Sammlung: Online-Profile für den guten Namen im Netz

Vor zweieinhalb Jahren schrieb ich hier einen Artikel, der immer noch hochaktuell ist: Dein Name steht bei Google? Ungewollt?! – Eine Anleitung zum Entfernen. Es geht darin um die Frage, was man machen kann, wenn der eigene Name unbeabsichtigt im Internet auftaucht. Vielleicht durch eigene Unvorsichtigkeit, Fehler anderer oder gar als gezielte Diffamierung; wie auch immer, einmal im Internet und man hat oftmals jahrelange Scherereien damit.

Kann man die ungewollten Suchergebnisse im Internet nicht loswerden, kann man wenigstens hoffen, sie verdrängen zu können. Dies kann aber auch präventiv wirken, denn vielleicht findet dann das negative Resultat nicht die befürchtete Aufmerksamkeit.
Einige Ideen für starke Onlineprofile finden sich in diesem Artikel.

Der eigene Name bei Google?

Der eigene Name bei Google?

Profile pflegen!

Neben einer eigenen Internetseite, einem Blog mit eigener Domain o.ä. gibt es einige weitere Onlineplattformen, die einem eine kostenlose Präsenz in den Suchmaschinen ermöglichen.
Durchaus effektiver sind die Seiten, wenn auf sie von anderen Seiten auch mal verlinkt wird. Übertreiben sollte man es damit aber nicht, nicht dass Google und andere Suchmaschinen denken, dass sie zusammen gehören und nur eine dieser Seiten überhaupt angezeigt werden soll.
Auch regelmäßig aktualisiert werden sollten die Seiten. Denn aktuelle Informationen wünscht man sich als Besucher einer Seite ja auch. Natürlich sollte man nur solche Informationen online stellen, die man auch im Internet sehen möchte von sich. Etwas vorausschauend sollte man selbstverständlich auch sein, will man mit eben diesen Inhalten auch noch in fünf Jahren gefunden werden?! Deswegen sollte man bei jeder fremden Internetseite austesten, ob ein Löschen von Einträgen noch möglich ist.

Plattformen für den guten Ruf!

  • Facebook? eignet sich nicht unbedingt gut, denn man hat oftmals wenig Kontrolle über seine Inhalte und kann sie schwerlich löschen. Trotzdem darf man ein öffentliches Facebook-Profil in den oberen Rängen einer Suchergebnisseite erwarten.
  • Google+ ist das Social Network aus dem Hause Google. Entsprechend hat ein Profil hier einige positive Auswirkung auf die Namenssuche bei Google. Denn ein ordentlich gepflegtes Profil ist meistens recht weit oben zu finden und wird zudem mit einem Bild (dem Profilbild) in der Suche dargestellt. Das erweckt Aufmerksamkeit und lenkt sicherlich von anderen Ergebnissen ab.
  • Twitter ist der wohl bekannteste Kurznachrichtendienst. Damit ein Profil hier vernünftig rankt, sollte man einige Zeit aktiv sein. Hier kann man Nachrichten, Verweise u.v.m. aus seinen (beruflichen) Interessengebieten veröffentlichen. Außerdem ist Twitter ein hervorragendes Kommunikationstool. Es schadet sicherlich nicht, wenn man Twitter auch dafür benutzt. Verwaiste, länger nicht benutzte Profile wirken aber auch immer etwas befremdlich. Daher sollte man ruhig auch automatische Weiterleitungen, die viele andere Dienste anbieten (z.B. Blogposts), nutzen. Damit gibt es wenigstens etwas Aktivität.
  • LinkedIn ist gerade im englischsprachigen Internet ein großes Karriere-/Berufsnetzwerk. Hier präsentiert man sich mit seinem beruflichen Fähigkeiten und kann Kontakte zu anderen herstellen. Ein einmal eingerichtetes Profil benötigt nicht mehr so aufwendige Pflege. Die dort geknüpften Kontakte aber wahrscheinlich eher.
  • Xing ist der in Deutschland ansässige Konkurrent von LinkedIn. Ein Profil kann gut ranken, aber selbstverständlich sollte man hier auch seine Kontakte pflegen. Mit Gruppenfunktion und einem Frage/Antwort-Bereich kann man sich auch hier ein hübscheres Profil aufbauen.
  • Myspace hat zwar in den letzten Jahren einiges von seiner Power verloren, ist aber immer noch eine starke Seite. Hat man etwas mit Musik zu tun, sollte man nicht an MySpace vorbeikommen. Oder sich zumindest Soundcloud anschauen. Denn Audio-Inhalte könnten mittelfristig auch in Suchmaschinen auftauchen.
  • YouTube kann einiges bieten: Hat man selber ein Profil dort, was mehr oder weniger automatisch mit einem Google-Account möglich ist, kann dieses Profil bei einer Suche vorne gut mitspielen. Gibt es Videos von oder über einen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses in den Google-Ergebnissen direkt angezeigt wird, durchaus hoch. Das verspricht eine gute Ablenkung von anderen, unerwünschten Ergebnissen.
  • Google Places, Qype, Yelp und Foursquare bieten sich als Profilseiten für Geschäftsinhaber an. Auch wenn die ein oder andere Seite vielleicht übernommen wird, einzelne oder komplette Inhalte vielleicht für Suchmaschinen nicht freigegeben sind, sollte man auf zukünftige Entwicklungen setzen: Nämlich dass diese Daten sich in anderen Applikationen, der Websuche u.ä. wiederfinden wird. Auch Städte und Gemeinden bieten auf ihren Internetseiten oftmals ein Verzeichnis von ansässigen Firmen an.
  • Für (Hobby-) Fotografen, Künstler, Zeichner etc. gibt es sehr viele Seiten, die das öffentliche Ausstellen der Fotos und Bilder möglich machen. Wenn die dortigen Profile und insbesondere die Seiten mit dem einzelnen Bild eine gute und ausführliche Beschriftung haben, ist es nicht selten, dass diese Profile gut sichtbar sind in Suchmaschinen. Bekannt sind vor allem Flickr und 500px. Aber auch Instagram macht die Bilder der Mitglieder mehr und mehr öffentlich. Dribble, Picbadges, Twitpic, Mobypicture sind weitere Seiten.
  • Frage- und Antwort-Portale wie Gute-Frage.net, COSMiQ (hier im Blog), Wer-weiß-was, Yahoo Clever etc. eignen sich oftmals nur wenig. Denn meistens sind die Profilseiten der einzelnen Benutzer nicht für Suchmaschinen optimiert oder gar gesperrt. Schließlich wollen diese Portale Besucher auf die Frageseiten locken und schalten dort entsprechende Werbung. Nichtsdestotrotz kann eine Anmeldung sinnvoll sein, wenn weil man schließlich auch Antworten geben kann und damit Links zu eigenen oder wohlwollenden Seiten vielleicht unterbringen kann.
  • Mehr oder weniger soziale Linkspeicherplattformen wie Delicious und Mister Wong sind vor einigen Jahren angetreten, um Suchmaschinen den Rand abzulaufen. Erfolgreich waren sie nicht im großen Maßstab. Trotzdem sind sie oftmals ein guter Fundus an interessanten Seiten. Und häufiger aktualisierte und gut sortierte Profile mit hochwertigen Links ziehen nicht nur Suchmaschinen, sondern auch andere Besucher an.

Auch anderswo in den Untiefen des Netzes bieten Foren oder Zeitschriften die Möglichkeit, um sich zu registrieren (z.B. hier oder hier) und bieten so eine Plattform für eine Onlinepräsenz. Hier sollte man die Pflege niemals vergessen. Und ebenso auch nicht, wo sich die angelegten Profile verstecken, damit man nicht irgendwann selber den Überblick verliert.

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Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).