Kein guter Rückblick zum Topic Internet

Seit September 2005 blogge ich nun, wie ich gerade mal wieder festgestellt habe. Und im Laufe der Zeit geraten doch einige Beiträge in den Hintergrund und geraten in Vergessenheit.
Gerade für den Bereich Internet hatte ich aber einige Überlegungen, die ich immer noch für aktuell und weiterhin lesenswert halte. Denn von mehr oder weniger tagesaktuellen Postings, die die neuen Versionen von Firefox, WordPress oder diversen Linux-Distributionen ankündigen, habe ich mich mittlerweile doch verabschiedet. Denn ich bin weder schnell genug, um der erste mit solchen Informationen zu sein, noch könnte ich Interessantes außerhalb der jeweiligen Release-Notes beitragen.
Auch Fundstücke des Internets wie verschiedene Videos oder lustige Sachen haben kaum noch Platz auf diesem Blog. Denn auch hier gilt, dass ich weder der Erste noch der Einzige bin, der diese Sachen findet. Und deren Informationsgehalt ist meist doch eher gering, wenn auch nicht immer.

Also wollten grundsätzlichere Überlegungen geschrieben und veröffentlicht werden. So war es vor einigen Wochen ein Beitrag über Christian Wulff und dessen neuer Frau, anhand dessen ich versuchte die Funktion der verschiedenen Parameter der Google-Suche darzustellen. Auch mein Beitrag zu bösen Internetseiten richtete sich an die normalen Suchmaschinen- resp. Internetbenutzer. Auch wenn die Vertrauenswürdigkeit von Internetseiten schon seit Beginn dieses Blogs von mir thematisiert wurde. Suchmaschinen waren noch nicht wirklich Thema auf diesen Seiten, deren Nutzung aber schon eher. Die Einteilung von Suchanfragen in navigations-, informations- und transaktionsorientiert sollte für den Kenner eine Grundlage sein, für normale Nutzer aber nicht. Ein gewisses Reflexionspotential vorausgesetzt, kann es doch so manches Suchergebnis von Google & Co erklären.

Gerade im Rahmen der neuen sozialen Suche bin ich mit meinen Beiträgen auf Vertrauen eingegangen. Auch wenn ich in meinem ersten Beitrag mich mit einem waschechten SEO zu Prinzipien der Social Media Optimization auf englisch schlagen musste (und kein wirklich gutes Bild abgeliefert habe), habe ich zumindest für mich selber mit den Posts Trusted Social Search?! und Vorraussetzungen für vertrauenswürdige Soziale Such(ergebniss)e?! grundsätzliche und m.E. weiterhin gültige Überlegungen zur sozialen Suche angestellt.
Auch wenn ich mittlerweile nicht mehr so hohe Erwartungen in die social search habe und eher technische Lösungen erwarte

In der ganzen Zeit habe ich mich doch eher weniger an der berühmten Blogosphäre beteiligt. So finde ich immer noch, dass die Benutzung einer Blogsoftware noch lange keinen Blogger ausmacht und das Selbstverständnis eines Einzelnen als Blogger noch lange keine Blogosphäre kreiert. Allen utopischen Hoffnungen zum Trotz.

Den Rahmen einer etwas abgehobenen Metadiskussion konnte ich natürlich nicht ungestreift lassen. Die Zukunft des Internets liegt im Sortieren von Inhalten durch Nutzer konstatierte ich Anfang diesen Jahres.
Und nachdem ich mich im Herbst letzten Jahres über SEO und vor allem SEO-Blogs aufregte, wurde ich im Februar doch recht deutlich mit meinen Aussagen zu dem ganzen SEO, Poker, Krankenversicherungs- und Spamzeug bei Lycos iQ. Konstruktiver waren da meine kleinen Untersuchungen der Internetauftritte der Bramscher Parteien. Da gab es von der SPD Bramsche und CDU Bramsche jeweils nette Kommentare, einen engeren Kontakt mit der FDP Bramsche aber leider keine Rückmeldung seitens der Bramscher Grünen.

Richtig produktiv dagegen waren meine Ergüsse zu Lycos iQ und die daraus entstandenen Projekte wie mein Design-Theme für Firefox, das sich für mich vollkommen unverständlich nicht wirklich zu einem Renner entwickelte. Das Suchplugin für Lycos iQ-Fragen, das auch ich für das englische iQ zur Verfügung stellte, scheinen etwas mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Und für den neuen Planet iQ hoffe ich auf eine ähnliche Akzeptanz wie für meine Erklärung des Lycos iQ Punktesystems, der Lycos iQ Moderation und des Geschäftshintergrunds von Lycos iQ.

Soweit erstmal ein kurzer Rückblick, der natürlich konkrete Tipps wie die Anpassung von Opera-Suchengines einfach mal übersieht. Und auch einfach ignoriert, dass in letzter Zeit wenig politische Beiträge und nur noch vereinzelt Beiträge zum Thema Rechtsextremismus und immer weniger Fotos erschienen sind.

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Marc Pentermann bloggt seit über zehn Jahren, hauptsächlich über technische, netzpolitische und sozialpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Arbeit & Arbeitsmarkt. Immer sonntags gibt es einen Sammelbeitrag von lesenswerten Artikeln. Er arbeitet als Berufs- und Sozialpädagoge in der beruflichen Rehabilitation. Seit 2010 lebt er in Österreich (mehr).