Bielefelder Screening

In der letzten Woche konnte ich im Kindergarten beim Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten (BISC) (Informationen zum Projekt bei der Uni Bielefeld) an einigen Kindern teilnehmen. Das BISC ist ein Test mit dem untersucht wird, inwieweit Kinder in den ersten Schuljahren an einer Lese- und Schreibschwäche leiden werden. Erfüllen sie beim Test gewisse Anforderungen nicht, können Förderprogramme dem Kind helfen.
Der Test wird mit jedem Kind einzeln durchgeführt und beginnt damit, dass das Kind ein erfundenes, mehrsilbiges Wort mit ähnlich klingenden Silben nachsprechen muß. Also beispielsweise “zim-pel-zu-zim-pol” (frei aus dem Gedächtnis und ohne Anspruch auf Richtigkeit!). Reime erkennen, sich Farben zu verschiedenen Formen merken, und ähnliches sind die weiteren Bestandteile des Testes. Insgesamt soll das Screening sehr treffsicher sein und kann so eine vernünftige Frühförderung ermöglichen.

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Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).

2 Kommentare

  1. korr

    bielefelder screening…. ich erinnere mich wie die damen die mit mir beim elterntag waren zur unterschrift fürs bielefelder screening genötigt wurden (mittel war eine aufgezwungene versagensangst der eltern wegen ihrem kind). alle ausser mir haben das ding unterschrieben.
    warum hab ich nicht unterschrieben?
    nun auf dem testbogen des bielefelder screenings ist ein copyrightsymbol. dh die kindergärtnerinnen dürfen den test nicht kopieren. 10 bögen kosten 25 euro. ein paar monate vorher hat man mich gebeten tempo taschentücher zu spenden damit man den kindern die nase putzen kann.

    öffentlich wird das geld also statt für tempos wo ein kind krank ist – lieber für tests ausgegeben weil ja sein könnte das etwas sein könnte. es handelt sich beim bielefelder screening nicht um einen test für LRS sondern lediglich um zu bestimmen ob ein erhöhtes risiko zur bildung von lrs vorliegt.

    für mich ist das ganz klar so – die pisastudien haben alle bekloppt gemacht und jetzt zieht man das schulmaterial schon in den kindergarten. eigentlich sind für LRS kinder DIPLOMIERTE FACHKRÄFTE VORHANDEN DIE VIELE JAHRE GELERNT HABEN. jetzt darf jede unterqualifizierte kindergärtnerin an ALL unseren kindern rumtüfteln. und das ganz ohne resonanz, weil sie können danach immernoch nicht lesen und schreiben…..

    ich wollte lieber das meine tochter zur charakterentwicklung einfach spielen geht so wie ich es tat.

    stattdessen kommen paar bekloppte auch noch auf den trichter – “man hat gemerkt das die kinder später in naturwissenschaftlichen fächern schlecht sind” also machen wir experimente im kindergarten und bringen ihnen chemie und physik näher. AUFGABENBLÄTTER haben die fuzzies bekommen. ich muss hier anmerken das wir von 3-6 jährigen jungen und mädchen sprechen die die blätter NICHT LESEN KÖNNEN.
    ich hab die ganze sache geduldet bis meine tochter sich kram unter der spüle rausgesucht hat um mit reinigern ein wenig zu experimentieren.

    das beste ist…. die definition von experimenten scheint keiner kindergärnterin bekannt zu sein. hier arbeitet man nämlich mit unbekannten variablen die es rauszufinden gilt. wenn diese variablen der allgemeinheit bekannt sind, handelt es sich lediglich um versuche. liegt an den eltern wiederrum das geradezustellen bevor die fuzzis eingeschult werden.
    bielefelder screening?geldmache, nicht mehr und nicht weniger. und jetzt wo ich weiß wo der hammer hängt bekommt der kindergarten auch keine tempos mehr von mir.

  2. Man nehme einen Topf, werfe alles hinein und rühre einmal kräftig durch …

    Ich möchte ehrlich sein, auch wenn es für dich vielleicht unangenehm ist: Bei deiner Rechtschreibung sollte dein Kind vielleicht doch an diesem oder einem anderen Test teilnehmen.

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