www.webanhalter.deDer Webanhalter

Windows vs. Linux – ein realistischer Vergleich

Nachdem ich mich vor einiger Zeit enttäuscht von Linux (konkret einer OpenSUSE-Installation) verabschiedet habe, schreibe ich diese Zeilen nun mit einem frischen Kubuntu. Zurück zu den Zeiten von OpenSource und kryptischen Shell-Kommandos à la mit tar xzvf windows-xp-2.10-3.1.network.i386.tar.gz.
Unabhängig von moralisch/ethischen Gesichtspunkten und von Betriebssystem-Ideologien befreit ist hier nun ein möglichst realistischer Vergleich von Linux und Windows.

Closed Source vs. Open Source

Bei Linux liegt der Quellcode offen. Das betrifft den Kern des Betriebssystems (Kernel) als auch den Großteil der Software. Hingegen ist der Quellcode von Microsoft Windows nicht offen einsehbar. Bei den Programmen für Windows gibt es keinen wirklichen Standard, wenn man sich die unzähligen Programme im Internet anschaut. Ein offener Quellcode bedeutet, dass sich jeder die Funktionsweise eines Programmes anschauen kann und sie ggf. auch verändern kann.
Realistisch betrachtet: Kein normaler Anwender schaut sich den Quellcode eines Programmes oder gar seines Betriebssystems an. Will man an einzelnen Komponenten oder Eigenschaften Änderungen vornehmen, werden die meisten Anwender auf Software zurückgreifen, die entweder dafür mitgeliefert oder dafür erhältlich ist.

Hardwareunterstützung: WLan, Drucker, Scanner, TV-Karte u.ä.

Die verschiedenen Geräte benötigen Treiber, um richtig zu funktionieren. Für Windows werden sie bei den neuen Geräten auf CD vom Hersteller mitgeliefert. Für Linux gibt es oftmals keine Treiber direkt vom Hersteller, sie müssen selber von der Linux-Community programmiert werden. Sicherlich eine Heidenarbeit, gerade wenn die Unterstützung der Hardwarehersteller nicht groß ist. Trotzdem ist diese Arbeit meiner Erfahrung nach nicht mit dem gleichen Erfolg gekrönt, wie die originäre Unterstützung durch die Hersteller selber unter Windows. Und ein nicht funktionierendes Gerät ist einfach nicht akzeptabel. Auch wenn dies vornehmlich im Verhalten/der Geschäftsphilosophie der Hersteller begründet liegt.

Bürosoftware: MS Office gegen den Rest der Welt

Jeder, der einmal in einem größeren Betrieb gearbeitet hat, weiß, dass MS Office die Standard-Textverarbeitung ist. Gegen Excel und Powerpoint kommt kaum eine Software an und Word gibt den Standard vor, was eine Textverarbeitung können soll. Zwar muss MS Office noch extra kostenpflichtig erstanden werden, wer aber auf seinem privaten Laptop vor- oder nacharbeiten muss, wird selten darum kommen. Für den reinen Privatanwender reicht allerdings eine kostenlose Version wie KOffice oder OpenOffice.org durchaus aus.

Profi-Software: Adobe Photoshop, Videoschnitt (Pinnacle, Vegas)

Profis haben keine Wahl, wenn Linux oder Windows zur Auswahl stehen. Das kostenfreie OpenSource Grafikprogramm GIMP mag für den Privatanwender ausreichen. Für Profis muss es aber Photoshop sein, das unter Windows (und natürlich Mac) läuft. Im Bereich Videoschnitt sieht es ähnlich aus.
Für den normalen Heimanwender stellt sich natürlich die Frage, ob und wann er ein Video schneidet. Oder ob er überhaupt die vielfältigen Möglichkeiten von Photoshop und anderer Profisoftware ausnutzen kann.

Normale Software für den täglichen Gebrauch

Wer weiß, dass der Internet Explorer ein Browser ist, der kommt auch mit freien Alternativen wie Firefox oder Konqueror zurecht. Und wer es schafft, sein Outlook (Express) einzurichten, kann auch Thunderbird, Evolution oder KMail benutzen. In der Bedienung unterscheiden sich die unterschiedlichen Programme für Linux oder Windows wirklich nur marginal. Sicherlich hat jedes seine Besonderheiten, seine Tücken und Vorteile, das ist aber vom Betriebssystem unabhängig.
Allerdings holt hier Linux bzw. die meisten Linux-Distributionen seinen Vorteil. Ein Paketmanager erleichtert nicht nur das Entfernen von Software —wie es die Windows-Systemsteuerung macht— sondern hilft auch beim Suchen nach neuer Software. Eine Internetverbindung vorausgesetzt, findet man schon mit einem einfachen Stichwort wie mp3 eine Liste von MP3-Spielern für den eigenen Rechner. Der Windows-Benutzer hingegen muss sich durch Suchmaschinen quälen und findet oftmals nur vereinzelt MP3-Player. Schon gar seltenst eine Liste, aus der er auswählen kann und die er immer an gewohnter Stelle wiederfindet.

Aktuell bleiben

Bugs, Fehler und Neuerungen gibt es in allen Betriebssystemen und in eigentlich jedem Programm. Unter Linux können nicht nur die Aktualisierungen des Betriebssystems bequem über den Paketmanager eingespielt werden, wie dies auch die Updatefunktion ähnlich macht, nein auch gewöhnliche Programme können so aktuell gehalten werden.
Für den simplen Anwender ein Quell der Bequemlichkeit, um neueste Features und Fehlerbereinigungen frei Haus geliefert zu bekommen.

Viren & Datenschutz

Dass für Linux eigentlich keinen Virengefahr besteht, sollte sich schon herumgesprochen haben. Die relativ geringe Verbreitung von Linux und der grundsätzlich sicherere Aufbau (die Unterscheidung in User und Administratoren mit unterschiedlichen Rechten als Standard) sorgen dafür. Und wessen Urlaubsfotos einmal von einem Virus dahingerafft wurden, weiß diesen Vorteil zu schätzen.

Immer mal wieder tauchen Schlagzeilen in den Medien auf, dass Windows bestimmte Daten an Microsoft sendet. Wohlgemerkt unsichtbar und meist auch nicht nachvollziehbar für den Benutzer. Die unterschiedlichen Linux-Distributionen nehmen es da meist etwas genauer mit dem Datenschutz und der Erhebung von Daten.

Die Kosten

Eigentlich kostet Microsoft Windows Geld. Genauso wie Microsoft Office. Aber realistisch betrachtet, dürften wohl die wenigsten Privatanwender für eines der beiden jemals direkt bezahlt haben. Windows ist bei den meisten neuen Computern als sogenannte OEM-Version mit dabei und wenn nicht gerade auch ein Office-Paket mitgeliefert wird, dann leiht man sich beim Nachbarn dieses kurz aus. Dass Letzteres illegal ist, dürfte durchaus bekannt sein. Aber interessiert sich wirklich ein Privatanwender dafür? Meiner Meinung nach ist dies in 90% der Fälle nicht so.
Die meisten Linux-Distributionen sind umsonst aus dem Internet herunterzuladen. Also legal und kostenfrei.

Wer das illegale Kopieren von Software nicht mit seinen ethisch/moralischen Grundsätzen vereinbaren kann, sollte also einmal seine Softwarequellen überprüfen.

Ich will spielen!

Tja, Spiele unter Linux sind ebenso ein weites Feld für mich wie unter Windows. Die modernen Ego-Shooter, Jump’n Run und Strategiespiele kenne ich nicht. Es gibt einige für Linux, aber die modernen Spiele dürften ebenfalls in fester Windows-Hand sein. Für das kleine Minesweeper oder Solitaire zwischendurch sorgen auch die meisten Linux-Distributionen. Aber Linux ist dann doch eher zum Arbeiten und Internetsurfen als zum Spielen der neuesten, grafisch aufwendigen Spiele.

Feeling & Bequemlichkeit

Die wenigsten werden wohl Interesse an dauerndem Arbeiten an ihrem und eben nicht mit ihrem Betriebssystem haben. Es soll laufen und zwar fehlerfrei. Das Aktuell-Halten der verwendeten Software ist ein Schritt, der am Einfachsten mit einem guten Paketmanager von Linux funktioniert. Und meiner Erfahrung nach laufen Linux-Systeme auch weniger problematisch als Windows-Betriebssysteme.

Das äußere Erscheinungsbild von Windows lässt sich nur schwer vollständig ändern. Mit KDE und Gnome —den zwei vorherrschenden Linux-Oberflächen— ist dies sehr einfach möglich. Sie warten auch schon zu Beginn mit unscheinbaren und hübschen Desktop-Hintergrundbildern auf, die die typische Windows-Blumenwiese um Längen schlagen.
Und wie der Computer nun aussieht, ist wichtig. Schließlich streicht man ja auch in seinem Büro und seinem Hobbyraum.

Und nun? Linux installieren?

Linux-Distributionen wie Ubuntu (bzw. Kubuntu), OpenSUSE und Fedora bieten bei der Installation an, dass Windows installiert bleibt und gleichzeitig Linux installiert wird. Ein schöner Kompromiss, um Linux zu testen.
Jedenfalls wenn man zu den Glücklichen gehört, die Drucker, WLan, Scanner etc. haben, die von den Linux-Distributionen unterstützt werden. Und wenn man nicht regelmäßig mit MS Office oder anderen kostenpflichtigen Programmen arbeiten muss bzw. bestimmte Spiele spielen will. Für einen sicheren Rechner war und ist Linux eine überlegenswerte Alternative, wenn auch oft noch wenigstens rudimentäre Englischkenntnisse von Vorteil sind.

60 Kommentare

  1. Christian  

    Es freut mich, dass Du Linux wieder ein Chance gibst.

    Deinen Artikel finde ich (mal wieder) sehr gelungen. Er ist schön neutral gehalten und klar geschrieben.

    In der Hoffnung, dass Du diesmal lange Freude hast mit Linux.

    Gruß
    Christian

  2. Danke. Mal schauen, was so die üblichen Verdächtigen (aka Drucker etc.) demnächst dazu sagen ;)

  3. Andrea  

    Interessante Gegenüberstellung, die mich dazu bringt, meinen Entschluss (nach Jahren wieder von Linux zurück zu Windows zu wechseln), zu dem ich mich gerade durch gerungen hatte, doch nochmals zu überdenken. ;-)

    Gruß
    Andrea

  4. Wie wäre es mit einem Kompromiss? Zwei Betriebssysteme also Windows und Linux sind ja nun nicht das Problem …

    Aber die große bekehrende Offenbarungs-Predigt sollte es auch nicht werden ;)

  5. Mambo.Kings  

    Zum Ausprobieren benutze ich Virtualisierungssoftware wie Moka5 oder Vmware Player. Dafür gibt es viele fertige Appliances. Man spart sich so die Installation, Partitionierung, Grub etc.

    Bei Ubuntu fehlen viele Multimedia-Codecs.
    Abhilfe schafft man mit Medibuntu oder Automatix.
    https://help.ubuntu.com/community/Medibuntu
    http://www.getautomatix.com/

  6. Ja Marc,

    Du hast die Nägel auf die Köpfe getroffen.
    Ich denke ebenfalls, dass Dir hier eine saubere und neutrale Gegenüberstellung gelungen ist, und mir wird wieder mal klar, warum ich mich nicht für eins der Systeme entscheiden kann… :-(

    Wenn es um Betriebsysteme geht, sitzt man (ich) immer zwischen den Stühlen:
    Es gibt nicht das Betriebssystem, höchstens das am besten passende. Eben das, mit dem man sich zufrieden gibt. Oder Notlösungen, wie z.B. verschiedene Partitionen mit verschiedenen Betriebsystemen. Zumindest ist Letzteres bei mir der Fall, da ich nicht ganz auf Ubuntu verzichten will, aber ohne das wesentlich einfachere Windows für den täglichen Bedarf und das „mal eben doppeltklicken installieren und ausprobieren“ nicht leben mag.

    Gruß
    Dirk

  7. @Mambo.Kings: Danke für den Tipp mit Medibuntu. Das kannte ich noch nicht und werde es mir mal anschauen.
    Vmware etc. benutze ich nicht, so viel probiere ich meist auch nicht herum. Obwohl das natürlich dadurch gerade sehr reizvoll klingt ;)
    Und mir in der Vergangenheit einige Neuinstallationen erspart hätte.

    @Dirk: Ich sehe es ähnlich. Obwohl mir ein OpenSource-System lieber wäre, weil ich solche für grundsätzlich vertrauenswürdiger halte, ist die Umsetzung eines einwandfrei funktionierenden OS halt schwerer: Vor allem meine anscheinend ungewöhnliche Hardware ist mein Problem. Und halt die Bequemlichkeit bei MS Office bzw. den Problemen von Openoffice.org etwas adäquat zu im/exportieren.

    Auch wenn sich da schon viel getan hat in den letzten Jahren … Aber ich warte vielleicht doch noch etwas auf die eierlegende Wollmilch-Sau ;)

  8. Vielleicht muss ich doch meine Meinung zur Hardware-Unterstützung revidieren. Gestern fand die Live-CD von Ubuntu problemlos einen USB-WLan-Stick, der an einem internen USB 1.0 zu USB 2.0 proprietären Hub hing, einen bislang niemals unter diversen Linux-Distributionen laufenden Drucker und einen ebenfalls bislang niemals unterstützen, älteren Scanner. Nach dem jeweiligen Anschalten funktionierten die Geräte problemlos.
    Eine definitiv überzeugende Vorstellungen der Fähigkeiten von Ubuntu Linux.

  9. Toll Marc,

    endlich hatte ich mal Gelegenheit den Artikel in Ruhe zu studieren. Nachdem Linux mein altes Laptop verlassen hatte, werde ich vielleicht doch ein wenig schwach…

    Nur eines: Zitat: “Eine Internetverbindung vorausgesetzt,…”
    Und hier würde mich Deine Meinung zum WLAN interessieren. Konntest Du bei diesem Thema etwas eruieren? Mein Problem lag ja immer beim WLAN, mal klappte es – mal nicht :-)

    Auf jeden Fall ein sehr gelungener Beitrag, den ich sogar in einem anderen Forum schon empfohlen habe, sorry.. ;-)

    Grüße Matze

  10. Ich habe bei zwei PCs eine out-of-the-box-Unterstützung für WLan-Sticks von AVM gesehen. Jeweils ohne die geringsten Probleme und WPA bzw. WPA2-Verschlüsselung.

    Wenn du es nicht ganz einfach mit der Live-CD austesten möchtest, kannst du vorher einen Blick ins Ubuntu-Wiki werfen.

    Und wenn ich mich gegen Empfehlungen schon nicht wehren kann, dann heiße ich sie natürlich willkommen ;)

    Gruß Marc

  11. Andrea  

    Hey Marc,

    am Wochenende installierte ich nun tatsächlich wieder zwei Betriebssysteme auf meinem Rechner. Ich wechselte von Windows XP Home zu Windows XP Professional und von SuSE zu Ubuntu [gutsy gibbon].

    Dass ich zu dieser Entscheidung kam, hing auch mit Deinem Beitrag hier zusammen, machte mir dieser doch die Vorteile von Linux prinzipiell noch mal klar und mich auf Ubuntu einfach neugierig.

    Bis jetzt bereue ich das nicht und kann nur bestätigen:

    Ubuntu ist wirklich klasse.
    Ich bin sehr zufrieden.

    Gruß
    Andrea

  12. Das freut mich, dass du eine angenehme Kombination gefunden hast.

  13. [...] tiefer in das Thema einzusteigen: Einige Blogs die sich mit Windows – Linux beschäftigen. Marc Pentermann, Chip.de, Cs-Internet, yeebase.com, visualhype, computer-grundlagen, cmscentral,pc-masters, sowie [...]

  14. `bin grad über das blog gestolpert, sehr nett.

    Ich muss Dir allerdings in einem Widersprechen:
    >>Bei den Programmen für Windows gibt es keinen wirklichen Standard, wenn man sich die unzähligen Programme im Internet anschaut.

    Das sehe ich gerade umgekehrt:
    Der Standard bei Windows wird quasi schon durch die Programmiersprache oder das framework vorgegeben- der grundsätzliche Aufbau eines C#-Programmes ist eigentlich immer gleich. Auch kann man bei Windows sicher sein, dass das Programm eine GUI hat, diese auch immer läuft, etc…
    Bei Linux kann es schonmal sein, dass ich keine GUI habe, diese TCL benötigt, oder sonstwas.
    Daher finde ich geht dieser Punkt (auch unabhängig von “der user schaut eh´ keine code an”) an Windows. Der Wildwuchs bei Linux-Applikationen in den letzten Jahren finde ich schlimm…

    Trotzdem ein sehr guter Artikel!

  15. Danke schön! Wiederkehrende Besucher und Kommentatoren sind natürlich immer herzlich willkommen ;)

    Ich überlegte zuerst, ob ich wirklich Punkte verteilen sollte. Doch die Gewichtung wäre mir sehr schwer gefallen …
    Ein großer Wildwuchs an Linux-Programmen ist mir nicht wirklich aufgefallen, weil ich meist den einfachen Weg des mehr oder vorkonfigurierten Linux-Desktops (sei es Gnome, KDE oder XFCE) nutzen kann. Und ich auch meist keine ausgefalleneren Programmwünsche an Linux habe.
    Trotzdem ist die Verfügbarkeit als OpenSource oder eben nicht, für mich kein Punkt für Linux. Denn wenn man es realistisch vergleicht, ist dies dem Anwender vollkommen egal. Er profitiert nur von einer ähnlich aussehenden GUI, wie du schon sagtest.
    Der Punkt ginge an Windows, ethische (und meist auch finanzielle) Überlegungen mal beiseite geschoben.

  16. joe  

    also ich finde diesen beitrag sehr hilfreich. Jedoch muss ihc hinzufügen, dass linux sehr oft auch zu problemen führen kann. hießt im KLartext:
    - dein altes windows ist auf einmal weg und nicht mehr im bootmenü
    -es gibt nur schlechte musikplayer für linux (z.B. kein iTunes)
    - dein iPod ist auch nunmehr nicht mehr kompatibel (gegebenfalls kann man aTunes benutzen ist aba ein schlechtes programm)
    - gnome hängt sich auch schon mal gerne auf
    -und die designs bei ubuntu sind bis auf das neue (ubuntustudio) eigtl nicht besonders anspruchsvoll

    –> probiert linux (ubuntu) trotzdem mal aus, es lohnt sich:-)

  17. Wobei Amarok ein unvergleichlich gutes Musikprogramm (Player+Verwaltung) ist. Nur dass man viele KDE-Abängigkeiten auch erfüllen muss, stört den Gnome-Benutzer etwas. Aber Banshee ist eine gute und kleinere Alternative für Gnome. Und iTunes finde ich einfach nur schlecht, super träge für die simple Funktionalität …

  18. joe  

    naja washeißt träge??? also auf meinem pc läuft iTunes wunderbar, bzw lief…ich habe Ubuntustudio draufgemacht, weil ich probleme mit cubase SX4 hatte. Dabei ist ein kleiner fehler mir wohl unterlaufen, als ich die Partitionen erstellt habe, und jetzt hab ich laut bootmanager kein windows mehr…ist mir momentanaber auch eigtl egla. Hattesowieso andauernd probleme mit microschrott^^. und für meine Anwendung fürs studiorecording reicht ardour GTK2 völlig aus. vielen dank, hab amarok noch gar nicht gesehen, werd’s gleich mal ausprobieren. Hoffe nur, dass das mit der bibliothek nicht so lange dauert, hab nämlich so ungefähr 50 GB musik auf meinem pc…nunja werd ich ja sehen…

  19. Es mag vielleicht an meinem etwas betagten Computer liegen …

    Bei Amarok solltest du bei der Menge sicherlich die MySQL-Datenbank benutzen. Erfordert zwar etwas Aufwand beim Konfigurieren, soll aber doch schneller sein.

  20. joe  

    ok hab ich jetzt aba der kann kein mp3 abspielen und jetzt???

  21. joe  

    der akzeptiert aber echt gar kein format, welches ich benutze. gibt es iwo plugins für Amarok??

  22. Hmmm … Davon habe ich eher wenig Ahnung, muss ich ja zugeben. Hast du MamboKings Kommentar zu den Codecs gelesen?

    Vielleicht hilft auch das Metapaket “Ubuntu Studio Desktop”. Der Desktop ist auf Audiobearbeitung unter Ubuntu Linux ausgelegt.

  23. joe  

    ich weiß, ich benutze ja derzeit ubuntu studio desktop. Ich habe jetzt erstmal Automatix2 installiert. Der müsste mir dann wohl die wichtigsten plugins downloaden. Momentan benutze ich einfach audacious, der ist einfach zu bedienen und kann fast alle formate abspielen. aber amorak ist wirklcih um einiges besser als iTunes: Verwaltung ist besser, er frisste nicht so viele systemressourcen, sieht ganz gut aus, hat sehr viele Funktionen…spielt nur leider nur 1/1000 meiner musik ab^^.

    aber trotzdem vielen dank! :-)

  24. joe  

    hi nochmal,
    ich hätte da noch eine frage: wenn ich audacity öffne, um etwas aufzunehemn, dann zeigt es mir folgenden fehler an:

    “Fehler beim Öffnen des Audiogeräts. Bitte prüfen sie die Einstellungen für das Audiogerät und die im Projekt eingestellte Abtastrate (Samplefrequenz).”

    Wo kann ich diese “Samplefrequenz” abrufen?? was genau soll ich machen.

    ich benutze HDA intel (alsa mixer)und audacity 1.3.2.beta.

  25. Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen mit persönlichen Erfahrungen. Aber vielleicht hilft dir das Audacity Wiki weiter?!

  26. Torsten  

    Hast Du das neue Ubuntu schon getestet?

  27. Ja, habe ich. Aber außer dass es ohne große Probleme läuft und ein hübsches Hintergrundbild für den Gnome-Desktop gibt, kann ich nicht wirklich etwas sagen.

  28. matsch  

    @joe: Da mp3 kein offenes Format ist, kann Ubuntu die entsprechenden Codecs nicht von Haus aus mitliefern, im Gegensatz zun .ogg beispielsweise.
    Um die restrictiven Sachen wie mp3, flash java etc nachträglich zu installieren, musst du einfach das paket: “ubuntu-restricted-extras” installieren.
    Danach sollte alles laufen.

    PS.: Amarok ist wirklich Klasse! :-)

  29. cooffee maaasteer  

    Ich finde das diese seite nicht veröffentlicht werden sollte da sie krankhafte kämpfe zwischen linux und windows anzeigt!!! =)

  30. blabla  

    Naja. Der Beitrag wählt seine Kriterien doch schon in einer Art und Weise, die eindeutig von der Windows-Welt her geprägt ist.
    Fast so, als würde man schauen, welches Betriebssystem eher Windows entspricht, Linux oder Windows?.
    Konkret meine ich z.B. den Punkt “Bürosoftware”. Das scheint mir die Frage danach zu sein, welches Betriebssystem eher für Sekretärinnen geeignet ist. Ansonsten könnte diese Frage niemals so gestellt werden. Denn: schreiben, Präsentationen machen usw. kann man ganz unabhängig vom Betriebssystem am besten mit LaTeX, da kommen Word (bei Texten) und PowerPoint (bei Präsentationen) nichtmal ansatzweise mit.
    Gleiches gilt für den einleitenden Punkt zur Frage der Offenheit der Quellen sowie zum daran anschließenden “Treiberproblem”. Dass die meisten Anwender nicht die Kenntnisse haben, einen Quellcode zu bearbeiten, kann man kaum einem Betriebssystem vorwerfen.
    Das, was an Linux positiv hervorgehoben wird, sind die üblichen Phrasen, die nur naiv nachgeplappert werden.
    Die wirklichen Unterschiede und Vorteile (Konsole, irgendwer???) werden gar nicht betrachtet.
    Unbrauchbarer Artikel.

  31. Für diejenigen, die Tex benutzen, ist der Artikel auch wirklich nicht gedacht …

  32. Ubuntuuer  

    ich finde den beitrag sehr gerecht geschrieben.
    dennoch muss ich ein wenig kritik ausueben, wegen der treiber
    wlankarten sind seit 8.4 ubuntu yu 98 proyent abgedeckt , dies gilt auch fuer usb scanner und drucker

    mgf david

  33. Danke schön. Mit den Treibern gebe ich dir bei Ubuntu grundsätzlich recht. Allerdings gibt es auch immer wieder Probleme. Das gibt es zwar bei allen Betriebssystemen, aber oft (!) ist unter Windows nur das Ausführen einer .exe notwendig, um solcherart Probleme zu beheben.

  34. Tim W  

    Hallo, also der Vergleich ist wirklich gut! Da für mich Spiele sehr wichtig sind und ich eh bereits legale Lizenzen für WinXP und Office habe, wäre Linux nur ein Zweit-Betriebssystem. Da interessiert mich aber brennend eine Frage, nämlich ob die angesprochenen Distributionen auch problemlos mit einem 64-Bit Prozessor klarkommen (tun sie vermutlich) aber noch wichtiger: ob es mit 6 bzw 8 GB RAM zu Problemen ähnlich wie unter Windows XP (32 Bit) kommt…

  35. Soweit ich informiert bin, kommt 64bit auch in großen Schritten im Linuxbereich. Problematisch sind wohl noch wie unter Windows die wenig 64bit-nativen Anwendungen.
    Und was solche Massen an RAM angeht, stellt es wohl unter Linux kein Problem dar, man muss bloß den Kernel selber kompilieren, damit er auch vollständig erkannt wird. Einige Linuxkenntnisse bzw. das Einlesen in einige Linuxdokumentationen sind wohl notwendig dann.

  36. Tim W  

    Hmm.. selber kompilieren dann. Ich glaube, das gehe ich mal in Ruhe an, wenn ich Urlaub habe. Danke für die Info! :)

  37. In den diversen Linuxforen findet man auch immer gute Threads bzw. Hilfe bei solchen Problemen. Für Ubuntu ist ubuntuusers.de eine sehr schöne Adresse, die mir schon bei zahlreichen Linuxproblemen geholfen hat.

  38. wenox  

    Bitte?
    Es gibt keine ansprechenden Gnome Designs?
    Gnome übertrifft in Sachen Design Windows um längen. Entweder man sucht sich unter Gnome-look.org das perfekte Design für sich oder man steigt auf Fluxbox, Kde oder einem anderen Fenstermanager um und sucht sich dort entsprechende Themes. Es kommt ganz auf die Einrichtung an. Klar ist Gnome out-of-the-box nicht so Schön Blau / bzw. Schwarz wie XP / Vista, aber man kann alles seinen Wünschen entsprechend anpassen.

    Die Zeiten, dass Linux und die dazugehörigen Fenstermanager altgebacken und langweilig aussehen sind lange vorbei – da erblassen selbst Mac User bei so vielen Spielereien vor Neid.

    Und ihr könnt mit entsprechenden Programmen auch euren iPod auf Linux verwenden. Da gibt es inzwischen sehr viele Software Alternativen. Google hilft.

    Man muss für ein neues Betriebssystem bereit zum Lernen sein – und wer das nicht will, der sollte bei Windows und die nächsten Versionen bleiben.
    Mir stinken die ständig wachsenden Hardware Anforderungen von Microsoft, als auch die Preise & die ständigen Explorer.exe Abstürze und bin seit 2006 Ubuntu User. Werde das weiterhin bleiben und bin rundum glücklich. Klar hatte ich unter Linux auch abstürtze – aber bei weitem nicht so viele wie unter Windows.
    Windows Apps die ich unbedingt brauche laufen unter WINE. Ein bisschen Know-How, engagement und alles sollte klappen.

    Viel Erfolg an alle !
    Never Change a running system & nichts ist perfekt.

  39. hakkÖÖr  

    Es gibt kein gut aussehendes Windows!!!

  40. Jay  

    Hallo,

    grundsätzlich finde ich einen solchen Vergleich gut, denn ich bin sicherlich kein extremer Verfechter eines der beiden Lager.
    Allerdings: Ist Dein Vergleich lediglich für den Privat PC relevant, da hier keine Vergleiche der Serversysteme/Features gemacht werden. Was ist wenn Unternehmen angewiesen sind auf Support ? Was ist mit der Wiederherstellungszeit von Systemen ? Was ist mit der Fernwartbarkeit ? etc….

    Sicherheit: Viren kann es unter Linux genauso geben. Eine Trennung von Admins und Usern gibt es auch unter Windows.
    Datenschutz: Microsoft sendet Daten ? Welche denn, das sind ja nun mal keine Mythen, sniff mal mit!

    Ich denke, es kommt einfach darauf an, was man mit seinem Computer macht. Wenn jemand Windows benutzt, weil er in einfachen Problemstellungen des Lebens schneller zu Ziel kommt, oder wenn jemand Linux nutzt weil er die Tiefen der Informationstechnik erforscht… Beide haben recht !

  41. Ja, mein Vergleich zwischen Linux und Windows bezieht sich nicht auf Server o.ä. Und ich versuchte die Vor- und Nachteile beider Betriebssysteme darzustellen, dass die Wahl des Betriebssystems möglichst nach den individuellen Kenntnissen und Ansprüchen erfolgen sollte, dürfte klar sein.
    Selbst eine Entscheidung zwischen Debian und Ubuntu kann in eine Diplomarbeit ausarten. Hier sind es Grundsätzlichkeiten, die ein erfahrener Linux-Benutzer wohl kennen und einschätzen dürfte. Aber nicht unbedingt ein Otto-Normal-Benutzer, der bislang nur Microsoft Windows kennt und vielleicht von Linux mal irgendwo gelesen hat.

  42. Stephen  

    Ist Opensuse genauso gut wie ubuntu?

  43. Da beide Distributionen eine Live-CD anbieten, kannst du es relativ bequem testen. Auch wenn Live-CDs wohl immer etwas langsamer sind als ein installiertes Linux.
    Meine persönliche Empfehlung ist aber Ubuntu, das mir einfach gut und problemlos zu funktionieren scheint.

  44. guten tag erstmal, wenn ich das richtig verstanden habe, bist du nicht wirklicher langzeit benutzer von linux? als freund von qualitativ kritischem blogging muss ich sagen, fehlt es mir hier leider an tiefe. du gehst nur sehr peripher auf die möglichkeit ein, linux auf nahezu jedem system zum laufen zu bringen, von mangelnder kompatibilität kann man nicht reden, die fehler müssen nur richtig angegangen werden.
    die einschätzung von MS Office halte ich für überbewertet. die neueste version hat nicht nur weniger funktionen als die vorgänger, sondern hängt in der einfachheit der bedienung für große wissenschaftliche projekte deutlich hinter open office in anbindung an latex (wer schreibt seine doktorarbeit in ein .doc? das täte mir leid). die wertung von linux als spiele konsole ist sicher korrekt, aber das ist auch nicht die intention des systems, eher ein missbrauch;) Form follows function. linux ist produktiv und effizient, nicht geeignet für ein spiel das schlichtweg spaß bringt. eine installationsempfehlung: nur an leute die viel platz (desktops etc.) und variabilität brauchen:)

  45. He, aber ich überzeuge harmlose Leser von Linux ;-)
    http://www.webanhalter.de/664-ubuntu-hintergrundbild-kaninchen.html#comment-756

  46. Dusty Crossing  

    Interessanter Artikel, interessante Kommentare. Das verleitet mich nun auch etwas zum Thema zu sagen. Ich bin erst kürzlich vollständig zu Linux (openSUSE 11.1) umgestiegen. In den vergangenen Jahren haben ich immer wieder mal mit verschiedenen Distributionen experimentiert und letztlich immer wieder Linux zuunsten Windows verworfen. Jedenfalls bis vor kurzem. Mittlerweile überzeugt mich openSUSE mit KDE4.2 (habe über Factory von 4.1 upgegradet) total. Ich bin kein Bastler und – die Linux-Profies mögen mir das verzeihen – langes wühlen in Configs oder gar das händische Kompilieren befriedigen mich nicht wirklich. Trotzdem habe ich jetzt ein System hier, das nicht nur funktioniert, sondern sogar echt edel aussieht. Ein wenig musste ich experimentieren und sicher sehr viel in diversen Foren nachlesen. Doch es hat sich gelohnt. Ich habe alles was ich brauche und das auch noch durchdacht gelöst. KONTACT will ich nicht mehr missen und es macht mir Spass wie nie zuvor meinen Computer auch zu nutzen. Ich bin übrigens aus einem sehr emotionalen Grund gewechselt. Bei heise.de gab wurde kürzliche ein Artikel veröffentlicht, wo wieder über angebliche Software-Piraterie gejammert wurde. Diese ständigen Unterstellungen seitens der kommeryiellen Softwareanbieter, die meines Erachstens nach tatsächlich von den Privat-Piraten eher profitieren als von diesen geschädigt werden, ging mir gehörig auf die Nerven. Ich meine, dass die illegale Nutzung von kommerzieller Software im Privatbereich erst den Weg für den Vertrieb an Geschäftskunden geebnet hat. Ich könnte mir vorstellen, dass es so manchem Anwender, der eher klassisch einfache Ansprüche an seinen PC hat (Internet, Mail, Briefe schreiben, Chatten und Musik anhören), ähnlich wie mir geht. Sie geben wegen der ständigen Droh-Rethorik der Anbieter doch mal Linux eine Chance und lassen sich überzeugen, mehr noch, erfahren dass ihnen nichts abgeht unter Linux. Natürlich, auch mein openSUSE ist nicht Windows. Ich muss schon etwas tun, damit alles rund läuft. Aber der Aufwand hält sich in Grenzen, Tools (z.B. Yast) helfen mir und auch die Community ist nicht so schlecht. Belohnt werde ich mit Stolz, dem guten Gefühl, dass Microsoft mir jetzt den Buckel runter rutschen kann und vor allem einem Gesamtsystem, das mir alles Notwendige bietet. Wenn ich mir überlege, dass ich das alles für lau bekommen habe, dann alle Achtung und meinen Respekt an die zweifellos talentierten Entwickler all dieser begeisternden Tools und natürlich des OS selbst!

  47. Danke für deinen ausführlichen Kommentar!
    Spannend ist natürlich die Frage, wann und ob sich Unternehmen, Behörden etc. eine Unabhängigkeit von Microsoft leisten wollen bzw. können. Und natürlich, ob sie überhaupt dies müssen …

  48. Dusty Crossing  

    Ein Muss im Sinne von neuer Funktionalität, womöglich einer regelrechten Killer-Applikation unter Linux, wird es wohl nicht geben. Aber unter dem Eindruck der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und dem daraus resultierenden Kostendruck könnten Geschäftskunden der großen Softwareanbieter womöglich doch hinterfragen, ob es nicht auch billiger geht und ob zum Öffnen eines MS-Word-Attachements wirklich ein MS-Office für knapp 400,- Euro erforderlich ist. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass Firmen auch mal die Nase voll haben, von den widerkehrenden und zeitraubenden Softwarelizenz-Audits …

  49. Es stimmt, dass Lizenzgebühren anfallen. Aber sicherlich auch Schulungskosten für die “Normalbenutzer”, die von Linux noch nie etwas gehört haben. Oder von OpenOffice …
    Da fällt schonmal der Umstieg von der originalen ICQ-Software zu Pidgin schwer.

  50. Dusty Crossing  

    Ja, der Schulungsaufwand spielt sicher ein Rolle, bei solchen Überlegungen. Jedoch schulen Firmen schon heute nicht mehr ausreichend und die meisten Anwender kämpfen sich mit learning by doing durch immer komplexere Softwareprodukte. Zudem egalisiert die Einführung von Microsoft Office 2007 diesen Einwand in meinen Augen komplett, da das Ribon-Interface ein wahre Zäsur darstellt und im Vergleich dazu OpenOffice geradezu selbsterklärend ist. Jedoch könnte der verstärkte Einsatz von freier Software im privaten Umfeld dein Argument erst recht entkräften, weil die Benutzer immer mehr mit OpenOffice vertraut werden. Ich höre von und sehe immer mehr Benutzer, die zwar nicht Linux nutzen, wohl aber OpenOffice installieren. Vielleicht könnte das eine Bewegung auslösen, die sich langfristig als Trend zu Linux auswächst. Vergessen wir dabei nicht, dass zum Beispiel mit dem Mozilla Firefox auf anderem Gebiet Microsoft ebenfalls spürbar an Boden verliert. Was nun Pidgin angeht … lach … ich würde eh mehr zu KDE und Kopete raten ;) .

  51. In meinem Umfeld ist Zahl der OpenOffice.org-Benutzer doch recht gering. Da wird noch eher zu Firefox gegriffen, als eine Alternative zu MS Office gesucht. Zumal in Schulen auch hauptsächlich die Microsoft Office Suite noch verwendet wird.
    Das könnte noch ein langer Weg werden … Wünschenswert wäre etwas ernstzunehmende Konkurrenz natürlich schon.

  52. nortca  

    Nun erstmal lob, dafür dass überhaupt versucht wurde „ohne vorurteile“ zu vergleichen.

    Trotzdem, ein test von paar stunden, tagen, Monate ist nicht dasselbe wie wenn man beide systeme, sowohl privat als auch firmenintern (Kundensupporter), tag für tag erleben kann (leider auch muss!).

    Was ich damit sagen möchte ist: beide Systeme haben vorteile – aber die nachteile können nicht mit unterschiedlichen (besser / schlechtere) Programmen, gui’s, Support etc begründet werden. Dies deswegen weil weder MS noch SuSe u.a. in irgendeiner form darauf direkten Einfluss nehmen die „Programme“ im sinne des Benutzers zu entwickeln. Der weg ist immer der gleiche: schnelle Fertigstellung um Marktanteile zu sichern, das gilt leider für beide Seiten, den auch SuSe muss Brötchen verdienen!

    Wenn also was „noch nicht verfügbar ist“ liegt das sehr oft daran das die Mehrheit es einfach nicht verwendet. Außerdem welcher Desktop nun schöner ist, ist wirklich sch.. egal – den was will man mit einem PC den nun genau können müssen?! Gamen? Arbeiten? Sich die zeit mit sinnlosen Flickereinen vertreiben? Permanent nach Updates suchen?

    Je länger ich (nun sind es fast schon ¾ meines Lebens!) mich mit der Hardware und OS beschäftige, desto mehr sehe ich das nicht der Benutzer den bedarf definiert, sondern die OS Hersteller, speziell MS. Bei 99% aller Kunden herrscht die Meinung das MS Office DAS Office überhaupt ist, so als wäre jedes Auto ein Space- Shuttle und es gäbe keinerlei alternativen. Das gleiche gilt auch für das OS, mind 80% aller privat User haben nie was anderes gehört.

    Was aber nur die wenigsten von denen wissen: nur ein geringer % Anteil von firmen benutzt reine MS Software, und die Server laufen praktisch alle auf Unix / Linux Derivaten. Mag sein das in unserer Gegend (Schweiz) die Verbreitung größer ist, aber wenn MS hier mehr als 10% der Server, und 40- 50% der Desktops bedient – dann würden die nur noch tanzen. In der presse und unter den Anekdoten der Folks- User sind oft zahlen von überragender MS vorherschafft zu hören…. Na ja, wie gesagt für mich und meine Kollegen sind das nur schöne Märchen, von denen aufrecht erhalten die tag für tag den größten teil der zeit damit verbringen nicht durchzudrehen weil wider was nicht geht. Und der andere teil (Business bereich) schürt dies noch, den man verdient ja so nun mal besser. Sogar viele meiner Auftraggeber holen sich ne goldene Nase genau deswegen, denn der Kunde ist am ende „süchtig“ resp. Abhängig und hilflos.

    Linux ist aber trotz aller vorteile immer noch ein Kind, MS dagegen liefert nur noch kosmetisch aufgepeppte Opas. Und die Leute – jubeln! Sobald wider stimmen laut werden, macht MS wie immer die werbe Trommel an, und die Leute – jubeln!
    Unterdessen ist aber unser Linux schon etwas reifer geworden, bietet sehr viel – braucht aber trotzdem noch eine weile um erwachsen zu werden. Also bitte nicht gleich urteilen, jeder von uns war klein und musste lernen :-)

    Um endlich zum punkt…
    Linux ist nicht Windows, kann nicht das gleiche und wird niemals so sein. Wäre es so wie Windows, dann wäre die gesamte arbeit vieler bis jetzt für die Fux (Katz!) gewesen. Und wir hätte eine weitere MS Version. Der einzige Vorteil dann: das OS wäre für alles schuld, nicht der OS Hersteller LOL
    Ich weis nur eines, ich bedauere den tag an dem ich mich für Win95 entschieden habe. Heute sehe ich es so, als hätte ich Ja zur spritze gesagt und gedacht es wäre die „beste“ Lösung. Nun dieser Meinung sind die meisten süchtigen, am Anfang. Heute weis ich das jede Minute die ich in die MS Produkte generell investiert habe „verlorene zeit“ ist. Hätte ich für Linux nur 1/10 „geopfert“, hätte ich ein Vielfaches an nerven sparen können, und angenehmer arbeite wäre mir schon vor Jahren möglich gewesen. Nur als Erinnerung: meine Desktops laufen alle mit Ubuntu. Der vor ca. 8 Jahren installierte SuSe Pc ist heute genauso schnell wie am ersten tag! Wurde nur aktualisiert sonst nix, etliche Programme unterdessen die ich verwende und keinerlei Probleme. Ironischerweise sind viele meiner PC’s die 5-8 jahre alt sind immer noch schneller (während der arbeit) als mancher neu PC mit zb Vista. Klar die MIPs sind da Trumpf, aber worauf es doch ankommt ist, wie schnell erledige ich meine Arbeit – oder?

    Danke fürs lesen und Gruß aus der schweiz

  53. Andrea  

    Hallo, ich finde einen wichtigen Vorteil von OpenSource Software im Vergleich zu geschlossenen Codes hat hier noch keiner angesprochen.
    Wenn ich OpenSource Software installiere, kann ich mir nahezu 100%ig sicher sein, dass diese Software nichts tut, was ich möglicherweise nicht wünsche und zur Erfüllung des eigentlichen Zwecks auch überflüssig ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich den Quellcode selber lesen kann oder nicht. Es gibt genug, die dieses können und bei einem gefährlichem Code Alarm schlagen würden. Übrigens der Hauptgrund, warum in Spanien in der öffentlichen Verwaltung nur noch Open Source Software installiert werden darf.

    Ein anderer Gesichtspunkt ist das die häufig installierten Raubkopien unter Windows zumindest ein potenzielles Scheunentor für Schadsoftware darstellen. Denn wer einen Crack schreiben kann, der kann auch einen Windowsinstaller manipulieren. Es ist aber noch lange nicht klar, ob der, der diese Raubkopie erzeugte es mit denen die diese downloaden gut oder böse meinte. Von daher gehört aus meiner Sicht auf keinen Rechner, mit dem ich mehr als nur spielen möchte auch nur eine einzige Raubkopie oder Freeware aus nicht absolut vertrauenswürdiger Quelle. Möchte ich mit meinem Rechner mehr machen möglicherweise gar bei einem Onlinekauf mit Kreditkarte oder PayPal bezahlen, sollte ich von solchen Programmen oder gar Betriebssystemen die aus eher unseriösen Quellen stammen dringend einen Bogen machen.
    Von daher relativiert sich aus meiner Sicht auch arg der Windows-Pluspunkt, dass unter diesem System die meisten Spiele laufen. Denn da mache ich einfach folgende Rechnung ein wirklich aktueller Spielecomputer kostet locker 400 Euro mehr als ein Rechner der für alles andere was der private Nutzer braucht mehr als leistungsfähig genug ist. Er verliert auch deutlich schneller an Wert als der preiswertere Rechner. Für die Differenz kriege ich aber auch schon Konsolen, die meisten mit schon einigen Spielen, welche deutlich stabiler im Wert sind und zum Teil erheblichen Mehwert bieten (Blueray-Player, Multimedia-Netzwerk-Player,…).
    Für das kleine Spiel zwischendurch finde ich auch unter Linux reichlich Spiele.
    Open-Source-Software hat freilich noch einen anderen Vorteil, fehlt mir eine Funktion, kann ich sie, wenn ich programmieren kann schnell selber integrieren. Aber auch wenn ich dieses nicht kann, habe ich gute Chancen, dass wenn ich diesen Wunsch auf der Projektseite im Internet äußere, diese Funktion in einem der nächsten Updates tatsächlich vorhanden ist.

    Dazu kommt die Situation, dass die Frage der Kompatibilität eigentlich eine sehr unfaire ist. Denn selbstredend kann jedes Linux etwas mit fat oder ntfs formatierten Medien anfangen. Umgekehrt kann ein Windowssystem ohne teure Zusatzsoftware nichts mit den zum Teil deutlich besseren Linuxstandards anfangen. Ähnliches gilt auch für Anwendungssoftware.

    Auch ist die Hardwareunterstützung ein Punkt bei dem nicht immer nur Linux unterliegt.
    Das beste Beispiel ist sind hier alte Handhelds auf Microsoft Basis. Mit der Begründung, dass diese Geräte eh nur eine Lebenserwartung von zwei Jahren hätten, werden ältere leider unter Vista nicht mehr unterstützt. Ein anderes Beispiel wäre manch Handysoftware unter Windows, welche sich z.B. alle jar Dateien (Java) schnappt ohne darrauf Rücksicht zu nehmen, dass manch ein Anwender ein Javaprogramm tatsächlich auch auf seinem Rechner laufen lassen möchte und es eben nicht auf seinem Handy installieren will. Die Linuxalternativen verbauen einem diese Möglichkeit hingegen nicht und können meist eh mehr als die Orginalsoftware.
    Ein Beispiel welches z.B. auch für IPod’s gilt. Unter einer aktuellen Ubuntuversion ist es kein Problem von einem IPod auch die Musik auf den Rechner zu schieben etwas was Apple so nicht vorgesehen hat.
    Klar ist es sinnvoll beim Kauf neuer Hardware mal in den Linuxforen nach zu schauen ob und wie sie unterstützt wird, was aber eine Anschaffung nicht wirklich teurer macht und bei alter Hardware, die kann auch bei einem Umstieg auf eine neuere Windowsversion plötzlich nicht mehr unterstützt werden.

    Lieben Gruß
    Andrea

  54. Danke für die ausführlichen Antworten! Dass mittlerweile Spielekonsolen eine gute Alternative sind, ist mir bisher nicht in den Sinn gekommen. Wahrscheinlich weil ich weder unter Linux noch Windows wirklich an Computerspielen interessiert war und bin.
    Und weder privat noch beruflich kann ich mit großer Supporterfahrung glänzen; ich konnte es bislang erfolgreich vermeiden ;) Die Tücken und Vorteile scheinen sich m.E. aber nicht nur auf die Auseinandersetzung Windows vs. Linux sondern auch auf die jeweiligen Versionen zu beziehen. So möchte das WLAN eines Freundes bei Ubuntu 8.10 nicht funktionieren, funkt aber problemlos unter 8.04. Und dass viele ihr neues Vista gegen ein mit drei Servicepacks gepatchtes XP gerne eintauschen, scheint mir auch häufiger der Fall zu sein. Da wird never change a running system zur Maxime; möglicherweise zuungunsten neuer Features.

  55. minimalistix  

    Also, im großen und ganzen ist der artikel sehr gut, aber wenn man jetzt nur 2009 und sidux anschaut, welche fortschritte (kde4/3-Würfel) laufen, ist ms sicher neidisch. Das Geräte problem kenn ich eigentlich nicht, linux ist nichts für schlechte hardware, drucker probleme kenne ich nur von noname bzw. lpg druckern (lgp “sind nur unter ms zu betreiben, stimmt aber nicht wirklich, oft funktionieren für diese geräte andere freie druckertreiber, forum hilft hier weiter. Spiele: Die playstation 3 läuft auf linux und linux ist leicht darauf zu installieren, pc und konsole in einem. Es gibt viele 3d spiele unter linux, nvidia treiber sind relativ stabil unter linux und ati hat den quellcode größtenteils freigegeben, seit dem entwickelt sich der freie radeonhd sehr gut, der leider nur noch aktuelle karten unterstützt. für ältere muss der freie radeon treiber herhalten. Die Sicherheit muss ich gar nicht vergleiche, genauso die stabilität und geschwindigkeit eines systems. Auch mit profisoftware kann linux mithalten, prof. videoschnitt unter linux mit cinelerra http://www.netzwelt.de/screenshot/7309-cinelerra.html macht ein kumpel von mir und der beschwert sich nicht. mir würde noch einiges einfallen, vielleicht einfach, weil ich schon seit 10 jahren mit linux arbeite und schon mit atari commodore usw. aufgewachsen bin.

    grüße an alle

  56. Und wie würdest du die Hürden von Linux für Einsteiger, PC-Neulinge beschreiben? Da scheint mir Windows mit Computerbild doch eine nette Kombination.

  57. minimalistix  

    welche hürde? Habe gestern meinen 60 jährigen onkel linux installiert / sidux. Keine probleme. Gut, die Systemprogramme z.b. knetwork usw, oder auf gnome heißen anders, aber die einstellung sind übersichtlicher und leicht einzustellen. Dies alles war bis vor ca. 2 jahren noch mehr akt. Wer mit ms umgehen kann, kann auch mit linux umgehen, wenn ich als ms user nicht weiß wie ich programme installiere oder konfiguriere, muss ich auch nach schauen (forum, zeitschrift usw.) genau so bei linux. allerdings sind die handbücher immer dabei oder zum nachladen im gegensatz zu ms.

  58. Vielleicht bin ich da auch etwas zu pessimistisch. Handbücher sind m.E. oftmals nicht eingedeutsch und erklären recht kompliziert. Und ich kenne kaum gute Seiten, geschweige denn Zeitschriften, die Hilfe für Linux anbieten.

  59. minimalistix  

    kurz: bei vielen linux-distris ist direkt ein irc-chat dabei, hier kann man direkt die entwickler fragen und die antworten auch umgehend. Und noch was, google mal zu welchen system du was willst und auch was du haben willst z.b. sidux ati xmobile 1200 installieren und schon hast du eine weitere hilfe wenn du den chat nicht willst.

    jeder hat seine meinung, aber alleine schon wegen der sozialen dienste lehne ich ms ab. Linux ist für jeden frei und kostenlos zu beziehen.

  60. also mal zum allgemeinen, ich finde diesen beitrag recht gelungen. ich bin ein windows freund und das schon seit jahren. habe mich auch viel mit linux beschäftigt und habe immer irgendeine kiste mit linux drauf (zur zeit unbuntu, für mich die beste linux version)

    was mich ein bisschen stört sind die kommentare. daher hier mal meine meinung. es gibt bei jedem system vor und nachteile, die debatte von open source ja oder nein hängt mir langsam auch zum halse raus. open source hat seine berechtigung und auch ich als .net programmierer (senior developer) schreibe teilweise open source, jedoch für kunden und firmen schreiben wir explizit keine open source programme nicht weil wir unseren code schützen wollen sondern weil die kunden von uns erwarten das wir sie auch supporten.

    solche überlegungen macht sich niemand wirklich. linux ist open source, klarer vorteil wie von andrea angesprochen man kann seine wünsche offen kund tun und wenn man glück hat bekommt man diese auch. jedoch ist der support solcher software meistens nur mässig über communitys und wenn es support dazu gibt, dann sind die kosten dafür einiges höher als auf nicht open source. wenn ich allgemeine berechnungen und vergleiche win vs. linux lese fällt mir immer wieder auf, dass es um die anfangs kosten geht und nicht um die kosten über mehrere jahre, den da punktet linux nur sehr schwer. bestes beispiel mysql enterprise, einzige version welche mit dem sql server oder oracle mit halten kann kostet pro server und jahr 3999.- euro, bei ms ab 6000 euro pro cpu. was bei einem doppel prozessor 12’000 ergibt einmalig was wiederum bedeutet das der sql server nach dem dritten jahr gleich teuer ist wie der mysql enterprise server und ein jahr später sogar teurer.

    und zudem gibt es für windows genügend open source software. nur mal ehrlich wer ausser programmierer suchen danach? oder hat jemand von euch mal windows open source gesucht?

    auch die von andrea angesprochene fehlende unterstützung ipod und zurück kopieren gibts bei windows schon seit jahren… und das tool ist open source ;) wie es auch librarys für programmierer gibt mit denen wir den ipod ohne probleme anzapfen können.

    und was auch noch kommt, auch wenn linux open source ist, welcher programmierer würde schon den gesamten quellcode von linux anschauen wenn jemand etwas böswilliges rein programmieren würde? ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand dauernd den gesamten quellcode anschaut. oder hat sich jemand schon mal die mühe gemacht alles zu lesen? also ich nicht…

    nichts desto trotz auch wenn ich windows freund bin mag ich linux und ich finde das beide systeme ihre berechtigung haben, ihre vorteile und ihre nachteile, stärken und schwächen etc.

Deine Meinung?

Keine Werbung, keine Beleidigungen! Gerne kontroverse Meinungen!