, manche Menschen glauben wirklich, dass sie die Garantieansprüche verlieren, wenn sie ein Linux aufsetzen. Andere wiederrum glauben, dass Linux die Hardware beschädigen kann. Andere haben schonmal was vom “schwarzen Fenster” gehört und wollen das nicht ;) oder wundern sich, wo plötzlich “das Internet” ist. Kein Witz, habe ich alles schon so gehört. Gerade deshalb ist es wichtig, da richtig aufzuklären und gerade als Wissender da keine unnötigen Ängste zu schüren.

    Welche Ubuntu Version benutzt Du denn? Die aktuellste?

    Schöne Grüße,
    Jacob

  59. Ich mag doch etwas kulturpessimistisch sein: Kostete der Ökostrom mehr oder schmeckten die Eier freilaufender Hühner schlechter, dann wäre es für 99% der Konsumenten klar, was sie kaufen. Moralische “Nettigkeiten” sind m.E. nur ein weiteres, aber nicht das entscheidende Kaufkriterium.

    Mit dem Wissen, dass es verschiedene Windows-Versionen gibt und dann noch sowas wie beim iPhone sind wohl heute viele schon als Experten anzusehen.

    Ich benutze mit Erfolg und viel Vergnügen Ubuntu 10.10. Und übrigens auch ohne große Probleme, außer einigen Unzulänglichkeiten bei UMTS- und Bluetooth-Verbindungen.

  60. B0SS9933

    Also echt lächerlich vieles was dort steht stimmt nicht oder ist nicht mehr aktuell !

    Im gegensatz zu microsoft muss mann bei ubuntu keine treiber installieren, da diese schon vorhanden sind. MSoffice läuft selbstverständlich auch auf linux und EXTREM VIELE GRAFISCH AUFWENDIGE spiele auch. Ich weiß nicht woher diese behauptungen kommen. Die Grafikkartentreiber von z.B Nvidia wird von Nvidia selber programmiert und nicht von dem UbuntuTEAM. Nicht zu vergessen ist das bei der installation von windows alles gelöscht wird, bei linux(ubuntu) hat man die wahl alles zu löschen oder neben windows oder MAC etc zu installieren ! Wenn man sowas liest und vorher nie linux(ubuntu) benutzt hat, hat man auch keine lust mehr dazu ! Außerdem sind viele messenger kompatibel mit ubuntu, wie z.B Skype ICQ YAHOO MSN. Browser wie Mozilla Firefox oder google chrome sind auch voll funktionsfähig mit linux.

    Mfg

  61. Hallo B0SS9933,

    mein Artikel ist wirklich schon etwas älter. Wenn mich allerdings nicht alles täuscht, liefert Ubuntu immer noch den offenen Treiber nv mit. Und dieser bringt meines Wissens nach keine 3d-Unterstützung.
    Firefox und Chrome sind zwar grundsätzlich kompatibel, doch neue Features wie Rendering-Unterstützung auch durch die Grafikkarte werden nicht oder erst nach einiger Zeit unterstützt. Das ist nicht wirklich tragisch, aber doch auch nicht unbedingt schön.

    Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man die Wahl seines Betriebssystem möglichst aufgrund aller Vor- und Nachteile treffen sollte. Jedenfalls wenn man sich schon einer solchen Wahl stellen möchte. Und dabei sollte mein Artikel helfen, gerade einer nicht sehr technisch vorgebildeten Anwendergruppe.

  62. Anonymous

    Gut, da beschränkt man sich natürlich nur auf einen gewissen Sektor. Viel wichtiger ist, dass alle Intel Integrated Chipsätze von Haus aus voll unterstützt werden (inkl. 3d), und das sind eine ganze Menge. Der freie NVidia kann 3d, er kann es nicht so gut wie proprietäre. Aber auch der ist mit einem Klick installiert. Letzten Endes ist es ja kein Nachteil zu Windows, wo grundsätzlich alle Treiber proprietär sind. ich würde es eher andersherum betrachten: Wenn ein Hardwarehersteller aus marktstrategischen Gründen (mit anderen Worten: um den Kunden zu melken) die Freigabe der Spezifikationen verwehrt, die ja Grundlage für das Schreiben eines Treibers sind, dann würde ich keine Hardware mehr von diesem Hersteller kaufen. Zum Glück gibt es Hersteller, die die gleiche Leistung liefern und dabei nicht so restrikitiv sind. Gäbe es keine Alternativen wäre das in der Tat fatal. Aber mehr als die Hälfte der verfügbaren Hardware kann’s, man muss vor der nächsten Kaufentscheidung einfach kurz Google bemühen.

  63. Ja, so kaufe ich mittlerweile meine Hardware auch. Aber nicht jeder, der Interesse an Linux hat oder dessen Interesse sich erst entwickelt, macht dies und nimmt vielleicht sogar höhere Kosten dafür in Kauf …

  64. Jacob

    Das hat nichts mit höheren Kosten zu tun. Es sind einfach nur andere Hersteller. Die Tatsache, dass die Hersteller die Spezifikation offenlegen um das Schreiben eines Treibers zu ermöglichen, kostet die ja keinen Cent. Das Produkt wird dadurch nicht teurer. Evtl. glauben die Hersteller, die ihre Hardware so abkapseln marktstrategisch besser zu fahren, also mehr Umsatz zu erzielen. Das ist doch immer ein Wechselspiel, sofern der Hersteller mit Verstand handelt. Merkt er, dass sich woanders ein lukrativer Markt auftut, dann wird er gezwungen zu handeln.

  65. Jacob

    Kleiner Nachtrag: Ich besitze ein Toshiba Satellite L300, ein Notebook aus dem Niedrigpreissegment. Dieses wird out-of-the-box voll unterstützt, ohne einen einzigen externen Treiber inklusive 3d-Unterstützung, WiFi, Gigabit-Netzwerkkarte, USB und integrierter Webcam. Das ist wohl ein eindeutiger Beweis, dass kompatible Hardware nicht mit teurer Hardware einhergeht.

  66. Die Auswahl wird geringer, sobald ein weiteres Anforderungsmerkmal erfüllt sein muss. Das schränkt die Auswahl bei Sonderaktionen u.ä. einfach ein. Unbestritten kann man natürlich trotzdem gute und günstige Hardware finden.

  67. David

    Ich habe schon seit einiger zeit ausschließlich Ubuntu auf diversen rechnern laufen und das zur vollen zuvriedenheit.Linux läuft auch nun bei uns in der firma allerdings auf einigen pc noch mint was ich persönlich nicht so toll finde.Ich hatte große probleme um einen canon printer zu installieren.Das war aber nicht der fehler von Linux sondern von der hochnäsigkeit von canon zu zu schreiben.Linux wird nicht unterstützt.Keine antwort seitens dieser firma.Privat nutze ich epson drucker und da gibt es kein problem.Auch der service stimmt.Anfragen werden kompetent und schnell beantwortet.Auch linux nimmt man sich an.

  68. Garak

    Zur Kostenfrage: Im Beitrag heißt es sinngemäß, dass die meisten Windowsnutzer real kein Geld für ihr System ausgegeben hätten, weil es ja auf den meisten Rechnern schon vorinstalliert ist.
    Eben: Natürlich bezahlt man beim Kauf eines neuen Laptops auch eine Lizens der vorinstallierten Windowsversion mit. Microsoft verschenkt schließlich keine Lizensen. Gerade durch die Praxis des sogenannten Bundelings (Bindung der Hardware an die Software) werden Nutzer immer wieder genötigt, Windows neu zu kaufen, obwohl sie es schon haben, oder gar nicht nutzen wollen.
    Für mich ein Grund mehr, bei Linux zu bleiben.

    Ansonsten vielen Dank für den Beitrag: ein übersichtlicher und nüchterner Vergleich, der den Normaluser im Auge hat.

  69. Ich glaube der wichtige Punkt ist, dass sie eben nicht sehen, dass sie bei einem Bundeling auch für Windows mitbezahlen. Denn wirkliche Alternativen, als Computer ohne vorinstalliertes Windows, muss man ja schon suchen.

  70. Dusty Crossing

    So, nach gut zwei Jahren melde ich mich mal wieder zu diesem alten, aber noch immer sehr interessanten und kaum weniger aktuellen Thema. Meine Annahmen von 2009 sind so nicht eingetreten, jedenfalls nicht ganz. Der tatsächliche Konkurrent der Monokultur von Microsoft heißt Apple und kommt heute mit dem Mac OS X daher. Immerhin, es tut sich ordentlich was auf dem Markt der Betriebssysteme. Microsoft selbst hat mit Win7 auch endlich mal was neues im Angebot. Neben Apple drängt nun auch Google mit Android nach vorne, so dass sie für den Computernutzer heute zahlreiche Alternativen bieten, wie er seinen PC bzw. sein Tablet nutzen kann.

    Linux ist dabei keineswegs aus dem Rennen. Ubuntu ist eine überaus interessante, leicht zu bedienende und sehr ausgereifte Lösung, die viele Achtungserfolge erzielen konnte. Ubuntu macht es heute jedem Anfänger leicht mit seiner traditionellen, vielleicht auch schon etwas in die Jahre gekommenen Hardware einen PC ordentlich und sogar schick zu betreiben.

    Ich selbst bin nach wie vor KDE treu, allerdings schon vor einiger Zeit von Opensuse zu Kubuntu über gewechselt. Mittlerweile läuft KDE4 auch sehr stabil und ich finde, es schaut optisch wirklich ansprechend aus. Ich habe gerade auf KDE 4.6 upgedated und bin begeistert. Mein UMTS Stick macht schon länger keine Probleme mehr. Jetzt funktioniert auch mein Bluetooth-Headset tadellos und das mobile Arbeiten mit dem Laptop auf Kubuntu und KDE 4.6 macht richtig Spass.

    Windows vermisse ich fast überhaupt nicht. Ich nutze jetzt Linux sogar beruflich und bin erstaunt, wie viel damit geht und welche Ergebnisse man mit freier Software erreichen kann. Ich kann nach wie vor jedem nur raten auch mal Linux eine Chance zu geben und eine Testinstallation zu wagen, ganz besonders, wenn man sich für andere Alternativen wie zum Beispiel Apple interessiert.

  71. Wobei die Konkurrenz in dem Laptop/Desktop-Bereich vielleicht gar nicht mehr so wichtig ist, sondern der mobile Bereich in Form von Smartphones und Tabletts wohl einen großen künftigen Geschäftsbereich darstellt. Und dort versucht Microsoft nun einzusteigen und muss sich gegen starke Konkurrenten wie Apple, Google (Android), RIM (Blackberry) und vielleicht auch noch Nokia und HP (Palm mit WebOS) herumschlagen.

    Ich nutze nun privat auch fast ausschließlich Ubuntu mit Gnome. Zum Flashen meines Smartphones musste ich allerdings Vista installieren, weil die Software bzw. die Anleitungen nur für Windowsprogramme waren. Und Wine, VirtualBox o.ä. war mir beim Flashen dann doch zu unsicher …

  72. Anonymous

    Hallo Marc,
    vielen Dank für Deinen Beitrag, vielen Dank auch an die Kommentatoren. Schon seit den Anfangszeiten habe ich mich mit Linux beschäftigt, allerdings habe ich nie ernstlich erwogen, meinen Windows Rechner aufzugeben. Jetzt allerdings habe ich mich (endlich) dazu entschlossen, meine tägliche Arbeit mit Linux (Ubuntu) zu erledigen! Das bedeutet bei mir neben den typischen Computeraufgaben auch Fernsehen, Radio hören und DVDs gucken. Auschlaggebend für meine Entscheidung war (neben Deinem Artikel) vorrangig die Sicherheit. Trotz aktueller Security Software kann man unter Windows nie sicher sein, und irgendwie werkelt die FP eigentlich immer herum und keiner weiß, was da eigentlich so geschreben und gelesen wird und ob das vielleicht auch irgendwo hingeschickt wird :-(
    Ein weiteres Argument ist die Tatsache, dass Ubuntu jetzt meine USB TV-Karte (DVB-S) unterstützt.
    Hilfreich war auch die Biografie von Linus Torvalds, Just for Fun. Wirklich lesenswert, es erklärt einiges über die Linux-Philosophie (Open Source) und über den Sinn des Lebens ;-)

    Zugegeben, ich werde eine kleine XP Partition erhalten, aber nur, um ein Spiel darauf zu spielen, dass unter Wine nicht läuft. Daraus, dass es der Microsoft Train Simulator ist mag man ersehen, dass ich prinzipiell nix gegen MS Software habe.

  73. panicpete

    Entschuldige, dass ich den Kommentar eben anonym abgeschickt habe, ich will mich nicht verstecken. Mein Pseudonym ist panicpete, der richtige Name ist Peter Kensing.

    • Kein Problem, anonymes Kommentieren ist hier auch erwünscht …
      Eine Windows-Partition zu behalten, halte ich für absolut sinnvoll. Denn zwischendurch kann es ganz einfach die simpelste Lösung für ein Problem sein. Gelegentlich muss man auf proprietäre Lösungen, gerade von Geräteherstellern, zurückgreifen.

  74. Anonymous

    Hi
    Also ich will nur mal kurz die Sicht eines Elektrotechik Schülers (Laptop-Klasse) bzw. jetzt halt eines Elektrotechnik-Studenten vertreten^^
    (Achtung, sehr Windows-lastig!!! Bitte nicht darüber herfallen, so habe ich eben die Betriebssystemwelt wahrgenommen).

    Für Elektrotechniker ist Windows ein absoluter Pflicht, denn es gibt nicht mal annähernd die Programme für Linux die eben von Nöten sind, nicht mal für Mac. Denn viele Industrielle Hersteller machen ihre Produkte nur für Windows, weil es eben hier ein Standard ist. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wieviele Verpackungs-, Sortier-, Verarbeitungsmaschienen mit Windows laufen…auch wenn es versteckt ist. Wieso das so genau ist weis ich leider nicht, dass wüsste ich selber gerne von den Firmen aber man sieht in diesem Zweig meistens eben nur die MS Betriebssysteme. Linux- & Macbenutzer gibt es auch, aber eigentlich hat jeder den ich kenne auch ein Windows-Gerät weil er eben damit arbeiten muss.

    Auch sind CAD Programme wesentlich besser unterstützt, weil auch die Grafikkarte immer mehr an Bedeutung gewinnt, schaut euch alleine mal FireFox v4 an. Die DirectX version läuft besser als die OpenGL version.
    OK, im CAD Bereich wird mehr mit OpenGL gearbeitet, aber das sind spezielle OpenGL Karten welche kein einziger Privater braucht (Treiberunterstütztung auch wieder mal in Wndows bessser).
    Warum das mit den Treibern aber wirklich so ist, ist mir ein Rätsel. Es gibt doch schon so viele und auch sehr gute Crosscompiler…naja

    Auch Messverfahrentechnisch oder Simulationstechisch ist Windows besser ausgestattet…ja es gibt Linux-Alternativen abeer diese sind seeeehr strikt oft bei den Befehlen.
    Sobald man aber NUR reine Software (also wenig fremde Hardware wie WLAN und Grafikkarten) zum bearbeiten hat auf einem x86 System, ist Linux wieder VIEL besser, aber da kenn ich mich leider nicht so aus…bin kein Informatiker ^^

    Und das letzte, aus meiner Schulzeit:Office
    Bei uns in der Schule hatten sie mal den anfall (ja wirklich, die waren richtig hysterisch), dass alle mit Open Office schreiben müssen (wir waren gerade MS Office 2007 und einige noch 2003 gewohnt).
    Und ich bin ehrlich, es ist mieß. Man muss erst was weis ich alles an Plugins hinzufügen dmait es annähernd an MS Office rankommt und die Bediehnung ist zur Zeit noch wenig durchdacht. Die Zeichnungen sind oft verpixelt, auch beim Ausdrucken und mit einer Dateigröße von >10MB gab es bei jedem von uns Probleme…und oft stürzte dass Programm ab, keine Ahnung warum. Es stürzte bei jedem min. 1x ab, allerdings so, dass KEINE Wiederherstellungsdatei vorhanden war. Sehr ärgerlich bei Mitschriften. Und auch die Unterstützung, wenn man das Dokument verschönern will ist sehr träge. Da gab es viel mehr alleine schon bei MS Office 2003 (2007 will ich gar nicht reden, da haben sie anständig an der Gestalung gearbeitet).

    Aber ich muss auch sagen, dass Linux seine Daseinsberechtigung hat, absolut. Eben sobalt man etwas rein Softwaretechnisches zu machen hat oder kleine AUfgaben zu bewältigen hat kann man Linux EXTREM gut anpassen. Soger mehr als nur EXTREM gut ^^. Welcher WIndows PC kann mit 66MHZ als Router, Switch & Fileserver flüssig arbeiten xD

    Über MAC kann ich leider nichts wirklich sagen. Dies ist im EL-Bereich nicht wirklich vertreten. Wenn dann durch die Wirtschafter. Wir persönlich finden (ok…die die ich kenne, sorry) dass MAC ein sinnlos Minimalistischer Computer ist (Im Punkto größe und Anschlüsse bzw. der ganzen HArdware). Man zahlt eigentlich so viel, damit man eine veraltete/billige Hardware einfach noch kleiner macht und ein schön Butes Betriebssystem hat. Ja ok diese Vorurteile sind jetzt nur mal im EL-Bereich, im Punkt Multimedia ist MAC nicht zum schlagen, aber eben nicht mein/unser Bereich ^^.

    So ich persölich glaube halt, wir brauchen ein Betriebssystem, mit dem man schnell arbeiten kann. Wie schon gesagt, man Installiert es und es geht (..meistens :) ). Bei Linux muss man zu viel “Basteln”, dafür haben wir nicht die Zeit. Und MAC ist dafür wieder zu vereinfacht ^^

    Bitte erschießt und lyncht mich nicht und haltet mich für einen Windows-Fanboy. Hab selber 2-3 Linuxgeräte und verwende sie auch regelmäßig.

    PS.: Sogar Ozilloskope haben WIndows xD aber echt, das ist schon nen bisschen Übertrieben vond en Firmen ^^

    Ich hoffe der Beitrag war nicht zu negativ :/

  75. John M.

    sorry, auch bei mir hat sich das Anonymous eingeschlichen -.-

  76. Naja, was heißt der Beitrag könnte zu negativ sein. Ist er m.E. nicht, denn du beschreibst einfach sehr gut, wie Windows eine dominierenden Marktstellung in dem Bereich hat. Linux- oder Mac-Systeme haben in dem Elektro-Bereich wohl überhaupt keine Chance, ob sich da in Zukunft irgendwie eine Möglichkeit zur Veränderung bietet? Wahrscheinlich nicht, denn ein so grundlegender Wechsel dürfte einige Umstellungen bedürfen und die werden die meisten wohl nur eingehen, wenn es einen wirklichen Mehrwert dadurch gibt. Und momentan sieht das nach deiner Beschreibung ja nun wirklich nicht aus … Vielleicht sind Mobile Anwendungen noch ein möglicher Veränderungsfaktor. Aber dann wird die Diskussion wohl die Anbindung von iPhone, Android oder Blackberry an ein entsprechendes Windows-PC-Programm sein …

    Zu deiner Openoffice-Erfahrung: Ich benutze selten MS Office und ebenfalls Openoffice. Ich brauche es einfach nur selten, kann mir aber das Arbeiten mit beiden vorstellen. Was die Funktionalität angeht, kann ich die Vorbehalte gegenüber Openoffice aber nicht nachvollziehen; wahrscheinlich weil ich wohl nur 7% der Funktionen von MS Office kenne und maximal 5% nutze … Und das sind dann schon meine Vergleichsmöglichkeiten mit Openoffice …
    Was waren denn dort Features, die Openoffice nicht von Haus aus mitbrachte?

  77. John M

    Wegen Office:
    Ja war schon ein bisschen her…ich probier mal mich zu erinnern ^^

    Also einerseits das genannte Pixelige Verfahren mit Bilder.

    PNG mit Transparenten übergängen wurden nur spährlich unterstützt.

    Diverese Überläufe von Farben waren extrem Kantig und überhaupt nicht mehr Zeitgemäß.

    Wir wussten nie wie man eine Fußzeile oder Kopfzeile hinzufügt, wir haben diese immer in Word gemacht und dann erst in OOffice geöffnet.

    Achja, Open Office kann Word dokumente nicht so toll öffnen. Bei vielen meiner Mitschriften wurden Bilder gelöscht, ausgelassen oder komplett verschoben.

    Excel oder…Calc(?) ist grauenhaft, die veränderung bzw. das hinzufügen einer Achenbeschriftung und diese dann logarythmisch einzuteilen war sehr schlimm (weis leider nicht mehr genau was da war…wir mussten nur bei jedem kleinesten Fehler das gesammte Diagramm neu machen).

    Eines war nicht so schlecht, der Math-Editor. Der war wie Programmieren. Wenn es da eine mixtur von MS Word (rein optischer Editor) und Open Office (rein Textbasierenden Editor, der Grafische Teil ist…unausgereift) währe das optimal.

    Irgendwas war auch noch mit Datensätzte in Write einzusetzten…irgendwas ging da nicht so wie wir es wollten…weis aber echt nicht mehr was genau…leider

    Und auch wenn ich es schon des öfteren gesagt habe, ein Open Office Dokument sieht so…verpixelt aus, könnte aber sein, dass es jetzt schon besser ist, wir verwendeten v3.0.0 oder so. Alle Farben, Bilder, Tabelle, schrägen Linien, es sah alles aus wie von einem Win 3.11 PC.
    Das war deshalb wichtig, weil eben die Professoren auch ein schönes Dokument haben wollten, also floß das in die Benotung ein. Begründet war es, “Damit es auch andere lesen und Nahcvollziehen können. Und falls man es mal für die Presse braucht”

    Es waren noch ein paar sachen…leider war es schon zu lange her…ich glaube irgendwas mit Automatischen Titelformaten & Verzeichnissinhalten??? na weis nicht mehr

  78. John M

    Achja, wegen der Anbindung von Mobilen Geräten, hier wird KEIN iPhone verwendet. Es ist viel zu unzuverlässig. Meist wird ein PocketPC mit “WIndows 2003 mobile SE” verwendet oder ein spezieller kleiner Tablet PC mit Windwos Ce aber auch Linux !!! Den zum Auslesen von Steuersignalen oder als Frontpanel bzw. Steuerung selber eignet sich auch Linux (ist ja doch schlanker als Windows)

    Wegen den Viren wird etwas ganz einfachen gemacht: Kein Internet. Internes Netzwerk, ja, aber auch wieder ein eigenes Verfahren, ProfiBus, CANbus oder so…ja auch Ethernet und Optische Glasfaser

  79. John M

    achja und bei Write, nur EINE Seite auf Queerformat bekamen wir nicht hin (war mal notwendig für einen Schaltplan), auch hier mussten wir wieder Word verwenden und es dann in Open Office öffnen

  80. An einige Sachen, wie Schwierigkeiten mit automatisch ausgelesenen Inhaltsverzeichnissen, kann ich mich auch erinnern. Aber vor allem das Aussehen von OpenOffice.org oder nun auch LibreOffice ist schon fast eine Zumutung …
    Naja, die Importprobleme kann ich zwar nachvollziehen, aber MS Office kann ja immer noch nichts aus OOo importieren, wenn ich mich richtig erinnere.
    Ist schon interessant, wie es im beruflichen Umfeld da aussieht. Für die meisten Privatanwender sind diese Funktionen aber wohl nicht relevant.

  81. Kasumi

    Tja. Ich würde gerne wissen, was dich dazu veranlasst hat, sowas zu schreiben. ;)

    Professionelle Software findet sich fast ausschließlich unter Linux, die von der Korrektheit, Benutzerfreundlichkeit und Fähigkeit Programmen wie Photoshop und wie sie nicht alle heißen, überlegen sind. Cinelerra, Ardour, Gimpshop, Rawstudio … alles verfügbar.

    Linux will kein Geld verdienen. Microsoft schon; Daher sind die Microsoft-Produkte nicht darauf ausgelegt, gut zu funktionieren, sondern den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Mal im Ernst; Ich kenne 100 Betriebssysteme, die OSS sind. Und ca. 5 Proprietäre. Hallo? Und Microsoft sollte wenigstens erwähnen, wo sie ihre Codes her haben. Der gesamte Netzwerkcode wird seit Windows 2000 von FreeBSD genommen.

    Wann der Artikel geschrieben wurde, weiß ich nicht. Jedoch habe ich KEIN Gerät (von 6 PCs und zahlreicher Peripherie), welches NICHT unterstützt wird. Microsoft hat halt gute Beziehungen … Und dass ein voll funktionsfähiges Linux für jeden Profi 0€ kostet und man da für Windows schonmal locker 2000€ ausgeben muss, wissen wohl auch alle.

    Merke: Linux ungleich Linux! openSuSE und Kubuntu sind verschiedene Betriebssysteme. Da sie aber grundsätzlich überladen sind, kann man von dem eigentlichen Geschwindigkeitsvorteil nicht profitieren. Distributionen wie CRUX, ArchLinux .. oder auch BSD verwandeln sogar meinen 11 Jahre alten FTP-Server in ein Biest.

    Ein Freunda von mir hat mal Sauerbraten auf einem Linux-Cluster und 12 Bildschirmen gespielt. Geht das mit Windows? Leute werden wohl nie einsehen, dass OpenGL einfach besser is …. :I

  82. Andreas

    @Kasumi: Naja, Gimp ist gut ja, nur nicht so gut wie Photoshop. Ich arbeite mit einem Wacom Tablet und Gimp kann absolut nicht damit umgehen und bisher hab ich noch kein Grafik Programm auf Linux gesehen, bei dem die Tablets wirklich rund laufen und bei Grafikern sind Tablets nun mal normal.

    Klar will Microsoft Geld verdienen wie Apple auch jedoch das Argument Geld verdienen und Kunden verarschen ist wohl schon übertrieben, ich arbeite häufig mit Microsoft Beta Versionen und im Geschäft setzten wir diese dann auch Produktiv ein, schon seit Jahren hat Microsoft die Fehlerhaften Sotware reduzieren können, jedoch Bugs gibt es immer auch bei Linux. Und was Codes angehen kannst ja gleich sagen dass MS, Apple und LINUX Code klauer sind. der Linux Kernel wie der Kern von OSX stammen beide von BSD Unix. Jedes System klaut in irgendeiner Form Ideen und Code warum auch nicht? je ähnlicher Betriebssysteme werden, desto einfacher ist es für den Benutzer sich zurecht zu finden. Und seit den neuen Office Versionen (Office 2007, Pages, Open Office) ist auch jedes System in der Lage die Dateien korrekt und ohne Fehler darzustellen. Somit kommen alle Systeme immer näher zusammen und das zur freude der Benutzer und Entwickler.

    Weiter hat Microsoft genügend Open Source und Kostenlose Software, wenn man bisschen die Augen öffnen würde und sich nicht hinter Vorurteilen und absurden behauptungen verstecken würde. Und noch eins, MS hilft der Linux Gemeinde nicht wenig, auch sie wollen das Linux voran kommt und auch Sprachen wie PHP besser werden (ein teil der PHP Core wurde von Microsoft verbessert).

    Ich nutzer Windows7, Mac OSX 10.6 und Ubuntu 10.04 im gleichen Netzwerk, tausche täglich Dateien hin und her, verwende gleiche Office Daten auf allen Kisten mit unterschiedlicher Software und es funktioniert wunderbar.

    PS: Ich habe Computer um meinen Lebensunterhalt zu verdienen und nicht um irgendwelche Games auf 12 Bildschirmen zu Zocken, daher Interessiert mich ein solcher Cluster wenig und wohl den meisten Anwendern auch nicht.

  83. John M

    na dann zeig mir mal Professionelle ET Programme in Linux ^^
    Ich meinte ET wie Elektrotechnik und nicht IT.
    Und wegen OpenGL, da hast du leider mit standard Karten ne sehr schlechte Performance, weil nun eben alle “normalen” Grafikkarten für DirectX ausgelegt sind. Profi-CAD Bereiche sind ne aussahme ;) Aber hier gehts nicht um spiele, sag mir doch bitte ne Linux Alternative zu LabVIEW Signal Express oder LabVIEW Vision (vielleicht gibt es die Programme schon für Linux, bin schon länger weg davon) ^^

    Und ja es gibt 1000 Linux Distri, aber auch einige Windows xD
    Wieso wirft man dann alle Windows in einen Topf?
    ALleine Windows 2000, da gab es Pro, Server, Advanced Server und Datacenter Edition. Klar sie bauen gegenseitig auf, aber ist Linux anders? nö ^^

    Und wegen deine 12 Bildschirme, auch bei Windows gibt es Cluster-Bilschirmnetzte mit >12 Stk. ^^

    Und deine Profiprogramme sind alle “nur” für Multimedia (nicht falsch evrstehen bitte).
    Im EL Bereich ist eben schon seit geraumer Zeit MS am Werk und sein wir ehrlich, wer zahlt denn schon für Windows? Wir als Arbeiter neeee ^^ Wir bekommen meist die Firmenversion und fertig ^^ (klar kann bei anderen auch anders sein xD)

    Und der Netzwerkcode wurde ab win2000 von Cisco Entwickelt nebenbei ;)

    Ein Profi schaut auch nicht “dass es 0€”, er will DASS es funktioniert, und zwar sofort ohne Tagelange in Open Source Netzen zu suchen ^^ aber mit der Performance haste du recht (nebenbei hatte ich das schon erwähnt, mit dem alten PC)

    Also lassen wir Windows mal bei ET
    Linux bei IT
    und Mac bei Multimedia ^^

  84. cherry

    größter nachteil bei Windows ist für mich die illegale Datenübertragung zu microsoft. das widerspricht den freiheitlichen Grundrechten der Menschheit. microsoft bekommt einen überblick über alles was auf dem PC gespeichert ist, womit man sich beschäftigt, was man liest, auf welchen webseiten man war usw. und verkauft diese informationen an US-Regierung/CIA.
    microsoft trägt damit seinen Teil bei für die Kontrolle über die Bevölkerungsmassen und verdient noch dran.

  85. John M

    @cherry

    Naja, DAS ist noch immer ein massives Grücht, welches sich seit der ALEXA-Kriese eingebürgert hat. Wir haben schon Monatelang verschiedene Packetsniffer auf einen extra präperierten Windows PC laufengelassen und auch einen Proxy dazwischen geschaltenb, damit wir ALLE Packete bekommen, aber nie kam ein “Auffälliges” Packet an (ihr könnt euch nicht vorstellen wie langweilig uns manchmal ist ^^).

    und täte MS wirklich alle Infos preisgeben…warum gibt es denn noch immer so viele Filesharer und sonstiges Kriminelles? Und nein die verwenden nicht nur Linux.

    Und der CIA ist eine Lachnummer. Ein “Geheimdienst” den jeder kennt. CIA ist eher sowas wie ne Nationale Polizei in den US. Also nichts gefährliches, und außerdem haben die keine Befungniss außerhalb der US. Die müssen über z.B.: die Deutsche Polizei sämtliche Aktionen in Deutschland machen und nicht so wie es in den Filmen ist ^^.

    Wegen der Kontrolle…also ehrlich, währe das sooo gefährlich, gäbe es längst schon einen richtigen Beweis und nicht nur solche Vorurteile und wer sagt, dass MAC/Apple nichts kontrolliert ^^

    Und hätte MS wirklich sooo einen guten Einblick auf die Daten, verdammt xD wofür gibt es dann die erweiterten Sicherheitsfunktionen von NTSC? Viele Firmen währen davon Betroffen, ja sogar Apple, die haben auch Windows PCs ^^ Habe schon genug betreut ^^.

    So und wo wir bei Datenspionage sind, ich sag nur 2 Dienste: Facebook & Google.
    Bei Facebook gibt ja eh jeder schon freiwillig mehr Preis als MS jemals heruasfinden könnte. Ich glaube kaum, das jeder eine Word Datei hat, wo alle Persönlichen Freunde drinnen sind, mit Adresse & Anschrift, Facebook hat es aber usw usw…
    So und nun zu Google, Google sammelte schon seit anbeginn Daten über User, das geben sie ja sogar selber zu, UND StreetView (oder wie das heist) ist irgendwie schlimmer. Einbrecher können schön Planen wie sie wo Einbrechen. man sieht schon wer wo welchen Zaun hat usw usw.
    und zu Google Mail brauch ich wohl nichts sagen.

    Und nun einen kurzen auschweifer zu Apple: Ich sags gleich, ich kenne mich leider mit Apple ÜBERHAUPT nicht aus, also vorsicht, könnte sein, dass ich stuss rede ^^:
    iPhone speichern ein Bewegungsprofil…es gab ja gerade so ne Nachricht darüber von einem ehem. Mitarbeiter, ich will nicht wissen was iPhone mit iTunes noch so speichert, von SMS bis Mails ^^.

    Also nja…wenn jemand mal einen richtiges Beweis zeigen könnte wegen den “MS schaut überall hinein” und “MS ist ganz böse und verkauft private Daten von dir”(weil ja jeder einen kompletten Lebenslauf mit Freunde & Verwandte auf den PC hat ^^), dann werden VIELE FIRMEN von MS weggehen.

    Warum immer so viele “wissende” auf MS losgehen müssen, ist schon witzig xD
    So nen Sourcecode oder von mir aus Binary (IDA sei dank) währe mal intressant von der Spionagesoftware ^^

  86. John M

    achja, wegen “freiheitlichen Grundrechten der Menschheit” xD

    Telefongespräche werden schon seit längerem gespeichert und auf bestimmte Schlüsselwörter autonom abgesucht, ist nicht so schwierig. Ein heutiger DSP mit FPGA in Verbindung kann vieles.
    Da bringt auch das Stimmenverstellen wenig, alleine anhand der Sprechweise KANN man heruasfinden von welchem Land oder sogar von welcher ORTSCHAFT jemand kommt. Ist wirklich interessant das alles.

    oh und wegen der Datenspeicherung:
    Nimm mal WindowsXp, installier es auf eine SD Karte (das geht) und stell sie Hardwaremäßig auf “Schreibschutz”. Du wirst dich wundern wie “wenig” Windows darüber meckert…es wird nicht alles gespeichert ^^ Und das hat man ja nicht mal Platz dafür xD
    Jeden Text & alles zu speichern? Wow respekt, da nützt der beste Komprimieralgor. nichts und deine Platte ist nach einer Woche voll ^^ (Mit Bildern & Mausverfoglung & Tastaturlogging & Zeitlogging natürlich. Rein Text nützt ja heut zu tage nichts)

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