Die Kamera-App des iPhone 4S
Fotos, iPhone, Mobile

Nach den ersten Tagen: Die Kamera des iPhone 4S

Wow! Eine 8-Megapixel-Kamera bringt das iPhone 4S mit. Phänomenal!

Dies ist der dritte Teil meiner kleinen Serie Nach den ersten Tagen mit dem iPhone 4S. Wie die Überschrift vermuten lässt, geht es um die Kamera des neuen iPhone. Und da ich mit einer Zahl wie 8 Megapixel wenig anfangen kann, werfe ich einen einfachen Blick auf die Kamera.

  1. Das äußere Erscheinungsbild & das Display des iPhone 4S
  2. Die inneren Werte: iOS 5, Widgets, iCloud, iMessage, Twitter-Integration, Reminder (Erinnerungen) und der Fotostream
  3. Der Antennen-Bug und der Akku des iPhone 4S
  4. Die Kamera des iPhone 4S
  5. Siri, sprich zu mir!
  6. Ein Resümee: der Gesamteindruck des iPhone 4S

Apple Werbespot für die Kamera des iPhone 4S

Die Werbung für das iPhone zeigt meistens konkrete Anwendungsbeispiele und Vorzüge des Modells. Beim iPhone 4S ist es u.a. die Kamera, die Apple anpreist. Verständlich, denn viele Bilder werden mit einem Smartphone gemacht (39% aller Fotos auf Twitter beispielsweise). Dies hat man nämlich meistens dabei.

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Vergleiche?

Kameras aktueller High-End-Smartphones spielen mittlerweile in einer Klasse, in der sie es problemlos mit Kompaktkameras aufnehmen können. Und auch mit Camcordern, wenn die Lichtverhältnisse einigermaßen passen. Einen Vergleich der Videofähigkeiten bietet dieses Video. Gelegentliches Vorspulen ist allerdings zu empfehlen, denn ansonsten ist es relativ langweilig. Über den Begleittext kommt man auch an ein Video in höherer Auflösung.
Die Entwicklung der iPhone-Kamera zeigt dieser Vergleich. Es zeigt nicht nur dasselbe Bild mit den verschiedenen iPhone-Generationen, sondern sollte auch die Bildqualität verdeutlichen.

Kamera und Blitzlicht des iPhone 4S

Kamera und Blitzlicht des iPhone 4S

Schnell, schnell …

Die Kamera-App ist sehr fix geladen. Wer genaue Zahlen möchte, kann sie in der Apple-Keynote zur Präsentation des 4S finden (ab 1:05:00). Selbstverständlich nicht ohne einen Vergleich zu aktuellen Android-Phones, die im Vergleich der Zeitmessung verlieren. Wenn dem nicht so wäre, hätte Apple sie wohl auch nicht gezeigt. Oder andere Smartphones für seinen Test ausgewählt.

Instant on ist die Kamera trotzdem noch nicht. Das ist natürlich schade, aber realistischerweise darf man auch keinen 5-Jahres-Vorsprung beim iPhone erwarten.

Das Kamera-Interface

Die Kamera-App des iPhone 4S

Die Kamera-App des iPhone 4S

Gewohnt minimalistisch präsentiert sich die Kamera-App des iPhone 4S. Oben links kann man zwischen automatischem Blitz bzw. ein- oder komplett ausgeschaltetem Blitzmodus wählen.
Hinter dem mittleren Icon verbergen sich die mageren Optionen: Hier kann man die Gitternetzlinien einschalten und ebenfalls HDR (High Dynamic Range) aktivieren. Diese Funktion soll realistischere Fotos produzieren. Apple erläutert selber in den Einstellungen: Mit HDR werden drei unterschiedlich belichtete Aufnahmen zu einem einzigen Foto zusammengefügt. Dabei dauert das Speichern eines Fotos dann merklich länger und standardmäßig werden zwei Fotos behalten, nämlich auch das Originalbild. Wenn man seine Fotos so oder so nachbearbeitet, ist es sicherlich nicht unbedingt notwendig. Bei Vielfotografierern kann auch der Speicherplatz ein Kriterium sein.
Für Selbstporträts ohne Spiegel ist der linke, halb durchsichtige Schalter. Denn mit diesem wird auf die Frontkamera des iPhone umgeschaltet. Außer für FaceTime und Skype wird sie wohl nur für neue Facebook-Profilfotos benutzt werden.

Auf der rechten Seite findet sich zu oberst der Foto/Video-Umschalter. Darunter ist der Auslöser. Wobei man mittlerweile auch mit der Lauter-Taste am Gehäuse auslösen kann. Zu unterst sieht man sein letztes Foto. Mit einem Klick kann man es anschauen, auch mit einem Wischen in der Kamera-App selber kann man es sich anschauen. Eine wirklich praktische Funktion, wenn man überprüfen möchte, ob das letzte Bild etwas geworden ist.

Das hellblaue Quadrat setzt den Fokus auf einen bestimmten Bildausschnitt. Hier fokussiert die Kamera gerade den Klinkenstecker des mitgelieferten Headsets. Drückt man länger, kann man den Autofokus auch komplett ausstellen. Gezoomt wird das Foto wie auch Bilder, indem man zwei Finger auf dem Bildschirm spreizt oder auch zusammenzieht.

Noch nicht öffentlich hat Apple eine Panorama-Funktion gemacht. Mit einem Trick kann man diese, auch ohne Jailbreak, schon jetzt aktivieren. Sie wird wohl mit einem weiteren iOS-Update nachgeliefert.

Grundlegende Fotobearbeitung

Grundlegende Bildbearbeitung in der Foto-App

Grundlegende Bildbearbeitung in der Foto-App (unterer Rand)


Aus der Foto-App direkt bietet das iPhone nun vier kleine Bearbeitungsmöglichkeiten an. Das Bild kann gedreht werden, die automatische Bildverbesserung, das Entfernen von roten Augen und das Zuschneiden des Bildes. Eine durchaus sinnige Auswahl, auch wenn sich viele wohl eine Bildbearbeitungs-App installieren werden, die auch Funktionen wie Kontrast-, Helligkeit-, Sättigungs-Änderungen u.v.m. anbieten.

Also?

Mir gefällt die Kamera des iPhone 4S. Sie ist schnell und liefert gute Fotos. Ebenso hat das iPhone 4S einen Blitz, was ich bei meinem alten Smartphone immer wieder schmerzlich vermisst habe. Dass man nun mit der Lauter-Taste auch auslösen kann, ist gut. Allerdings wäre eine Zoom-Funktion für die Lauter/Leiser-Tasten auch überlegenswert. Hier auch eine Option zu intrigieren, damit ich es selber entscheiden könnte, fände ich eine elegante Lösung.

Der nächste Teil dieser Serie erscheint morgen und befasst sich mit dem Sprachassistenten Siri.

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