Bobbycars sind viel gefährlicher!

Aufgrund von drei Tests hat sich […] die Annahme bestätigt, […] dass Computerspiele das Verhalten prägen und im Fall der Rennspiele, zumindest bei Männern, die Risikobereitschaft erhöhen. Im Unterschied zu den “Killerspielen” werden allerdings die “Raserspiele” bislang von der Gesellschaft als weniger bedenklich eingestuft. Ihr Einfluss auf das Verhalten der Spieler, die sich schon in jungen Jahren im virtuellen Fahren üben und den Kick am riskanten Geschwindigkeitsrausch erfahren, ist daher weitgehend ausgeblendet geblieben. Möglicherweise sind sie aber eigentlich gefährlicher als die “Killerspiele”, weil es dabei nicht primär um das Töten geht und die meisten Menschen irgendwann auch Autofahren. Raserspiele, bei denen Risikoverhalten, mörderisches Fahren und Übertreten von Verkehrsregeln gefördert und gefordert werden, sind daher Einübung in den Alltag, Killerspiele eher eine Einübung in den Ausnahmezustand.

Telepolis: Sind “Raserspiele” gefährlicher als “Killerspiele”?

Da bei Bobbycars die Blinker fehlen, empfehle ich das komplette Verbot dieser Monstermaschinen. Kleine Kinder lernen ansonsten schon in früheren Jahren die Richtung zu ändern, ohne dass sie vorher blinken. Eine extra Montage von Blinkern, Hupe und Seiten- sowie Rückspiegel sollte das Verbot dieser Autos vielleicht noch etwas hinauszögern.

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Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).