Samsungs Bada wird OpenSource? Damit verschwinden die Apps?!

Nun gibt es Meldungen, dass das Smartphone-Betriebssystem Bada von Samsung auch OpenSource wird. Bada ist die Samsung-interne Alternative, die im letzten Jahr allerdings nur auf den Geräten der zweiten oder dritten Liga installiert wurde. Die Topgeräte wurden mit Android ausgeliefert. Im oben verlinkten Artikel spekuliert AndroidPit, dass Google sich mit dem Kauf der Mobil-Sparte von Motorola bei seinen Partnern etwas unbeliebt gemacht hat. Was durchaus nachvollziehbar ist.

Bewegung …

Da Samsung auf dem Markt der Smartphone-Hersteller aber kein unbedeutendes Licht ist, bedeutet dieser Schritt doch etwas Bewegung auf dem Markt. Wohlgemerkt “Bewegung” eine große Veränderung ist es noch nicht. Auch wenn Samsung damit die Weichen stellt für eine mögliche Abkehr von Android.

Und damit wird es bunter. Neben iOS (Apple) und Android (Google) kommen nun mit größtem Abstand WindowsPhone (Nokia), Symbian, Blackberry (RIM), vielleicht überlebt WebOS (vormals Palm, nun HP) noch … Und nun kommt noch Bada dazu. ich erinnere mich auch noch an Projekte wie Meego, die allerdings schon zu Beginn einen wenig aussichtsreichen Eindruck machten. Und ich denke, dass Aussichten nur Smartphone-OS haben, wenn sie eine große Vielfalt an Apps ermöglichen. Natürlich neben den Kernkriterien, dass das Betriebssystem problemlos und sicher zu funktionieren hat.

Apps, Apps und nochmal Apps

Und hier stellt sich bald die entscheidende Frage. Wie bekommen die Smartphone-Hersteller einen möglichst großen App-Store? Und für die vielen App-Entwickler stellt sich die Frage, wie sie möglichst einfach alle App-Märkte bedienen können?

Das moderne HTML5 erlaubt dem Webbrowser ein Dasein weit entfernt vom simplen Anzeigen einer einfachen HTML-Seite. WebApps lautet das Schlüsselwort. Man verlagert einfach alles in den Browser. Oder in die Cloud und zeigt es dann im Browser an.

Damit wird der Browser wieder die bedeutenste App eines Smartphones oder Tablets. Irrsinn? Oder sind die kleineren Systeme einfach dem Untergang geweiht, weil sie keine konkurrenzfähige Apps-Auswahl bekommen?

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Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).

2 Kommentare

  1. Die erste Version dieses Artikels wurde übrigens von meinem geliebten WordPress verschluckt. Dies ist die zweite, überarbeitete Version. Hoffentlich taucht im Feed nicht nur der halbe Artikel auf …

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