Nur durch Bearbeitung interessant? Hippe Fotofilter?!

Manchmal muss man sich die Frage stellen, ob der erste Eindruck auch wirklich der richtige ist. Gerade bei Bildern sollte man sich diese Affäre stellen, denn ein Bild oder gar ein Foto wirkt oftmals einfach. Ohne dass man es bewusst hinterfragt oder darüber nachdenkt.

Die momentan Hippen Fotofilter mit dem bekannten Instagram als Vorreiter, zeigen die Wirkung von kleineren Bearbeitungen. Oftmals werden nur die Farbe leicht, Sättigung, Kontrast und vielleicht noch ein Rahmen verändert und schon wirken Fotos anders.

Diese zwei bearbeiteten Fotos, die ich auf einem Grönemeyer-Konzert machte, sollten es verdeutlichen:

Das unbearbeitete Originalbild

Das unbearbeitete Originalbild


Bearbeitetes Bild: Verschiedene Farbfilter, Sättigung und Kontrast sowie ein Rahmen

Mit diversen Filtern bearbeitetes Foto

Mit diversen Filtern bearbeitetes Foto

Bearbeitetes Bild: Diverse Filter und Zuschneiden

Bearbeitetes Bild: Neben unterschiedlichen Filtern wurde es zugeschnitten

Bearbeitetes Bild: Neben unterschiedlichen Filtern wurde es zugeschnitten

Deutliche Wirkung

Die unterschiedliche Wirkung der drei Fotos ist m.E. recht eindeutig. Das ansonsten recht langweilige Motiv wird stärker hervorgehoben und die Bilder versprühen etwas mehr Leben. Und sie wecken Interesse, regen vielleicht sogar zu Gedankenspielchen nach den näheren Umständen des Fotos, des Fotografen an.
Auf einem kleinen Blog wie diesem mag das noch witzig, interessant oder gar künstlerisch wertvoll sein. Doch in der Berichterstattung, der Werbung und politischen Werbung sollte man die unbewusste Wirkung von Fotos immer hinterfragen. Das mag jetzt wie die Warnung des Großvaters, ausgesprochen mit erhobenem Zeigefinger, klingen. Aber das war mir ein wichtiger Gedanke.

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Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).