Google Maps Navigation auf dem Samsung Galaxy S

Etwas blechern ist die Stimme schon, die einem mitteilt, wohin die Reise geht. Doch Google Maps Navigation ist eine ausgereifte Alternative zu gängigen Navigationslösungen. Und noch dazu eine kostenlose. Ich schaute sie mir kurz an. Und konnte dank dem Wissenden auch einige Screenshots machen.

Google Maps Navigation im App-Menü des Galaxy S (Froyo)

Google Maps Navigation im App-Menü des Galaxy S (Froyo)

Den blauen Pfeil gedrückt und los gehts!

Doch vor dem Start muss GPS aktiviert werden. Google Maps Navigation verweigert sich ohne dieses komplett und lässt dem Nutzer keine Alternative. Routen können vorher in der Maps-App geplant werden.

Die App verlangt beim Start, dass GPS aktiviert ist

Die App verlangt beim Start, dass GPS aktiviert ist

Sprechen, Tippen oder jemanden besuchen

Startbildschirm von Google Maps Navigation (unterhalb ist der Verlauf zu finden, den ich entfernt habe)

Startbildschirm von Google Maps Navigation (unterhalb ist der Verlauf zu finden, den ich entfernt habe)

Die Sprachsuche funktioniert recht gut. Ich suchte nach Juwelier und einem Ortsnamen. Der Ortsname wurde nicht erkannt, aber das Wort Juwelier. Es startete daraufhin eine Suche nach entsprechenden Geschäften in der Nähe meines Standortes.

Google Navigation verarbeitet die Spracheingabe des Fahrtzieles

Google Navigation verarbeitet die Spracheingabe des Fahrtzieles

Da will ich nicht lang!

Vermeidungen bei Google Maps Navigation aktivieren

Vermeidungen bei Google Maps Navigation aktivieren

Bestimmte Straßen kann man ausschließen. Möchte man bspw. keine Maut bezahlen, kann man es hier aktivieren. Oder genauer gesagt die Strecke entsprechend anpassen lassen. Ein richtiges Navi bietet selbstverständlich weitere Möglichkeiten.

Routenansicht bei Google Maps Navigation

Routenansicht #1

Routenansicht #1

Routenansicht #2

Routenansicht #2

Routenansicht #3

Routenansicht #3

Routenansicht #4

Routenansicht #4

Routenansicht #5

Routenansicht #5

Ein echtes Navi kann aber …

Vergleicht man Google Maps Navigation mit einem richtigen, eigenständigen Navigationssystem, fällt einem sofort ein großer Unterschied auf: Google Maps Navigation ist kostenlos. Für ein Navi bezahlt man ohne Probleme über 100,- Euro. Hat man bereits ein Android-Smartphone, fallen die meisten Kosten weg.

Für eine längere Fahrt und vor allem für eine sichere Fahrt benötigt man aber noch Ladekabel und KFZ-Halterung. Für das Samsung Galaxy S ist ein solches Zubehör schon für unter 20,- Euro zu haben. Wobei sich ein Autoladekabel für ein stromhungriges Smartphone wohl auch in vielen weiteren Fällen als nützlich erweisen kann.

Mich stören allerdings einige weitere Punkte:

  • Die Stimme von Google Maps Navigation ist nicht nett anzuhören. Sie ist zwar verständlich, aber auf mich wirkte sie doch etwas irritierend.
  • Die Ansage erfolgt relativ spät. Gerade bei starkem Verkehr ist eine rechtzeitige Ansage durchaus wichtig.
  • Straßennamen werden nicht angesagt. Für mich ein praktisches Feature, was oftmals das Fahren in Großstädten leichter macht.
  • Eine Internetverbindung wird benötigt: Benötigt man im Ausland (bspw. im Urlaub) ein Navi, dann braucht man für sein Smartphone einen Datentarif. Und dank unglaublicher Roaming-Gebühren bezahlt man oft ein weiteres Hotelzimmer, wenn man im Ausland größere Datenmengen online abruft.

Ein hochgerüstetes Navigationssystem mit festinstalliertem Kartensystem, Stau- und Blitzmeldern, Fahrspurassistent etc. kann Google Maps Navigation nicht mithalten. Dafür ist allerdings kostenfrei im Android-Market zu haben. Bei häufiger Nutzung empfiehlt sich dann wohl doch ein richtiges Navigationssystem.
Für die kurze Anfrage zwischendurch, Gelegenheitsnutzung oder auch die Nutzung als Fußgänger, der kein extra Gerät mitnehmen möchte, ist Google Maps Navigation allerdings genial.

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Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).